● Geboren am 3. Juli 1883 in Prag, ältestes Kind einer jüdischen Kaufmannsfamilie.
● Besuch der „Deutschen Knabenschule“ und des Gymnasiums.
● 1901 Beginn des Studiums an der deutschen Universität Prag: zunächst
Germanistik, dann Jura.
● 1907 Promotion zum Dr. jur.
● Arbeit als Jurist (Rechtspraxis beim Landgericht Prag bis Sept. 1907).
● Ab 1904/05 Beginn des literarischen Schaffens (erste Novelle „Beschreibung eines
Kampfes“).
● Bis 1914 Entstehung bekannter Werke, u. a. „Die Verwandlung“ (1912 geschrieben,
1915 veröffentlicht).
● Ab 1923 freier Schriftsteller in Berlin und Wien.
● Tod 1924 im Sanatorium Kierling bei Wien.
Beziehung zum Vater
● Vater Hermann Kafka: aus ärmlichen Verhältnissen stammender Kaufmann, ohne
Einfühlungsvermögen.
● Hatte starken Einfluss auf Kafkas Leben und Schreiben.
● Kafka fühlte sich dem Vater unterlegen, gleichzeitig Bewunderung und Abhängigkeit.
● Vater als übermächtige Autorität: „Maß aller Dinge, Herrscher, oberster Richter“.
● Kafka verlor Selbstbewusstsein und entwickelte starkes Schuldbewusstsein.
● Seine Werke (z. B. „Der Prozess“) spiegeln dieses Vater-Sohn-Verhältnis wider.
Beziehung zu Felice Bauer
● 1914 Verlobung in Berlin, kurze Zeit später wieder gelöst.
● Beziehung führte Kafka in eine Krise: zugleich das Gefühl der Befreiung und Schuld.
● Wiederaufnahme der Arbeit am „Prozess“ in dieser Zeit.
● 1915/17 zweite Verlobung, Weihnachten 1917 endgültig gelöst.
● Trotz Trennung blieb Kontakt bestehen.
Beziehung zu Max Brod
● 1902 Kennenlernen, Beginn einer langen und engen Freundschaft.
● Gemeinsame Treffen mit Oskar Baum und Felix Weltsch.
● Brod spielte nach Kafkas Tod eine zentrale Rolle:
○ Veröffentlichte „Der Prozess“ 1925 gegen Kafkas ausdrücklichen Wunsch.
○ Rettete und publizierte weitere Werke, da er die Vernichtung kulturell nicht
verantworten konnte.