Themen: Einführung Sozialpsychologie, Gruppen, Sozialer Einfluss, Prosoziales Verhalten, Aggression, Das Selbst,
Affiliation, Kommunikation
FRAGEN ZUM THEMA EINFÜHRUNG SOZIALPSYCHOLOGIE
1) Einordnung der Sozialpsychologie im Kanon der Wissenschaft:
- Teilgebiet der Psychologie, das sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen in sozialen Kontexten
beschäftigt
- stellt Fragen wie „wie beeinflussen andere Menschen mein Denken, Fühlen und Handeln?“
2) 3 Lernwege der SoPsy:
- Lernen mit Hirn, Herz und Hand: I kognitives Lernen (Wissen, Denken, Verstehen), II affektives Lernen
(Gefühle, Werte, Einstellungen), III psychosomatisches Lernen (körperliche und motorische Fähigkeiten)
3) Das Ebenenmodell von Niklas Luhmann:
- Gesellschaft besteht aus Teilsystemen, die sich gegenseitig beeinflussen
- was sind Prinzipien, die eine Gesellschaft zusammenhalten
(Grad der Subjektivität nimmt zu => Interpretationsspielraum wird größer)
4) Definition Psychologie:
- Psychologie ist die Wissenschaft vom Verhalten (alles, was ein Organismus macht) und vom Erleben
(mentale Prozesse, subjektive Erfahrungen)
5) Definition Sozialpsychologie:
- Teilgebiet der Psychologie
- untersucht, welche Auswirkungen die tatsächliche oder vorgestellte Anwesenheit anderer Personen auf das
individuelle und kollektive Verhalten und Erleben hat
6) Wilhelm Wundt: Begründer der Psychologie als eigene Wissenschaft
7) Hugo Münsterberg: Begründer des Teilgebietes Wipsy und der apparativen Diagnostik
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, 8) Ziele der Psychologie:
I Beschreiben -> objektive Abb. des Erlebens und Verhaltens durch Daten
II Erklären -> Zuschreibung von Ursachen für bestimmtes Verhalten und Erleben
III Vorhersagen -> Aussagen über Wahrscheinlichkeit von zukünftigen Verhaltens- und Erlebnisweisen
IV Verbessern -> hinsichtlich Zielkriteriums eine Verbesserung der Bedingungen bzw. Umgangsweise (=
Coping) bewirken
9) Wissenschaftliche Psychologie vs. Alltagspsychologie:
Wissenschaftliche Psychologie Alltagspsychologie
- empirisch (Zahlen, Daten) - basiert auf subjektiver Erfahrung
- systematisch überprüft - oft voreingenommen und unkritisch
- wiederholbar und überprüfbar - nicht überprüfbar
LEITFRAGEN ZUM THEMA GRUPPEN
1. Welche Kriterien muss eine „Gruppe“ erfüllen (enge Definition)?
- gemeinsame Ziele oder Interessen der Mitglieder
- Möglichkeit zur Interaktion zwischen den Mitgliedern
- zeitliche Stabilität der Interaktion (nicht nur kurzfristig)
- Selbstwahrnehmung als Gruppe (ein „Wir-Gefühl“)
- Gruppengröße von mind. 3 bis etwa 20 Personen
2. Was bedeuten die Begriffe „materieller“ und „psychologischer“ Nutzen von Gruppen?
- Materieller Nutzen: Dieser ergibt sich aus praktischen Vorteilen, die durch die Gruppenzugehörigkeit
entstehen („zusammen erreicht man mehr“ (ökonomische Vorteile)), z. B. gemeinsamer Einkauf von Heizöl,
um Kosten zu sparen, oder Zusammenarbeit im Betrieb zur Zielerreichung. Es handelt sich um instrumentelle
oder formelle Gruppen.
- Psychologischer Nutzen: Dieser bezieht sich auf emotionale und soziale Vorteile, z. B.
Zugehörigkeitsgefühl, soziale Kontakte oder ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Dieser Nutzen ist mit
informellen oder sozio-emotionalen Gruppen verbunden und hängt mit dem menschlichen Bedürfnis nach
Kontakt („Anschlussmotiv“) zusammen.
3. Definieren Sie die Begriffe „Norm“, „Rolle“, „Status“ und „Kohäsion“ in jeweils einem Satz!
- Norm: Normen sind allg. geteilte Erwartungen darüber, wie sich alle Gruppenmitglieder zu verhalten haben.
- Rolle: Eine Rolle ist das Gesamt der Erwartungen an eine Person in einer bestimmten Situation.
- Status: Der Status ist die sozial bewertete Stellung einer Person aus Sicht der übrigen Gruppenmitglieder. ->
hat man nicht, sondern bekommt man
- Kohäsion: Kohäsion ist der innere Zusammenhalt einer Gruppe, der aus allen Kräften resultiert, die die
Mitglieder motivieren, in der Gruppe zu bleiben.
è Bsp. für stark kohäsive Gruppen: 3 Musketiere, Familie
4. Wie wird ein sog. Soziogramm (=grafische Darstellung des Gefüges individueller Gruppen) erstellt?
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