Kapitel 1 – Einführung in das Management
1.1 Begriff und Wesen des Managements
Definition:
Management ist die zielgerichtete Planung, Organisation, Führung und
Kontrolle von Unternehmen, um Ressourcen optimal einzusetzen und
Unternehmensziele effizient zu erreichen.
Es umfasst sowohl die Institution (Führungsebene) als auch die Funktion
(Managementaufgaben).
Kernfunktionen:
Planung · Organisation · Personalführung · Koordination · Kontrolle ·
Berichterstattung · Budgetierung
Managementzyklus:
Analyse → Zieldefinition → Planung → Entscheidung → Umsetzung → Kontrolle
→ Anpassung
Übungsaufgabe:
Erläutern Sie die Aufgaben des Managements.
Lösung:
Management plant, organisiert, führt und kontrolliert die
Unternehmensprozesse, um strategische und operative Ziele zu erreichen.
Übungsaufgabe:
Warum erfordert Management Professionalisierung?
Lösung:
Komplexität und Dynamik der Unternehmensumwelt verlangen Fach-, Sozial-
und Methodenkompetenz. Management ist eine erlernbare Disziplin.
Reflexionsaufgabe:
Welche Eigenschaften zeichnen eine gute Führungskraft aus?
Lösung:
Entscheidungsfähigkeit, Kommunikationsstärke, Integrität, Empathie und
systematisches Denken.
,1.2 Managementkonzepte im Überblick
Klassische und moderne Ansätze:
Ansatz Kerngedanke Vertreter Kennzeichen
Steigerung der Effizienz
Scientific Frederick W.
durch Arbeitsteilung und „One best way“
Management Taylor
Zeitstudien
Human-
Bedeutung sozialer Hawthorne-
Relations- Elton Mayo
Faktoren und Motivation Experimente
Ansatz
Unternehmen als offenes
Bertalanffy Rückkopplung,
Systemansatz System im Austausch mit
u. a. Ganzheitlichkeit
Umwelt
Fiedler,
Situativer Optimale Führung hängt
Lawrence & Anpassungsfähigkeit
Ansatz von Situation ab
Lorsch
Kundenorientierte,
Lean Toyota-
verschwendungsfreie Kaizen, Just-in-Time
Management Prinzip
Prozesse
Übungsaufgabe:
Wodurch unterscheidet sich der klassische vom situativen Ansatz?
Lösung:
Der klassische Ansatz sucht allgemeingültige Prinzipien, der situative passt
Führung an Kontextfaktoren an.
Reflexionsaufgabe:
Warum ist der Systemansatz heute besonders relevant?
Lösung:
Weil Unternehmen in Netzwerken und dynamischen Märkten agieren –
Systemdenken ermöglicht ganzheitliche Steuerung.
,Kapitel 2 – Unternehmen: Mission, Vision und Leitbild
2.1 Mission, Vision und Werte
Definitionen:
Mission: Warum gibt es das Unternehmen? (unternehmerischer Zweck)
Vision: Wie soll die Zukunft aussehen? (langfristiges Zukunftsbild)
Werte: Welche Grundüberzeugungen prägen das Handeln?
Funktionen eines Leitbildes:
Orientierung · Motivation · Kommunikation · Reputation · Identifikation
Phasen der Leitbildentwicklung:
Analyse → Entwurf → Diskussion → Verabschiedung → Implementierung
Übungsaufgabe:
Nennen Sie drei Funktionen eines Leitbilds.
Lösung:
Orientierung, Motivation, Kommunikation.
Übungsaufgabe:
Warum ist Mitarbeitereinbindung bei der Leitbildentwicklung wichtig?
Lösung:
Sie erhöht Akzeptanz und Identifikation und sorgt für gelebte Werte.
Reflexionsaufgabe:
Wie kann ein Leitbild die Unternehmenskultur beeinflussen?
Lösung:
Es schafft gemeinsame Werte und gibt Verhalten Orientierung – Kultur wird
sichtbar und verbindlich.
, Kapitel 3 – Kunde: Customer Centricity und CRM
3.1 Customer Centricity
Definition:
Ausrichtung sämtlicher Aktivitäten und Entscheidungen auf den Kundennutzen.
Merkmale:
Kundenzufriedenheit als oberstes Ziel
Nutzung von Daten für personalisierte Angebote
Ganzheitliche Betrachtung der Customer Journey
CRM (Customer Relationship Management):
Systematische Gestaltung und Pflege langfristiger Kundenbeziehungen
(operatives, analytisches, kollaboratives CRM)
Übungsaufgabe:
Was unterscheidet Transaktions- und Relationship-Marketing?
Lösung:
Transaktion = Einmalgeschäft, kurzfristig, produktorientiert;
Relationship = Langfristige Bindung, beziehungsorientiert, kundenfokussiert.
Übungsaufgabe:
Wie unterstützt CRM die Customer Centricity?
Lösung:
Durch Sammlung und Analyse von Kundendaten, personalisierte
Kommunikation und Serviceoptimierung.
Reflexionsaufgabe:
Welche Risiken bestehen bei zu starker Datenorientierung im CRM?
Lösung:
Datenschutzprobleme, Vertrauensverlust, Vernachlässigung der emotionalen
Kundenbindung.