Schwerpunkte:
1. Heterogenität
2. Unterrichtsqualität
3. Inklusion
4. O;ener Unterricht
5. Ganztagsschule
6. Übergänge
7. Leistung & Leistungsbeurteilung
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,2
,I. Definitionen & Dimensionen
Begri*sklärung
Definition:
Heterogenität beschreibt die Vielfalt von Merkmalen & Fähigkeiten innerhalb ei-
ner Gruppe, die sowohl soziokult. Merkmale wie ethn. Zugehörigkeit, Geschlecht
& sozioöko. Hintergrund als auch fähigkeitsspez. Ausprägungen wie Motivation,
Selbstkonzept, Vorwissen & Schulleistung umfassen (Liebers 2023)
Heterogenität bezeichnet in der Pädagogik die Unterschiedlichkeit von SuS inner-
halb einer Lerngruppe. Dabei werden Merkmale betrachtet, die für den Lernerfolg
wichtig sind, z.B. Alter, Geschlecht, soz. Herkunft oder Vorwissen (Sturm 2013)
• Gründung der GS 1919 à seitdem „Schule für alle Kinder“ & so eng mit dem
Thema „Umgang mit Heterogenität“ verbunden
• In GS: im Vergleich aller Schularten die größte Heterogenität, da fast alle Kinder
eines Jahrgangs eingeschult werden (Dühlmeier 2019)
• Auslöser für aktuelle Heterogenitätsdebatte: Verö*entlichung der Ergebnisse von
PISA 2001 à DE schneidet schlecht ab, die Schulen scheitern & sind „Spitzenrei-
ter in der Produktion von Schulscheitern“ (Tillmann 2008)
• Thematisierung von Heterogenität & die Forderung nach einem produktiven Um-
gang mit Heterogenität ist eng mit der Leitidee der Bildungsgerechtigkeit verbun-
den
• Heterogenität als Konstrukt, das relativ (immer auf einen Maßstab bezogen), sub-
jektiv hergestellt (auf zugeschriebenen Eigenschaften beruhend), zeitlich be-
grenzt (bis zu einer Änderung des Maßstabs) & parallel zur Homogenität ist (Wen-
ning 2007)
Heterogenität im Klassenzimmer
• Facetten von Heterogenität im Klassenzimmer … (Speck-Hamdan 2014)
- Alter
- Lerndisposition
- spr. Fähigkeiten
- Religionszugehörigkeit
- Special-needs
• Dimensionen von Heterogenität (Wellenreuther 2002)
- Geschlecht
» unterschiedliche Erwartungen an Jungs & Mädchen
» Jungs besser in Mathe/Mädchen besser im Lesen (PISA)
» schlechte Leistung wird unterschiedlich erklärt – Jungs fehlende Moti-
vation/Mädchen fehlende Begabung (Richter 1996)
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, - Herkunft
» SuS mit MIHI zeigen stets schlechtere Leistungen & sind oft in Mittel- &
Sonderschulen vertreten (Haag et al. 2012)
» Abbau der Sprachbarrieren & Wertschätzung anderer Herkunft würde
Chancen der SuS verbessern (IGLU 2001)
- Intelligenz
» SuS mit Beeinträchtigung erzielen in Regelschulen höhere Erfolge,
auch normale SuS haben durch Inklusion keine Nachteile (Wocken
2007)
» ca. 2% der GS-Kinder sind hochbegabt
- Lernvoraussetzungen
» sind Bedingungen, die SuS in ihrer Entwicklung fördern oder hemmen
(Seibert 1996)
» ist Grundlage für Di*erenzierung
» betri*t Kognition, Sprache, Emotion, Motivation & ind. Fähigkeiten
• Systemische Ungleichheiten sind dabei besonders problematisch (Bude 2013)
- verursacht durch externe Bedingungen
- schränken bestimmte Kinder in ihrem Bildungserfolg deutlich ein
- Bsp.: Sprachschwierigkeiten, niedriger sozioöko. Status der Eltern à & daraus
folgend geringe Vorkenntnisse der Kinder
• Von systemischer Benachteiligung sind häufig Kinder mit MIHI betro*en
• MIHI haben Menschen, die selbst oder von denen ein Elternteil nicht in DE gebo-
ren wurde (SBA 2023)
• In DE hat fast die Hälfte der Kinder < 6 Jahren einen MIHI (Bildungsbericht 2022)
Extremformen
• Lernschwierigkeiten
- Leistungsverhalten unterhalb tolerierbarer Abweichungen einer Bezugsnorm,
z.B. BS (Weinert/Zielinski 1997)
- oft Mängel im strategischen Vorgehen (fehlende Metakognition), die päd.
beinflussbar sind
- müssen immer im Kontext betrachtet werden
- Reaktion darauf mit Individualisierung, die die Stärken der SuS hervorhebt
• Hochbegabung
- Hochbegabte = Menschen mit IQ >130 (Stangl 2022)
- Hochbegabung lässt sich durch die hohe Ausprägung von überdurchschnittli-
cher Begabung, hoher Aufgabenmotivation & hoher Kreativität erkennen
à 3-Ringe-Modell (Renzuli 1992)
- Identifikation durch formelle & informelle Verfahren, oft über allg. Intelligenz
- Förderung durch Akzeleration (verkürzte Schulzeit), Enrichment (Begabungs-
& Interessensförderung) & äußere Di*erenzierung (Spezialschulen)
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