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Zusammenfassung

Staatsexamen Zusammenfassung - Physische Geographie

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Diese Zusammenfassung behandelt alle Ökozonen der Erde mit ihren wichtigsten Inhalten. Ökozonen sind ein sehr häufiges Thema im Staatsexamen Physische Geographie, vertieft und nicht vertieft. Auch im Herbst 25 waren sie ein Thema. Mit dieser Zusammenfassung ist das ganze Teilgebiet großflächig abgedeckt.

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Ökozonen der Erde


Inhaltsverzeichnis
Polare/subpolare Zone
Boreale Zone
Feuchte Mittelbreiten
Trockene Mittelbreiten
Winterfeuchte Subtropen
Immerfeuchte Subtropen
Tropische/subtropische Trockengebiete
Wechselfeuchte Tropen
Immerfeuchte Tropen




1

, Ökozonen der Erde


POLARE/SUBPOLARE ZONE
1. Verbreitung
• Bipolare Verbreitung
• Im Festlandsbereich endet sie äquatorwärts an den polaren Baumgrenzen
• Fast alle Teilgebiete liegen in der kontinuierlichen Permafrostzone
• 2/3 der Zone liegen in der Antarktis, 1/3 in der Arktis
• Ca. 3/4 der Gesamtfläche sind ständig mit Eis bedeckt & gehören somit zu den
polaren Eiswüsten
• Das arktische Teilgebiet ist jedoch größtenteils (gletscher-)eisfrei
• Die Grenze zwischen eisbedeckten & eisfreien Gebieten folgt meist der klimati-
schen Schneegrenze: polwärts von ihr fällt im Mittel vieler Jahre mehr Schnee als
im Sommer abschmilzt, äquatorwärts schmilzt der Schnee hingegen normaler-
weise in jedem Sommer weg
• Eisfreie Gebiete können in Frostschuttzone & Tundrenzone unterteilt werden
• Polares Eisklima à Wasser kommt fast ausschließlich in fester Form vor
• Periglazialer Bereich à jahreszeitlicher Wechsel zwischen Bodeneis & Boden-
wasser (in oberflächennahen Bodenschichten) bzw. zwischen Schneefall & Re-
gen
• Der Dauerfrostboden besitzt somit eine mehr oder weniger tiefreichende som-
merliche Auftauschicht
• Mit den Frostwechseln folgen geomorphologische Prozesse, die zu charakteristi-
schen Oberflächenformen führen


2. Klima
Lufttemperatur
• Tundrenzone
- Temperatur im wärmsten Monat à durchschnittlich 6-10 °C
- Während max. 3-4 Monaten halten sich die Temperaturen über 5 °C
• Frostschuttzone
- Polwärts sinken die höchsten Monatsmittel spätestens mit Erreichen der
Frostschuttzone unter 6 °C
• Polare Wüste
- Mit Erreichen der polaren Wüsten (kältester Bereich der Frostschuttzone) sin-
ken die höchsten Monatsmittel unter 2 °C




2

, Ökozonen der Erde


• Winterliche Abkühlung: in subpolar-ozeanischen Teilgebieten gering, nimmt aber
pol- & kontinentalwärts zu
• Die tageszeitlichen Temperaturunterschiede sind überall & ganzjährlich gering


Tageslängen
• Mit Annäherung an die Pole heben sich die tageszeitlichen Beleuchtungsunter-
schiede auf (anstelle Tag-/Nachtwechsels tritt der halbjährliche Wechsel von Po-
larnacht zu Polartag) à thermisches & solares Jahreszeitenklima


Niederschlag
• Die jährlichen Niederschläge bleiben wegen geringer Ergiebigkeit, normalerweise
unter 200mm (an küstennahen Vorkommen unter 300mm)
• Somit ist die winterliche Schneedecke, obwohl der größte Teil der Niederschläge
als Schnee fällt, nur 20-30cm mächtig


Jährlicher Temperaturgang im Boden & in der bodennahen Luftschicht
• Im Winter schützt der Schnee die Pflanzen & den Boden vor tiefer Abkühlung; an-
dererseits verhindert der Schnee im Frühjahr, dass es im Boden zu einem Tempe-
raturanstieg kommt
• Erst nach der Schneeschmelze (Schnee-Ablation) kehren sich diese Verhältnisse
wieder ins Positive: die nun direkt auf die Bodenoberfläche trefende Sonnen-
strahlung führt dort zu einer Erwärmung, die deutlich über die der Luftschichten
hinausgeht à Auftauen des Bodens & Beginn der Vegetationsperiode
• Die Dauer der Vegetationsperiode variiert: bei örtlichen Schneemächtigkeiten
von mehreren Metern (kurz); bei fast schneefreier Oberfläche (mehrere Wochen)
• Die Temperaturen des bodennahen Bereiches bleiben im Sommer & bis zum
Herbstanfang über dem Gefrierpunkt à bereits in -1m Höhe sind jedoch bereits
minusgrade
• Das erneute Gefrieren des Bodens beginnt von der Oberfläche her, der Unterbo-
den bleibt noch für längere Zeit ungefroren
• Mit Fortschreiten der Gefrierfront baut sich Druck zwischen der gefrorenen Bo-
denoberfläche & der Permafrosttafel auf, die zu Frostaufbrüchen führen können


3. Relief & Gewässer in den Periglazialgebieten
Abtragung durch fließendes Wasser
• Es dominieren linienhafte fluviale Prozesse (Erosion) & flächenhafte Hangabtra-
gungsprozesse (Spüldenudation) à denn sehr hohe Niederschlagsanteile gehen
in den Abfluss & die Abflussspenden treten stoßweise auf


3

, Ökozonen der Erde


• 80-90% des gesamten Abflusses fallen innerhalb von 2-3 Wochen an, wenn im
Sommer der Schnee schmilzt & ein Großteil des Schmelzwassers auf dem dann
noch bis fast zur Oberfläche gefrorenen & undurchlässigen Boden flächenhaft zu
den Flüssen abfließt
• Dabei wird viel Feinmaterial abgetragen, wenn die oberste Bodenschicht aus der
aufgefroren ist
• In den Flüssen kommt es in dieser Zeit kurzfristig zu mächtigen Hochwassern &
durch mitgeführte Eisschollen kommt es zu erheblichen erosiven Leistungen


Frostdynamische Prozesse & ihre Formen
• Auslöser: Volumenänderung beim Gefrieren & Auftauen des Wassers im Boden &
Gestein
• Frostschutt
- Frostsprengung kann mächtige Gesteinsblöcke zerlegen & Gesteinsscherben
von Felsen ablösen
- Der so entstehende scharfkantige Frostschutt tritt v.a. in den polaren Wüsten
& den nördlichsten Gebieten der hocharktischen Tundren auf à als Frost-
schuttfelder auf flachem Gelände oder als Frostschutthalden am Fuß von
steilen Hängen oder Felswänden
• Frostmusterböden
- Räumliche Bodenmuster auf flachem oder schwach geneigtem, vegetations-
armem Gelände
- Gehen zurück auf vertikale & horizontale Materialsortierung in ursprünglich
gemischtem Material
- An der Bodenoberfläche kommen Steinringe, Steinpolygone, Steininseln, Fei-
nerdeinseln, Steinstreifen oder Feinerdestreifen vor
- Steinringe & -polygone fügen sich oft zu ausgedehnten Steinnetzen zusam-
men
• Eiskeile
- Bilden sich nach & nach in Frostspalten, die durch Tiefrost-Kontraktion ent-
stehen & den Permafrostboden in polygonale Netze zerlegen
- Die eingerahmten Polygonfelder & die Furchen über den Eiskeilen füllen sich
meist flach mit Wasser
• Thufure
- Aufrierhügel (max. 0,5m)
- Treten oft in dichter Scharung auf, tragen eine geschlossene Vegetationsbe-
deckung, sind v.a. aus feinem Material & besitzen keinen dauerhaft gefrore-
nen Kern aus Bodeneis



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