Einsendeaufgabe
Differentielle Psychologie II -Persönlichkeitstheorien
Aufgabe 1
Nennen Sie vier self-serving-Strategien, die häufig zum Schutz/ zur Erhöhung des eigenen
Selbstkonzepts angewandt werden.
Beschreiben Sie für jede der Strategien ein konkretes Beispiel einer Person X, die die jeweilige
Strategie anwendet, um ihr Selbstkonzept „Ich bin ein guter Tennisspieler.“ zu bewahren bzw. zu
steigern. Nennen Sie zwei mögliche Gefahren, die bestehen, wenn solche Strategien häufig
eingesetzt werden!
Im Folgenden werde ich erst die vier self-serving-Strategien nennen und erklären und im Anschluss
ein Beispiel bringen. Auf die Gefahren werde ich am Ende eingehen.
1) Self-handicapping – ist eine Strategie, bei welcher sich eine Person ein Handicap zulegt, wie
etwa ein schmerzendes Knie beim Tennis, das nach erbrachter Leistung für den möglichen Misserfolg
verantwortlich gemacht wird, oder einen möglichen Erfolg noch aufwertet. Also wäre Person X auch
nach einem Misserfolg noch ein guter Tennisspieler.
2) Self-serving attributions – bedeutet eigene Leistungserfolge auf interne Faktoren, wie hartes
Tennistraining und große Anstrengung, Misserfolge dagegen auf externe Faktoren, wie Pech oder
einen unfairen Gegner, zurück zu führen. Es wird nicht daran gezweifelt ob Person X ein guter
Tennisspieler ist, weil der Misserfolg nicht auf die eigene Person, also das eigene Können
zurückgeführt wird.
3) Better-than-average effect – Dieser Effekt tritt bei der Selbstbeurteilung auf, dies zeigt sich
durch stetige Überbewertung der eigenen Fähigkeiten gegenüber anderen Personen. Wenn
Personen sich gegenüber anderen beschreiben sollen wird oftmals ein realistischeres Bild vermittelt.
Somit ist der Better-than-Average-Effekt ein Phänomen der Selbstüberschätzung. Person X hält sich
also z.B. für einen guten Tennisspieler, wegen seines phantastischen Aufschlags den kaum ein Gegner
erwidern kann.
4) Der vierte Effekt bezieht sich auf das Verhalten im sozialen Vergleich, es wird sich in Bezug
auf eine Fähigkeit mit Personen verglichen, welche in dieser Fähigkeit schlechter sind. Person X
vergleicht seinen Aufschlag also nur mit Leuten bei welchen er einen schlechteren Aufschlag
beobachtet hat während des Trainings.
, Zwei mögliche Gefahren, bei zu häufigem Anwenden dieser Strategien sind der Verlust bzw. die
Verzerrung des Selbstkonzepts, durch den Wunsch nach einem hohen Selbstwertgefühl als Motiv bei
der Suche und Verarbeitung selbstbezogener Informationen. Ebenso der Verlust bzw. die Verzerrung
Differentielle Psychologie II -Persönlichkeitstheorien
Aufgabe 1
Nennen Sie vier self-serving-Strategien, die häufig zum Schutz/ zur Erhöhung des eigenen
Selbstkonzepts angewandt werden.
Beschreiben Sie für jede der Strategien ein konkretes Beispiel einer Person X, die die jeweilige
Strategie anwendet, um ihr Selbstkonzept „Ich bin ein guter Tennisspieler.“ zu bewahren bzw. zu
steigern. Nennen Sie zwei mögliche Gefahren, die bestehen, wenn solche Strategien häufig
eingesetzt werden!
Im Folgenden werde ich erst die vier self-serving-Strategien nennen und erklären und im Anschluss
ein Beispiel bringen. Auf die Gefahren werde ich am Ende eingehen.
1) Self-handicapping – ist eine Strategie, bei welcher sich eine Person ein Handicap zulegt, wie
etwa ein schmerzendes Knie beim Tennis, das nach erbrachter Leistung für den möglichen Misserfolg
verantwortlich gemacht wird, oder einen möglichen Erfolg noch aufwertet. Also wäre Person X auch
nach einem Misserfolg noch ein guter Tennisspieler.
2) Self-serving attributions – bedeutet eigene Leistungserfolge auf interne Faktoren, wie hartes
Tennistraining und große Anstrengung, Misserfolge dagegen auf externe Faktoren, wie Pech oder
einen unfairen Gegner, zurück zu führen. Es wird nicht daran gezweifelt ob Person X ein guter
Tennisspieler ist, weil der Misserfolg nicht auf die eigene Person, also das eigene Können
zurückgeführt wird.
3) Better-than-average effect – Dieser Effekt tritt bei der Selbstbeurteilung auf, dies zeigt sich
durch stetige Überbewertung der eigenen Fähigkeiten gegenüber anderen Personen. Wenn
Personen sich gegenüber anderen beschreiben sollen wird oftmals ein realistischeres Bild vermittelt.
Somit ist der Better-than-Average-Effekt ein Phänomen der Selbstüberschätzung. Person X hält sich
also z.B. für einen guten Tennisspieler, wegen seines phantastischen Aufschlags den kaum ein Gegner
erwidern kann.
4) Der vierte Effekt bezieht sich auf das Verhalten im sozialen Vergleich, es wird sich in Bezug
auf eine Fähigkeit mit Personen verglichen, welche in dieser Fähigkeit schlechter sind. Person X
vergleicht seinen Aufschlag also nur mit Leuten bei welchen er einen schlechteren Aufschlag
beobachtet hat während des Trainings.
, Zwei mögliche Gefahren, bei zu häufigem Anwenden dieser Strategien sind der Verlust bzw. die
Verzerrung des Selbstkonzepts, durch den Wunsch nach einem hohen Selbstwertgefühl als Motiv bei
der Suche und Verarbeitung selbstbezogener Informationen. Ebenso der Verlust bzw. die Verzerrung