Einsendeaufgabe
Differentielle Psychologie I – Theoretische Ansätze
Aufgabe 1
Formulieren Sie ausgehend von den zentralen Annahmen folgender Theorien, inwieweit Eltern durch
ihr Verhalten ihre Kinder in der frühen Kindheit bis zum Schuleintritt bei der Entwicklung einer
stabilen und gesunden Persönlichkeit unterstützen können.
a) Die Individualpsychologie von Alfred Adler
b) Die Selbstpsychologie von Heinz Kohut
c) Die Bindungstheorie von John Bowlby
Nennen Sie zu jeder Theorie mindestens eine konkrete Verhaltensregel für die Eltern im familiären
Alltag, veranschaulicht durch je ein Beispiel.
a) Alfred Adler wies die Bedeutung des Lustprinzips von Freud zurück. Er glaubte, dass alle
Menschen von Geburt an hilflos und abhängig sind, sowie auch starke Minderwertigkeitsgefühle
erleben. Das Leben wäre von der Überwindung dieser Probleme bestimmt und man versucht immer
eine Gleichwertigkeit zu erreichen. Die Menschen bilden ihren Lebensstil und Persönlichkeit auf der
Grundlage das Gefühl der Minderwertigkeit zu überwinden. Eltern sollten bei ihrer Erziehung weder
zu streng, noch zu verwöhnend sein, um dem Kind kein Gefühl der Minderwertigkeit zu geben, oder
es vor allen Problemen zu bewahren.
Angenommen die Eltern haben ihrem Kind mehrfach erklärt, dass es nicht an einen Schrank darf und
es trotzdem versucht etwas heraus zu nehmen und daraufhin etwas kaputt geht ist es wichtig nicht
einfach zu bestrafen, sondern versuchen Einsicht des Kindes zu fördern.
, b) Heinz Kohut fügte dem Modell Freunds, bestehend aus den Instanzen Ich, Es und Über-Ich,
noch das Selbst hinzu. Alle Menschen würden seiner Meinung nach als erstes vom primären
Narzissmus geprägt werden, weil der Säugling gegenüber seiner Mutter ein Gefühl der
Machtausübung erlebt, weil sich die Mutter im besten Fall sofort um alle Bedürfnisse des Säuglings
kümmert. Er verstand Narzissmus, deshalb nicht als Krankheit sondern als etwas Angeborenes und
als einen normalen Teil der Entwicklung. Für das Kind lässt sich der Narzissmus in zwei Teilen sehen,
Differentielle Psychologie I – Theoretische Ansätze
Aufgabe 1
Formulieren Sie ausgehend von den zentralen Annahmen folgender Theorien, inwieweit Eltern durch
ihr Verhalten ihre Kinder in der frühen Kindheit bis zum Schuleintritt bei der Entwicklung einer
stabilen und gesunden Persönlichkeit unterstützen können.
a) Die Individualpsychologie von Alfred Adler
b) Die Selbstpsychologie von Heinz Kohut
c) Die Bindungstheorie von John Bowlby
Nennen Sie zu jeder Theorie mindestens eine konkrete Verhaltensregel für die Eltern im familiären
Alltag, veranschaulicht durch je ein Beispiel.
a) Alfred Adler wies die Bedeutung des Lustprinzips von Freud zurück. Er glaubte, dass alle
Menschen von Geburt an hilflos und abhängig sind, sowie auch starke Minderwertigkeitsgefühle
erleben. Das Leben wäre von der Überwindung dieser Probleme bestimmt und man versucht immer
eine Gleichwertigkeit zu erreichen. Die Menschen bilden ihren Lebensstil und Persönlichkeit auf der
Grundlage das Gefühl der Minderwertigkeit zu überwinden. Eltern sollten bei ihrer Erziehung weder
zu streng, noch zu verwöhnend sein, um dem Kind kein Gefühl der Minderwertigkeit zu geben, oder
es vor allen Problemen zu bewahren.
Angenommen die Eltern haben ihrem Kind mehrfach erklärt, dass es nicht an einen Schrank darf und
es trotzdem versucht etwas heraus zu nehmen und daraufhin etwas kaputt geht ist es wichtig nicht
einfach zu bestrafen, sondern versuchen Einsicht des Kindes zu fördern.
, b) Heinz Kohut fügte dem Modell Freunds, bestehend aus den Instanzen Ich, Es und Über-Ich,
noch das Selbst hinzu. Alle Menschen würden seiner Meinung nach als erstes vom primären
Narzissmus geprägt werden, weil der Säugling gegenüber seiner Mutter ein Gefühl der
Machtausübung erlebt, weil sich die Mutter im besten Fall sofort um alle Bedürfnisse des Säuglings
kümmert. Er verstand Narzissmus, deshalb nicht als Krankheit sondern als etwas Angeborenes und
als einen normalen Teil der Entwicklung. Für das Kind lässt sich der Narzissmus in zwei Teilen sehen,