Pflege bei Parkinson Exkurs: Aufbau Nervenzelle u. Informationsweiterleitung
• Viele Milliarden Nervenzellen
1. Epidemiologie: • Stehen durch ein Netzwerk an Nervenfasern in enger Verbindung
• Nach britischen Arzt James Parkinson benannt • Enden der Nervenfasern dienen als Informationsübermittlung
(1817) • Zwischen den Enden der Nervenfasern und den angrenzenden Nervenzellen liegt der
• „Schüttellähmung" synaptische Spalt
• Seltene Erkrankung - in D ca. 350.000 Menschen • Informationen werden mit Hilfe von Botenstoffen (Neurotransmitter) übertragen
• Bei 40-60 jährigen nur ca. 0,1-0,2% betroffen • In Substantia nigra ist das vor allem Dopamin, Acetylcholin und Glutamat
• Über 70 jährigen 1,5-2,0% betroffen • Werden von Nervenenden ausgeschüttet, an Kontaktstellen (Rezeptoren) auf der
• Männer erkranken häufiger als Frauen gegenüberliegenden Seite aufgenommen und weitergeleitet
• Leichtere Verläufe häufiger als schwere
Verlaufsformen Präsynaptisches Neuron
• Nicht lebensbedrohliche Erkrankung
2. Pathophysiologie
• Neurodegenerative Erkrankung
• Absterben von Nervenzellen in kleinen Teil des
Hirnstamms —> Substantia nigra
• Bereich wichtig für Koordinierung und Steuerung
Postsynaptisches Neuron
von Bewegungen
• Ursache dafür bislang unbekannt
3. Ursache
• für korrektes Ausführen von Bewegungen, müssen die drei Neurotransmitter in einem
ausgewogenen Verhältnis zueinander vorhanden sein
• bei Morbus Parkinson entsteht ein Ungleichgewicht
Idiopathisches Parkinson- Symptomatisches Atypisches • Hauptsächlich Dopaminausschüttende Neuronen sterben ab
Syndrom (bis zu 75%) Parkinson-Syndrom Parkinson-Syndrom • Dadurch überwiegen Acetylcholin und Glutamat
• Es kommt zu Störungen u.a. In der Bewegungsausführung —> Auslöser für Mb.
Bezeichnung: Bezeichnung: Bezeichnung: Parkinson
Morbus Parkinson, Sekundäres Parkinson- Parkinson-Plus Syndrom • Gehirn passt sich anfangs noch stark an —> typische Symptome treten erst auf, wenn
Primäres Syndrom bereits 50% der Neuronen abgestorben sind
Parkinson-Syndrom
Ursachen: Ursachen: Ursachen:
Ohne bekannte Ursachen, Unter anderem: Systemübergreifende
v.a. Absterben der • Durchblutungsstörungen Erkrankungen des Gehirns
Nervenzellen in der im Gehirn wie
substantia nigra im • Hirntumor • Multi-System-Atrophie
Mittelhirn • Medi. • Progressive Supranukleäre
• Psychogene Störungen Parese
•Lewy-Körperchen-Demenz
•Kortikobasale
Degeneration
, 4. Stadien- Einteilung Posturale Reflexe, Stellrefelxe
• Geh- u. Haltungsstörung
• Beim Gehen schwingen die Arme ø mehr mit
• Gang wird langsamer, kleinschrittig und schlurfend
• Sturzrisiko steigt enorm!
• Im fortgeschrittenem Stadium kann es zum „freezing“ kommen
Weitere Symptome
• Veränderung der Minik u. Stimme (leise/ monoton)
• Veränderung des Schriftbilds
• psychische Störungen (Demenz, Depressionen)
• Schlafstörungen
• Bewegungsstörungen (Dystonien)
• Vegetative Symptome
- Verdauungstörungen
- Störungen der Sexualfunktion
- Kreislaufstörung
- Verstärktes Schwitzen
- Fettige Haut
5. Symptome - Funktionsstörungen beim Wasserlassen
Parkinson - Trias
6. Diagnostik
Tremor Rigor Bradykinese u. Akinese > durch schleichenden Beginn, meist erst späte Diagnosestellung
• ,,Zitterkrankheit“ • „Muskelsteifheit“ • langsame Bewegung > Immer noch kein konkretes Mittel, wie Labor- oder Bluttest, zur sicheren
• erstes Anzeichen der • erhöhter Muskeltonus u. u. Unbeweglichkeit Diagnosestellung
Erkrankung Muskelsteifheit • Wichtigstes Hauptsymp. > Hauptsächlich durch Symptomatik diagnostiziert
• ø Kontrolle • anfangs = wie eine • Beginn der Erkrankung —> Anamnese, körperliche/ klinsiche Untersuchung
• Muskelgruppen ziehen schmerzhafte = Bewegungen weniger
sich zusammen, meist Verspannung geschmeidig, oft einseitig > L-Dopa-Test
einseitig (Hände, Arme, • Verwegslungsgefahr mit • Rasche, flüssige Bew. • bei Verdacht gibt man dem Patienten teilweise das Medikament L-Dopa
Füße) Rheuma o. orthop. funktionieren ø mehr gut - dieses wird verstoffwechselt u. erhöhen so den Dopaminspiegel
• verschwindet bei gezielten Beschwerden —> erscheinen fremdartig —> Verbesserung der Symptomatik
Bewegung, kommt in • Gefühl das Muskel zu gehemmt
Ruhe Kurz o. Innerlich • später mehr gehemmt = > SPECT-CT-Bildgebungsprogrammen
• Ruhetremor angespannt ist Schwierigkeiten beim = Single-Photon-Emissionscomputertomographie (SPECT)
• Aktionstremor • Schmerzmittel ø aufstehen (Bett/ von • eine nuklearmedizinische Untersuchung
• unangenehm ( An- Linderung —> einem Stuhl zum • eine radioaktiv markierte Substanz – ein sogenannter Tracer – wird verabreicht
Spannung/ Aufregung Parkinsonmedi. bringen anderen) —> lagert sich an Dopamin an
verstärkt) schnelle Linderung • in Kombi. mit Rigor • Verteilung der Substanz im Körper wird anschließend gemessen im CT
• meist soziale Isolation • Rückartige Bewegung ensteht typische • Basis der SPECT ist die Szintigraphie
= „Zahnradphänomen“ Körperhaltung • es können Stoffwechselvorgänge dreidimensional dargestellt werden
• eingeschränkte Mimik —> Aktivitästminderung der Substantia nigra
(Hypomimie) • frühe Diagnosestellung
• Viele Milliarden Nervenzellen
1. Epidemiologie: • Stehen durch ein Netzwerk an Nervenfasern in enger Verbindung
• Nach britischen Arzt James Parkinson benannt • Enden der Nervenfasern dienen als Informationsübermittlung
(1817) • Zwischen den Enden der Nervenfasern und den angrenzenden Nervenzellen liegt der
• „Schüttellähmung" synaptische Spalt
• Seltene Erkrankung - in D ca. 350.000 Menschen • Informationen werden mit Hilfe von Botenstoffen (Neurotransmitter) übertragen
• Bei 40-60 jährigen nur ca. 0,1-0,2% betroffen • In Substantia nigra ist das vor allem Dopamin, Acetylcholin und Glutamat
• Über 70 jährigen 1,5-2,0% betroffen • Werden von Nervenenden ausgeschüttet, an Kontaktstellen (Rezeptoren) auf der
• Männer erkranken häufiger als Frauen gegenüberliegenden Seite aufgenommen und weitergeleitet
• Leichtere Verläufe häufiger als schwere
Verlaufsformen Präsynaptisches Neuron
• Nicht lebensbedrohliche Erkrankung
2. Pathophysiologie
• Neurodegenerative Erkrankung
• Absterben von Nervenzellen in kleinen Teil des
Hirnstamms —> Substantia nigra
• Bereich wichtig für Koordinierung und Steuerung
Postsynaptisches Neuron
von Bewegungen
• Ursache dafür bislang unbekannt
3. Ursache
• für korrektes Ausführen von Bewegungen, müssen die drei Neurotransmitter in einem
ausgewogenen Verhältnis zueinander vorhanden sein
• bei Morbus Parkinson entsteht ein Ungleichgewicht
Idiopathisches Parkinson- Symptomatisches Atypisches • Hauptsächlich Dopaminausschüttende Neuronen sterben ab
Syndrom (bis zu 75%) Parkinson-Syndrom Parkinson-Syndrom • Dadurch überwiegen Acetylcholin und Glutamat
• Es kommt zu Störungen u.a. In der Bewegungsausführung —> Auslöser für Mb.
Bezeichnung: Bezeichnung: Bezeichnung: Parkinson
Morbus Parkinson, Sekundäres Parkinson- Parkinson-Plus Syndrom • Gehirn passt sich anfangs noch stark an —> typische Symptome treten erst auf, wenn
Primäres Syndrom bereits 50% der Neuronen abgestorben sind
Parkinson-Syndrom
Ursachen: Ursachen: Ursachen:
Ohne bekannte Ursachen, Unter anderem: Systemübergreifende
v.a. Absterben der • Durchblutungsstörungen Erkrankungen des Gehirns
Nervenzellen in der im Gehirn wie
substantia nigra im • Hirntumor • Multi-System-Atrophie
Mittelhirn • Medi. • Progressive Supranukleäre
• Psychogene Störungen Parese
•Lewy-Körperchen-Demenz
•Kortikobasale
Degeneration
, 4. Stadien- Einteilung Posturale Reflexe, Stellrefelxe
• Geh- u. Haltungsstörung
• Beim Gehen schwingen die Arme ø mehr mit
• Gang wird langsamer, kleinschrittig und schlurfend
• Sturzrisiko steigt enorm!
• Im fortgeschrittenem Stadium kann es zum „freezing“ kommen
Weitere Symptome
• Veränderung der Minik u. Stimme (leise/ monoton)
• Veränderung des Schriftbilds
• psychische Störungen (Demenz, Depressionen)
• Schlafstörungen
• Bewegungsstörungen (Dystonien)
• Vegetative Symptome
- Verdauungstörungen
- Störungen der Sexualfunktion
- Kreislaufstörung
- Verstärktes Schwitzen
- Fettige Haut
5. Symptome - Funktionsstörungen beim Wasserlassen
Parkinson - Trias
6. Diagnostik
Tremor Rigor Bradykinese u. Akinese > durch schleichenden Beginn, meist erst späte Diagnosestellung
• ,,Zitterkrankheit“ • „Muskelsteifheit“ • langsame Bewegung > Immer noch kein konkretes Mittel, wie Labor- oder Bluttest, zur sicheren
• erstes Anzeichen der • erhöhter Muskeltonus u. u. Unbeweglichkeit Diagnosestellung
Erkrankung Muskelsteifheit • Wichtigstes Hauptsymp. > Hauptsächlich durch Symptomatik diagnostiziert
• ø Kontrolle • anfangs = wie eine • Beginn der Erkrankung —> Anamnese, körperliche/ klinsiche Untersuchung
• Muskelgruppen ziehen schmerzhafte = Bewegungen weniger
sich zusammen, meist Verspannung geschmeidig, oft einseitig > L-Dopa-Test
einseitig (Hände, Arme, • Verwegslungsgefahr mit • Rasche, flüssige Bew. • bei Verdacht gibt man dem Patienten teilweise das Medikament L-Dopa
Füße) Rheuma o. orthop. funktionieren ø mehr gut - dieses wird verstoffwechselt u. erhöhen so den Dopaminspiegel
• verschwindet bei gezielten Beschwerden —> erscheinen fremdartig —> Verbesserung der Symptomatik
Bewegung, kommt in • Gefühl das Muskel zu gehemmt
Ruhe Kurz o. Innerlich • später mehr gehemmt = > SPECT-CT-Bildgebungsprogrammen
• Ruhetremor angespannt ist Schwierigkeiten beim = Single-Photon-Emissionscomputertomographie (SPECT)
• Aktionstremor • Schmerzmittel ø aufstehen (Bett/ von • eine nuklearmedizinische Untersuchung
• unangenehm ( An- Linderung —> einem Stuhl zum • eine radioaktiv markierte Substanz – ein sogenannter Tracer – wird verabreicht
Spannung/ Aufregung Parkinsonmedi. bringen anderen) —> lagert sich an Dopamin an
verstärkt) schnelle Linderung • in Kombi. mit Rigor • Verteilung der Substanz im Körper wird anschließend gemessen im CT
• meist soziale Isolation • Rückartige Bewegung ensteht typische • Basis der SPECT ist die Szintigraphie
= „Zahnradphänomen“ Körperhaltung • es können Stoffwechselvorgänge dreidimensional dargestellt werden
• eingeschränkte Mimik —> Aktivitästminderung der Substantia nigra
(Hypomimie) • frühe Diagnosestellung