Vorlesung 4 – Literalität als schulisches Bildungsideal II – Feilke, Helmuth
Literalität II – Feilke
Literalität setzt (…) literacy voraus, ist aber mehr als die bloße
Möglichkeit, sich schriftlich mitzuteilen (S.5)
- Literacy = Alphabetisierung
In der Lage sein schreiben und lesen zu können
Kulturaspekt
- man unterscheidet literale von oraler Kultur
- Orale Kulturen: Schriftsystem vorhanden, nicht weit verbreitet + wird schulisch NICHT gelehrt (nur bei Sitten,
Gebräuchen eingesetzt)
- Erwerb der Kultur über Sozialisation
LIteracy vs. Literalität
- Literacy (basales Konzept von PISA) vs. Literalität (ausgebaute Form von literacy, baut darauf auf und
bedeutet noch mehr)
Textinstitutionen
- Lebt man in literaler Kultur = genuin schriftbasiert z.B. die Schule
- Gesellschaften mit ausgebauter Schriftkultur = leistungsstärker
- Wissen kann man dauerhaft speichern
- Selbstgesteuertes Interesse um sich Wissen anzueignen
Textkanon und Textkritik
- Was soll in der Schule gelesen werden?
- Mehr/weniger expliziter Textkanon
- Wo sind zentrale Werte festgehalten?
Z.B. GG ist kanonisch
Biblische Texte/Koran für religiöse Familien für diese Textkanon
- Texte haben bestimmte Autorität (religiöse Texte)
- Auch wissenschaftliche Texte verströmen Autorität
- Reflexionsmedium Schrift
- Texte soll man kritisieren und reflektieren können (nicht alle sind „Gottwahrheiten“
- Ich kann nur richtig reflektieren über etwas, das mir schriftlich vorliegt
- Gesprochenes Wort wird eher unreflektiert gelassen zu viel Input
, Lernen aus und mit Texten
- Jedes Subjekt kann sich nach eigenen Interessen und Vorstellungen Wissen aneignen
Literale Werte, Normen, Verhaltensstandards
- Autorenschaft durch Schriftkultur
- Literaler Wert = Quellen angeben, kenntlich machen, dass wir andere Texte verwendet haben
- Literale Norm = in Bib schweigen, nicht zu laut sein
Literale Praktiken
- Lernt man in der Schule
- Umgang mit Texten
- Produktiv: Lernen einen Text zu planen, zu formulieren
- Überarbeitungstechniken
- Rezeptiv mit Text umgehen
- Marginal arbeiten am Rand Notizen machen
Domänentypische Literalität
- Je nach Beruf verschiedene Textsorten kennenlernen
Andere literale Praktiken angewöhnen
- Literale Entwicklung geht nach Schule weiter
- Bestimmte Leseverstehensmethoden anwenden
- Nicht eine Zielperspektive wie bei Hurrelmann Feilke = lebenslanges Lernen
Literale Handlungsmodelle
- Man muss positiv gesetzte Handlungsmodelle für SuS darstellen
Schreiben ist nicht nur anstrengend/Arbeit
Wertschätzung für Literatur vorleben als LPS nicht stattdessen Netflix vorschlagen = Wertschätzung
Genuss, Begeisterung für Texte
Positives Rollenmodell
Positive Rollenbilder aus Elternhaus zur Literatur
- Anschlusskommunikation zu Hause, bei Peers oder zumindest bei der LPS
Handlungsaspekt
- Bis 1980 war schreiben und lesen nur Textreproduktion
- Danach: Schreiben ist ein Problemlösungsprozess
- Shift in perspective
- 2 Formen der sprachlichen Verarbeitung
Literalität II – Feilke
Literalität setzt (…) literacy voraus, ist aber mehr als die bloße
Möglichkeit, sich schriftlich mitzuteilen (S.5)
- Literacy = Alphabetisierung
In der Lage sein schreiben und lesen zu können
Kulturaspekt
- man unterscheidet literale von oraler Kultur
- Orale Kulturen: Schriftsystem vorhanden, nicht weit verbreitet + wird schulisch NICHT gelehrt (nur bei Sitten,
Gebräuchen eingesetzt)
- Erwerb der Kultur über Sozialisation
LIteracy vs. Literalität
- Literacy (basales Konzept von PISA) vs. Literalität (ausgebaute Form von literacy, baut darauf auf und
bedeutet noch mehr)
Textinstitutionen
- Lebt man in literaler Kultur = genuin schriftbasiert z.B. die Schule
- Gesellschaften mit ausgebauter Schriftkultur = leistungsstärker
- Wissen kann man dauerhaft speichern
- Selbstgesteuertes Interesse um sich Wissen anzueignen
Textkanon und Textkritik
- Was soll in der Schule gelesen werden?
- Mehr/weniger expliziter Textkanon
- Wo sind zentrale Werte festgehalten?
Z.B. GG ist kanonisch
Biblische Texte/Koran für religiöse Familien für diese Textkanon
- Texte haben bestimmte Autorität (religiöse Texte)
- Auch wissenschaftliche Texte verströmen Autorität
- Reflexionsmedium Schrift
- Texte soll man kritisieren und reflektieren können (nicht alle sind „Gottwahrheiten“
- Ich kann nur richtig reflektieren über etwas, das mir schriftlich vorliegt
- Gesprochenes Wort wird eher unreflektiert gelassen zu viel Input
, Lernen aus und mit Texten
- Jedes Subjekt kann sich nach eigenen Interessen und Vorstellungen Wissen aneignen
Literale Werte, Normen, Verhaltensstandards
- Autorenschaft durch Schriftkultur
- Literaler Wert = Quellen angeben, kenntlich machen, dass wir andere Texte verwendet haben
- Literale Norm = in Bib schweigen, nicht zu laut sein
Literale Praktiken
- Lernt man in der Schule
- Umgang mit Texten
- Produktiv: Lernen einen Text zu planen, zu formulieren
- Überarbeitungstechniken
- Rezeptiv mit Text umgehen
- Marginal arbeiten am Rand Notizen machen
Domänentypische Literalität
- Je nach Beruf verschiedene Textsorten kennenlernen
Andere literale Praktiken angewöhnen
- Literale Entwicklung geht nach Schule weiter
- Bestimmte Leseverstehensmethoden anwenden
- Nicht eine Zielperspektive wie bei Hurrelmann Feilke = lebenslanges Lernen
Literale Handlungsmodelle
- Man muss positiv gesetzte Handlungsmodelle für SuS darstellen
Schreiben ist nicht nur anstrengend/Arbeit
Wertschätzung für Literatur vorleben als LPS nicht stattdessen Netflix vorschlagen = Wertschätzung
Genuss, Begeisterung für Texte
Positives Rollenmodell
Positive Rollenbilder aus Elternhaus zur Literatur
- Anschlusskommunikation zu Hause, bei Peers oder zumindest bei der LPS
Handlungsaspekt
- Bis 1980 war schreiben und lesen nur Textreproduktion
- Danach: Schreiben ist ein Problemlösungsprozess
- Shift in perspective
- 2 Formen der sprachlichen Verarbeitung