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Vorlesung 4 Sprachdidaktik SoSe 23

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Vorlesung 4 Sprachdidaktik SoSe 23 bei Gätje










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Vorlesung 4 – Literalität als schulisches Bildungsideal II – Feilke, Helmuth

Literalität II – Feilke

Literalität setzt (…) literacy voraus, ist aber mehr als die bloße
Möglichkeit, sich schriftlich mitzuteilen (S.5)

- Literacy = Alphabetisierung
 In der Lage sein schreiben und lesen zu können



Kulturaspekt




- man unterscheidet literale von oraler Kultur
- Orale Kulturen: Schriftsystem vorhanden, nicht weit verbreitet + wird schulisch NICHT gelehrt (nur bei Sitten,
Gebräuchen eingesetzt)
- Erwerb der Kultur über Sozialisation


LIteracy vs. Literalität
- Literacy (basales Konzept von PISA) vs. Literalität (ausgebaute Form von literacy, baut darauf auf und
bedeutet noch mehr)

Textinstitutionen
- Lebt man in literaler Kultur = genuin schriftbasiert z.B. die Schule
- Gesellschaften mit ausgebauter Schriftkultur = leistungsstärker
- Wissen kann man dauerhaft speichern
- Selbstgesteuertes Interesse um sich Wissen anzueignen

Textkanon und Textkritik
- Was soll in der Schule gelesen werden?
- Mehr/weniger expliziter Textkanon
- Wo sind zentrale Werte festgehalten?
 Z.B. GG ist kanonisch
 Biblische Texte/Koran für religiöse Familien  für diese Textkanon
- Texte haben bestimmte Autorität (religiöse Texte)
- Auch wissenschaftliche Texte verströmen Autorität
- Reflexionsmedium Schrift
- Texte soll man kritisieren und reflektieren können (nicht alle sind „Gottwahrheiten“
- Ich kann nur richtig reflektieren über etwas, das mir schriftlich vorliegt
- Gesprochenes Wort wird eher unreflektiert gelassen  zu viel Input

, Lernen aus und mit Texten
- Jedes Subjekt kann sich nach eigenen Interessen und Vorstellungen Wissen aneignen

Literale Werte, Normen, Verhaltensstandards
- Autorenschaft durch Schriftkultur
- Literaler Wert = Quellen angeben, kenntlich machen, dass wir andere Texte verwendet haben
- Literale Norm = in Bib schweigen, nicht zu laut sein

Literale Praktiken
- Lernt man in der Schule
- Umgang mit Texten
- Produktiv: Lernen einen Text zu planen, zu formulieren
- Überarbeitungstechniken
- Rezeptiv mit Text umgehen
- Marginal arbeiten  am Rand Notizen machen

Domänentypische Literalität
- Je nach Beruf verschiedene Textsorten kennenlernen
 Andere literale Praktiken angewöhnen
- Literale Entwicklung geht nach Schule weiter
- Bestimmte Leseverstehensmethoden anwenden
- Nicht eine Zielperspektive wie bei Hurrelmann  Feilke = lebenslanges Lernen

Literale Handlungsmodelle
- Man muss positiv gesetzte Handlungsmodelle für SuS darstellen
 Schreiben ist nicht nur anstrengend/Arbeit
 Wertschätzung für Literatur vorleben als LPS  nicht stattdessen Netflix vorschlagen = Wertschätzung
 Genuss, Begeisterung für Texte
 Positives Rollenmodell
 Positive Rollenbilder aus Elternhaus zur Literatur
- Anschlusskommunikation zu Hause, bei Peers oder zumindest bei der LPS

Handlungsaspekt




- Bis 1980 war schreiben und lesen nur Textreproduktion
- Danach: Schreiben ist ein Problemlösungsprozess
- Shift in perspective
- 2 Formen der sprachlichen Verarbeitung
3,49 €
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