IV. LB2: Nationalsozialismus
und Shoa
Entstehungsgeschichte
Politische Radikalisierung in der Weimarer Republik und
Aufstieg der NSDAP
1920 DAP in NSDAP von Hitler umbenannt
WR instabil, Weltwirtschaftskrise begünstigte Aufstieg
Radikale Parteien und Republikgegner erhalten starken Zuspruch
Radikale Ansichten, spektakulär inszenierte Massenveranstaltungen
→ Partei nutzte Weltwirtschaftskrise propagandistisch
Aggressive Wahlpropaganda
→ Propaganda, Wähler und Nichtwähler mobilisieren
Straßenschlachten, Demonstrationen
Bis zur RT-Wahl 1930 NSDAP keine tragende Rolle
→ Hitler gescheiterter Putschversuch 1923, Gefängnis
RT-Wahl 1930 NSDAP mit 18,3% zur zweitstärksten Kraft
→ Wahlgewinne der NSDAP und KPD führten zu Beschlussunfähigkeit
des Reichstags
RT-Wahl 1932 NSDAP 37,3% → stärkste politische Kraft
Hitler als Retter in der Not, versprach Ordnung
→ Lag auch an Spaltung der Arbeiterbewegung
(Sozialdemokraten und Kommunisten waren verfeindet und stellten keine
einheitliche Gegenkraft zu den Nazis dar, während sich die politischen
Rechten, Nationalisten, Rechtsextremisten zur Harzburger Front 1931
zusammenschlossen)
IV. LB2: Nationalsozialismus und Shoa 1
, Hitlers Ernennung zum Reichskanzler
Nach Geheimverhandlungen, die Franz von Papen miteinbezogen, wurde
Hitler am 30.01.1933 zum RK ernannt
NS-Propaganda feierte diesen Tag als Tag der Machtergreifung und den
Beginn des Dritten Reiches
→ kurz danach begann die nationalsozialistische Machtergreifung
→ Innerhalb weniger Monate gelang es der NSDAP, durch systematischen
Terror und mehrheitliche Zustimmung bei der Bevölkerung eine Diktatur zu
errichten
Unter Historikern besteht Einigkeit darüber, dass Hitler die Macht weder
„ergriffen“ noch im Rahmen einer „nationalen Revolution“ an sich gerissen
hat, auch wenn seine Ernennung zum Reichskanzler nicht durch eine
demokratische Wahl legitimiert war. Vielmehr handelte es sich um eine
Machtübertragung, die formal nicht gegen die Weimarer Verfassung verstieß.
Stufen der Errichtung der NS-Diktatur, „legale
Revolution“, euphemistisch Machtergreifung
„Verordnung zum Schutz des deutschen Volkes 04.02.1933
Einschränkung Presse- und Versammlungsfreiheit
→ Beeinträchtigung der Opposition
Reichstagsbrandverordnung 28.02.1933:
Reichstagsbrand löst politisches Flächenfeuer aus (Marinus v.d.
Lubbe wird festgenommen → ist Kommunist)
→ Beseitigung wichtiger Grundrechte innerhalb der “Notverordnung
zum Schutz von Volk und Staat”
→ Verfolgung und Verhaftung von Kommunisten und Sozialdemokraten ohne
Beweise, Anklage und Rechtsbeistand; Zerschlagung KPD
Ermächtigungsgesetz 23.03.1933: → Grundlage der NS-Diktatur
Übertragung der Legislative auf die Regierung
(Ergebnis Abstimmung: 2/3 Mehrheit; Gegenstimmen nur SPD unter
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