GEMEINSCHAFTSKUNDE
ABI
Zusammenfassung
,Inhalt
POLITISCHE WILLENSBILDUNG ............................................................................................................... 3
WAHLEN .................................................................................................................................................. 7
GRUNDRECHTE........................................................................................................................................ 9
POLITSCHE SYSTEME IM VERGLEICH .................................................................................................... 10
VOLKSENTSCHEIDE................................................................................................................................ 20
REVOLUTION 1848/1849 ...................................................................................................................... 22
KAISERREICH ......................................................................................................................................... 26
WEIMARER REPUBLIK ........................................................................................................................... 28
NATIONALSOZIALISMUS ....................................................................................................................... 33
ÜBERWINDUNG DES OST-WEST-KONFLIKTS........................................................................................ 42
EUROPA ................................................................................................................................................. 58
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, POLITISCHE WILLENSBILDUNG
INTERESSENSORGANISATIONEN
Verband = dauerhaft angelegter Zusammenschluss von Personen/Personengruppen aus verschiedenen
Bereichen (Wirtschaft, Verkehr, Religion, Umwelt, Soziales, …) zu fester Organisation
Ziel: langfristige Einflussnahme auf Exekutive & Legislative in eigenem Interesse
Verfassungsrechtliche Grundlage: Koalitions-/Vereinigungsfreiheit
ADRESSATEN
staatliche Einrichtungen
Parteien (personelle Durchsetzung, Unterstützung im Wahlkampf, Stimmenpakete)
Regierungen (Eingabe, Gespräche)
Parlamente (Eingaben, personelle Verflechtung, Gesetzesüberprüfung in Fachausschuss, Unterstützung bei
Gesetzesentwurf, Hinweisen auf bestimmte Themen durch Studien)
Medien (eigene Medien)
Öffentlichkeit (Pressearbeit, Werbematerialien, Kampagnen, Demonstrationen)
LOBBYISMUS
= Einflussnahme von Interessensverbänden auf Exekutive & Legislative, Gewinnen einzelner
Entscheidungsträger durch Sachargumente für eigenes Anliegen im Vorfeld eines Beschlusses
Pro Lobbyismus Contra Lobbyismus
Expertenwissen für Gesetzgebung notwendig Beeinflussung der Gesetzgebung in eigenem
(Vorteile, Gefahren) Interesse/Interesse des Unternehmens
Auch von Nichtregierungsorganisationen Abgeordnete sollen im Sinne des Volkes
betrieben (Greenpeace, Amnesty International) handeln, nicht dem der Lobbyisten
→ machen auf soziale & ökologische Missstände Verzögern/erschweren von Reformen
aufmerksam Einfluss abhängig von wirtschaftlichen Mitteln
Gesellschaft auf funktionierende Wirtschaft → Entstehung eines nicht
angewiesen demokratiekonformen Machtgefälles
Intransparenz, geheime Absprachen zwischen
Politikern & Lobbyisten unklar
→ verpflichtendes Eintragungsregister nicht vorhanden, von 5000 politisch tätigen Verbänden nur 2100
eingetragen
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, PARTEIEN
= Vereinigungen von Bürgern, die langzeitig auf Bundes-/Landesebene Einfluss auf politische
Willensbildung nehmen und an Vertretung des Volkes in Parlament mitwirken wollen
FUNKTIONEN VON PARTEIEN IN DEUTSCHLAND
Deutschland = Parteiendemokratie
Starke Stellung von Parteien
Aufgaben festgelegt im Parteiengesetz (Artikel 21, Grundgesetz)
POLITIKFORMULIERUNG
Vermittler zwischen Staat & Wähler
Interessenartikulationsfunktion: Ausdrücken politischer Interessen der Wähler/Mitglieder
Interessenaggregationsfunktion: Zusammenfassen & Gewichten von Wünschen (oft durch allgemeine
Formulierungen, um breite Massen zu bedienen)
Interessentransmissionsfunktion: Einbringen bürgerlicher & eigener politischer Interessen in
Staat Entscheidungsprozesse
Partizipationsfunktion: Motivation der Bürger zu parteibezogenem politischem Engagement,
Darstellung der Partei als wirkungsvolles Instrument
Integrationsfunktion: Einbindung von gesellschaftlichen Gruppen in politisches System, Aufzeigen von
Mitwirkungsmöglichkeiten
Informationsvermittlungsfunktion: direkte oder mediale Vermittlung von getroffenen
Entscheidungen
Mobilisierungsfunktion: Überzeugen & Überreden zu parteipolitischer Mobilisierung
Zielfindungsfunktion: Finden alternativer Lösungsansätze für Probleme, Entwickeln, formulieren &
Wähler publizieren von Zielen
Sozialisationsfunktion: politische Sozialisation der Bürger
Legitimationsfunktion: Unterstützung demokratischer Werte und des politischen Systems
Herrschaftsfunktion: Treffen politischer Entscheidungen
POLITIKIMPLEMENTATION
Ausführen getroffener Entscheidungen
POLITIKKONTROLLE
Kontrolle zwischen Opposition & Parlamentsmehrheit
PERSONALREKRUTIERUNG
Liefern Personal für politischen Betrieb auf regionaler, nationaler und europäischer ebene
PARTEIENFINANZIERUNG
Deutschland USA
Finanzierung über private Mittel (Spenden, Wahlkampffinanzierung = Mittel, mit denen
Mitgliedsbeiträge, Parteivermögen) & staatliche Ergebnis der Wahl beeinflusst werden soll
Zuschüsse Träger: Political Action Commitees (PACs) –
PRIVATE MITTEL: betrieben von Kandidaten, Parteien,
Rechenschaftsabgabe über Herkunft & Interessensverbänden, Firmen
Verwendung Festlegung eines Höchstbetrags
Entgegennahme von Bargeld nur bis 1000€ Größte Ausgabe: Kauf von Sendezeit
Spendernennung bei Spende über 10.000€ Keine staatliche geregelte Finanzierung
Parteispenden können von Steuer abgesetzt
werden
STAATLICHE MITTEL:
Zuschüsse für Wählerstimmen
Zuschüsse zu Beitrags- & Spendeneinnahmen
Staatliche Zuschüsse nicht höher als
Eigeneinnahme
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