nach Georg Feuser (*1941)
Die Motivation von Feuser
- 68er Bewegung (Überwindung und Abwendung vom autoritären und ständisch
gegliederten Schulsystem)
- Unzureichende Verwirklichung der Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention
➔ Art. 24 schreibt u.a. das Recht auf den Zugang zu einem inklusiven Unterricht fest
- Kritik an den Selektions- und Ausgrenzungspraktiken von Schule und die Forderung nach
einer radikalen Schulreform hin zu einer für alle Kinder ausgelegten Schule
o normwertorientierte Leistungsbewertung, Selektion und Segregierung sollen durch
Individualisierungsprozesse ersetzt werden
o intraindividuelle Aspekte und Entwicklungen sollen an Bedeutung gewinnen
Zukunft: Inklusion,
Vergangenheit:
Gegenwart: Integration entwicklungslogische
Segregation
Didaktik
Menschenbild
- Behinderung als Konstruktion und Zuschreibung
- Forderung für inklusive Didaktik: Mensch als integrierte Einheit seiner biologischen,
psychischen und sozialen Systeme und Wirklichkeit (spiegelt sich im ICF wider)
Theoretische Hintergründe
- Bildungstheoretische Didaktik
o Kategoriale Bildung
- Tätigkeitstheorie der Kulturhistorischen Schule
o Kulturhistorische Schule (Leont ́ev, Wygotski)
o kritisch-materialistische Behindertenpädagogik
o Stufen der Entwicklung nach Gal ́perin
ALLGEMEINE PÄDAGOGIK
Alle Schüler:innen spielen, lernen und arbeiten in Kooperation miteinander auf ihrem jeweiligen
Entwicklungsniveau – nach Maßgabe ihrer momentanen Wahrnehmungs-, Denk- und
Handlungskompetenzen – in Orientierung auf die nächste Zone ihrer Entwicklung“ an und
mit einem Gemeinsamen Gegenstand“.
→Dies impliziert, dass alle Schüler:innen alles lernen dürfen, jede:r auf ihre/seine Weise lernen
darf und alle die erforderlichen Hilfen bekommen, derer sie bedürfen.