Lebensversicherung, Altersvorsorge &
Hinterbliebenenversorgung
50 praxisnahe Multiple-Choice-Fragen | Kaufmann/-frau für Versicherungen und
Finanzanlagen | Rechtsstand: 23.10.2026
Für deine Prüfung: Bearbeite jede Frage zuerst ohne auf die Lösung zu schauen. Genau eine Antwort ist
richtig. Die Erklärungen sind bewusst prüfungsnah formuliert und zeigen auch, warum die übrigen
Antworten ausscheiden.
Themenblock Schwerpunkte
1 3-Schichten-Modell & private Vorsorge
2 Risiko-, Kapital- & fondsgebundene Lebensversicherung
3 Steuerrecht: § 20 / § 22 EStG
4 bAV & Entgeltumwandlung
5 Riester & Basisrente
6 BUZ, Todesfallschutz & Beratung
IHK Lern- & Quizkatalog | Lebensversicherung & Altersvorsorge Seite 1
, Frage 1 von 50
Welche Zuordnung im 3-Schichten-Modell ist richtig?
A) Gesetzliche Rentenversicherung = Schicht 2
B) Basisrente (Rürup) = Schicht 1
C) Riester-Rente = Schicht 3
D) Private fondsgebundene Rentenversicherung = Schicht 1
Lösung: B | Paragraf/Grundsatz: 3-Schichten-Modell; § 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG
Erklärung: Die Basisrente gehört zur Basisversorgung (Schicht 1). Die gesetzliche Rentenversicherung
gehört ebenfalls in Schicht 1. Riester und typische bAV-Lösungen werden Schicht 2 zugeordnet.
Ungeförderte private Renten- und Lebensversicherungen gehören grundsätzlich zu Schicht 3.
Frage 2 von 50
Ein Kunde möchte eine staatlich geförderte private Altersvorsorge mit Zulagen.
Welches Produkt passt klassisch in Schicht 2?
A) Risikolebensversicherung
B) Riester-Rente
C) Basisrente
D) Private Rentenversicherung ohne Förderung
Lösung: B | Paragraf/Grundsatz: §§ 79 ff. EStG; AltZertG
Erklärung: Die Riester-Rente wird über Zulagen und gegebenenfalls einen zusätzlichen
Sonderausgabenabzug gefördert und gehört zur geförderten Zusatzversorgung. Die Basisrente gehört
dagegen zur Basisversorgung; ungeförderte Privatverträge zur dritten Schicht.
IHK Lern- & Quizkatalog | Lebensversicherung & Altersvorsorge Seite 2
, Frage 3 von 50
Welche Aussage beschreibt die Risikolebensversicherung am treffendsten?
A) Sie bildet zwingend ein Altersvorsorgekapital.
B) Sie zahlt grundsätzlich nur bei Ablauf.
C) Sie dient primär der finanziellen Absicherung des Todesfallrisikos.
D) Sie garantiert eine lebenslange Altersrente.
Lösung: C | Paragraf/Grundsatz: VVG; vertraglich vereinbarte Todesfallleistung
Erklärung: Bei der Risikolebensversicherung steht der Todesfallschutz im Mittelpunkt. Stirbt die
versicherte Person während der vereinbarten Dauer, wird die Versicherungssumme an den
Bezugsberechtigten gezahlt. Ein Sparvorgang oder eine Ablaufleistung ist typischerweise nicht
vorgesehen.
Frage 4 von 50
Ein Darlehen wird über 20 Jahre laufend getilgt. Welche Gestaltung der
Risikolebensversicherung ist zur reinen Restschuldabsicherung häufig passend?
A) Steigende Versicherungssumme
B) Fallende Versicherungssumme
C) Lebenslange konstante Versicherungssumme zwingend
D) Reine Erlebensfallversicherung
Lösung: B | Paragraf/Grundsatz: Bedarfsgerechte Vertragsgestaltung
Erklärung: Sinkt die Restschuld, kann auch der Absicherungsbedarf sinken. Eine fallende
Versicherungssumme kann deshalb kostengünstig zur Darlehensabsicherung passen. Eine konstante
Summe ist eher sinnvoll, wenn der Versorgungsbedarf unabhängig von der Restschuld bestehen bleibt.
IHK Lern- & Quizkatalog | Lebensversicherung & Altersvorsorge Seite 3