Der ultimative Formel- & Kennzahlen-Spickzettel
"Die 60 wichtigsten
Kennzahlen für die Prüfung –
inkl. Prüfungsfallen"
, 1. Die Eigenkapitalrentabilität (EK-Rendite)
Was sagt sie aus? Sie zeigt dem Unternehmer, wie hoch sich das von ihm selbst
investierte Geld im Unternehmen verzinst hat. Je höher, desto besser.
Die IHK-Formel: Eigenkapitalrentabilität = (Gewinn x 100) / Eigenkapital
⚠️ Die Prüfungsfalle: Die IHK nutzt in Aufgaben oft den Begriff "Jahresüberschuss" statt
"Gewinn". Das ist genau dasselbe!
Praxis-Beispiel: Ein Unternehmen macht 50.000 € Gewinn und hat 500.000 €
Eigenkapital.
(50.000 € x 100) / 500.000 € = 10 %
Bedeutung: Das eigene Geld hat sich mit 10 % verzinst. Jede Bank wäre neidisch.
2. Die Gesamtkapitalrentabilität (GK-Rendite)
Was sagt sie aus? Sie zeigt, wie effizient das gesamte Geld im Unternehmen arbeitet –
egal, ob es das eigene Geld ist oder geliehenes Geld von der Bank (Fremdkapital).
Die IHK-Formel:
Gesamtkapitalrentabilität = [(Gewinn + Fremdkapitalzinsen) x 100] / Gesamtkapital
⚠️ Die Prüfungsfalle: Prüflinge vergessen in der Hektik fast immer, die
Fremdkapitalzinsen zum Gewinn hinzuzurechnen! Warum macht man das? Weil die Zinsen
das Geld sind, das das geliehene Kapital erwirtschaftet hat.
Praxis-Beispiel: Gewinn = 50.000 €, Zinsen für Bankkredite = 10.000 €, Gesamtes Kapital
= 600.000 €.
[(50.000 € + 10.000 €) x 100] / 600.000 € = 10 %
3. Die Umsatzrentabilität (Umsatzrendite)
Was sagt sie aus? Sie zeigt, wie viel Cent von jedem umgesetzten Euro als Gewinn im
Unternehmen hängen bleiben.
Die IHK-Formel:
Umsatzrentabilität = (Gewinn x 100) / Umsatzerlöse
Praxis-Beispiel: Ein Online-Shop macht 1.000.000 € Umsatz und am Ende bleiben
80.000 € Gewinn übrig.
(80.000 € x 100) / 1.000.000 € = 8 %
Bedeutung: Von jedem Euro Umsatz bleiben 8 Cent als Gewinn im Betrieb.