Barock:
Theater
- 16 Jhd. Zuschauer sitzen um die Bühne
- Veränderung: Theater im 17 Jhd.: Bühne und Zuschauer getrennt, Kulisse erfunden
(Perspektive)
➔ Tiefe Raumwandlung, erstmals theatrische Illusion
- Zwei Ebenen Bühne mit kleinem Balkon (auf Balkon werden Handlungen
abstrakt/mimisch vereinfacht dargestellt)
- Hauptfiguren auf Hauptbühne -> Dualismus/Zweiteilung
- Bühne als verkleinertes Abbild der Welt (theatrum mundi)
- Entwicklung der Oper z.B. Heinrich Schütz und Andreas Gryphius „Daphne“, 1627
- Oper: Kombination von Gesang und Schauspiel
Schuldrama der Jesuiten-> lateinsprachliches Barockdrama
- Lateinunterricht wurde durch kleine Dialoge „aufgelockert“
➔ Entstehung kleiner Theatertexte -> zentral christliche Lehre
➔ Bekanntestes: Jakob Bidermann, Cenodoxus („Der Doktor von Paris“ Knittelvers=
vierhebiger Jambus)
Trauer und Freudenspiele:
- Welt als Theater
- Laienspiel, professionelles Wandertheater, protestantisches Schultheater,
katholisches Ordensdrama, Hoftheater, Oper)
Aufklärung:
Theaterreform
- 1727: Gründung der Neuberschen Komödiantengesellschaft
- 1737: Die Verehrung der Vollkommenheit durch die gebesserten deutschen
Schauspiele
➔ Komödie und Tragödie werden erstmals getrennt, Institutionalisierung des Theaters
- Im Theater wird ein potenzieller Bedeutungsrahmen gegeben, der dennoch Freiraum
zur eigenen Interpretation lässt
- Drama als beliebteste literarische Gattung der aufklärerischen Schriftsteller, denn ihrer
Ansicht nach eignet es sich am besten um die Zuschauer zu erziehen
- Gottsched verurteilt in „Versuch einer critischen Dichtkunst vor die Deutschen“ die
Barockdichtung aus Sicht der Aufklärer
- Gottsched setzt sich dafür ein das Drama am franz. Klassizismus und an der Antike zu
orientieren-> modernes klassisches Theater entstand „Versuch einer kritischen
Dichtkunst“
- Gottsched: Adelige und Fürsten sollten nur in Tragödien und Heldendichtungen
auftreten, Bürger und Leute mit geringem sozialen Status nur in Komödien und
Romanen.
- Strenge Einhaltung von den aristotelischen drei Einheiten: Zeit, Ort, Handlung im
Drama
- Gottsched: Bewunderung des Helden -> Lerneffekt -> Bewunderungskonzept