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Zusammenfassung Abschlussprüfung Teil 2 Bankkaufleute

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Abschlussprüfung Teil 2 (GAP 2)

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Abschlussprüfung Teil 2


1. Vermögen Aufbauen und Risiken absichern
1.1. Vermögen bilden mit WP
1.1.1. Anlagemöglichkeiten in Aktien

Schuldverschreibungen

Langfristige angelegte Kredite mit fester Laufzeit, die über den Kapitalmarkt aufgenommen werden können. Sie werden als
Teilschuldverschreibungen in Form von Wertpapieren am Kapitalmarkt ausgegeben und sind damit auch handelbar.

Der Zeichner einer Schuldverschreibung wird zum Gläubiger des Emittenten, der die Schuldverschreibung ausgegeben hat.
Für die Bereitstellung des Kapitals erhält der Gläubiger eine laufende Verzinsung, die bei Ausgabe der Schuldverschreibung
festgelegt ist.

Arten: Laufzeit:

 Staatsanleihen  Unterschiedlich zwischen 1 - 30
 Industrieanleihen Jahre
 Optionsanleihen  Je nach Bedingungen
 Wandelanleihen  Einzelfall: mögliches Recht
 Tilgungsanleihen vorzeitiger Kündigung
 Fremdwährungsanleihen
 Inhaberschuldverschreibungen

Verzinsung:

Nominalverzinsung ist in Anleihebedingungen festgelegt. Man unterscheidet zwischen:

Festverzinsliche WP:

 Zinssatz kann währen der gesamten Laufzeit nicht mehr verändert werden → garantierter Zinssatz

Variabel verzinste WP:

 Zinssatz ist an EURIBOR gekoppelt und passt sich in bestimmten Zeiträumen an.



Rendite: Die Rendite ergibt sich aus Kurs + Zins



Tilgung:

Schuldverschreibungen (festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen, Pfandbriefe oder Obligationen) werden entsprechend
den Emissionsbedingungen getilgt, die auf jedem Wertpapier stehen.

 Anleihen mit festem Tilgungsplan in den Varianten. Ratenanleihen, Rückzahlungsmodalitäten: gleichhohe
Tilgungsraten. Annuitätenanleihen, Rückzahlungsmodalitäten: steigende Tilgungsraten im Annuitätenverfahren.
 Anleihen ohne festen Tilgungsplan.

Emittenten:

 Kreditinstitute
 Staaten
 Gemeinden
 Unternehmen




1

,Liquidität:

 Anleger kaufen Schuldverschreibungen
 Emittenten bekommen so ihr Geld, was zum
Stichtag zurückgezahlt werden muss


Kündigung:

 Kann zu jedem Zinstermin erfolgen
 Anleihe wird vorzeitig zu 100% zurückgezahlt
 Kann durch Emittenten (Anleihen mit Schuldnerkündigungsrecht) oder Anleger
(Anleihen mit Gläubigerkündigungsrecht) ausgeübt werden


Rating:

 Agentur: Moody`s, Standard & Poor`s, Fitch
 beschreibt die Ausfallwahrscheinlichkeit, dass der Kredit nicht zurückgezahlt wird
 in der Regel von AAA bzw. Aaa (beste Qualität) bis D (zahlungsunfähig).




Aktien

Aktienarten

Art der Beteiligung am Grundkapital Art der Übertragung Art der verbrieften Rechte
Stückaktie Inhaberaktie Stammaktie
 Bruchteil des Grundkapitals  Übertragung durch Einigung  „normale“ Aktionärsrechte
wird ausgegeben (eine, + Übergabe
zwei, drei Aktien)
 Alle Aktien in gleichem
Maße am GK beteiligt
Nennbetragsaktie Namensaktie Vorzugsaktie
 Mind. 1 EUR  Übertragung durch Einigung  Mögliche Vorzüge: höhere
 Immer auf volle EUR + Indossament + Eintrag ins Dividende,
lautend Aktienregister + Übergabe Liquidationsvorzug
 GK = Summe aller  Dafür aber kein Stimmrecht
Nennbeträge
Vinkulierte Namensaktie
 Übergabe durch Einigung +
Zustimmung des Vorstandes
+ Indossament + Eintrag ins
Aktienregister + Übergabe




Rechte der Aktionäre

Mitverwaltungsrechte Vermögensrechte
 Recht auf Teilnahme an der Hauptversammlung  Dividendenanspruch
 Auskunftsrecht (unternehmerisch, kein  Recht zum Bezug neuer/ junger Aktien bei
Betriebsgeheimnis) Kapitalerhöhung
 Stimmrecht  Recht auf Teilhabe am Liqidationserlös




2

,Arten der Kapitalerhöhung

→ Genehmigte Kapitalerhöhung

 Vorstand wird ermächtigt für höchstens 5 Jahre zu einem beliebigen Zeitpunkt die Kapitalerhöhung
durchzuführen → meist bei hohem Interesse an Aktien
 Beschluss der Hauptversammlung: ¾ Mehrheit
 Nennbetrag der Erhöhung: max. 50% des bisherigen Grundkapitals

→ Kapitalerhöhung gegen Einlagen / ordentliche Kapitalerhöhung

 Sofortige Kapitalerhöhung mit einer ¾ Mehrheit
 Bezugsfrist mindestens 2 Wochen
 Bezugsrecht: durch Dividendenschein → Kurs: exBR
 Kurs der Aktie sinkt meist, weil Preis der neuen Aktie < als Kurs der alten Aktie → Verwässerung
o Höhe des Verlustes ist abhängig von: Bezugspreis, Bezugsverhältnis, Kurs der alten Aktie
 Bezugsrechtshandel= Dauer der Bezugsfrist, außer beiden letzten Tage

→ Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln

 Kein Zufluss von neuem Kapital → Umwandlung von Rücklagen in Grundkapital
 Ausgabepreis neuer Aktien = 0 EUR
 Umbuchung in der Bilanz → Passivtausch
 Gründe: Verbesserung Kreditwürdigkeit, Verbesserung der Handelbarkeit

_______________________________________________________________________________

Bezugsrecht

 Bestehende Stimmrechtsverhältnisse zu wahren und Vermögensnachteile der Aktionäre bei Kapitalerhöhung
auszugleichen
 Kursverlust der alten Aktie (Bezugsrechtsabschlag) entspricht dem rechnerischen Wert des Bezugsrechts

Bezugsverhältnis

 Recht zum Bezug neuer Aktien steht Aktionär prozentual zur Kapitalerhöhung zu.
 Verhältnis zu, Bezug neuer Aktien
AltesGrundkapital oder Anzahl alter Aktien
Bezugsverhältniss=
Kapitalerhöhung oder Anzahl neue Aktien
Bezugsfrist

 Mind. 2 Wochen
 Aktionär hat in diesem Zeitraum die Möglichkeit neue Aktien zu beziehen oder darauf zu verzichten

Bezugsrechtshandel

 Dauer der Bezugsfrist, mit Ausnahme der beiden letzten Tage
 Aktionär kann mit allen Bezugsrechten oder Teilbeträgen handeln

Bezugsrecht

 Durch den Handel entstandener Preis ≠ rechnerischer Wert des BR
Kurs ( alte Aktie )−Bezugspreis ( neue Aktie ) ± ggf . Dividendenvorteil /−nachteil
BRwert=
Bezugsrechtsverhältnis+1
_______________________________________________________________________________




3

, Bookbuilding-Verfahren → Bietungsverfahren

Vorphase:

 Preisspanne für Zeichnungsangebot wird festgelegt
 Emissionsbanken werben mit Konzepten um Auftrag zur Emissionsdurchführung
 Beauftragte Institute erkunden in Pre-Marketing-Phase das Interesse ausgewählter Großanleger und führen
Marketing-Aktionen durch

Zeichnungsphase: Zeitraum von 2-3 Wochen

 Wie Tenderverfahren: wer am meisten bietet bekommt einen Zuschlag
 Bookrunner (Bank) erfasst Angebote → fairer Emissionspreis soll sich bilden
 In schlechten Börsenzeiten: Zuteilungspreis am unteren Ender der Spanne, in guten Börsenzeiten an der oberen
Grenze

Zuteilungsphase:

 Bookrunner entscheidet über Zuteilungsquote für jeweilige Gebote
 Vorrangig werden Gebote institutioneller Anleger berücksichtigt

Vorteile: Marktnahe Preisbildung, geringe Gefahr für Zeichnungsverluste für Anleger

Vorteile Nachteile
 Langfristige Anlage  Aufwendig durch Pre-Marketing-Phase
 Streuung der Aktien besser gesteuert werden  Private Anleger werden benachteiligt, kommen
 Preisfindung ist marktnah und transparent schlecht zum Zug
 Flexibel Reaktion  Preisfindung wird nur von Großanlegern
bestimmt




Investmentzertifikate

Fondsvermögen

Kapital, das ein Investmentfonds im Auftrag aller Investoren verwaltet.

Besteht in der Regel aus Aktien, Anleihen oder Liquidität (genaue Zusammensetzung vom jeweiligen Fonds abhängig)

Ist das Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft.

→ muss für die Anteilseigner (Anleger) treuhänderisch verwaltet werden → Verwaltung des Sondervermögens muss im
Sinne und zu Gunsten der Anteilseigner erfolgen.



Rechte der Anteilseigner

 Rückgaberecht: zum jeweiligen Rücknahmepreis
 Recht auf Gewinnbeteiligung: erwirtschaftete Erträge aus dem Fondsvermögen
 Kein Stimmrecht

Risikostreuung

Grundprinzip von Investmentfonds. Durch bewusste Streuung der Veranlagungen auf unterschiedliche Wertpapiere,
Emittenten, Märkte, Währungen, Laufzeiten, etc. wird das Risiko verteilt.

1- Konservativ
2- Risikoscheu
3- Risikobereit
4- Spekulativ
5- Hoch spekulativ



4

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