Begegnung zwischen Arzt und Patient:
2 Unbekannte, vertrauliches Gespräch
Unterschiedliche Voraussetzungen: Erlebnisse, Herkunft,
Bildungsstand, Gemütslage, Weltanschauung
Arzt hat hohe Verantwortung, Infos vom Patienten zum
Wohl des Patienten nutzen
Rolle kompetenter Fachmann
Vermittlung Empathie, Verbundenheit
Ziel der ersten Begegnung erreicht Grundregeln: Arzt Patienten Kommunikation:
Vertrauensverhältnis aufgebaut Vorbereitung: verfügbare Infos ansehen (Vorbefunde)
Pat. kann Entscheidung auf brauchbare Infos stützen Begrüßung und VorstellungErster Eindruck, mit Name und
Arzt hat Einblick in Persönlichkeit des Pat. Funktion
Pat. hat Gefühl kompetente Beratung und klare Patientenadaptierte Kommunikation (einfache Worte)
Perspektive Zugewandte Distanz des Arztes, aktives Zuhören, Interesse und
Pat. bekommt Trost, Hoffnung, Empathie Anteilnahme
Pat. konnte sich bezüglich seiner Beschwerden Vertrauensvolle Basis finden
aussprechen Ruhige, entspannte Atmosphäre (keine Störungen)
Arzt-Patienten-Begegnung wird zur Arzt-Patienten-
Beziehung
, Anamnese
Anamnese= anamnesis Erinnerung Funktion für Arzt Funktion für Patient
Erfragen und Dokumentieren von Beschwerden und Geschichte des Patienten
Ablauf situationsabhängig (Notfall?) Datengewinnung Aufklärung
Anamnese Teil der Therapie (entlastet Patienten), dient zur Diagnosefindung Diagnostik Edukation
Grundlage für Arzt-Patienten-Beziehung Ausschluss von Emotionale Unterstützung und
Eigenanamnese: alles, was Pat. selber über eigene Krankheitsgeschichte berichtet Differentialdiagnosen therapeutische Funktion
Fremdanamnese: alle Angaben, die Angehörige des Patienten sagen Therapieplanung
Anamnese: 1) Leitsymptom und Aktuelle Anamnese
1. Aktuelle Anamnese und Leitsymptome Lokalisation
2. Medizinische Vorgeschichte Art/Qualität (stechend, brennend, dumpf)
3. Medikamentenanamnese Schweregrad/Stärke (NSR: 1-10)
4. Vegetative Anamnese Zeitliches Auftreten/Verlauf (plötzlich/schleichend, dauerhaft)
5. Ggf. gynäkologische Anamnese Verstärkung/Abschwächung des Symptoms (Medikament, Tageszeit, Nahrung, Lagerung)
6. Genuss- und Suchtanamnese Begleitsymptomatik
7. Familien- und Sozialanamnese, Grad der Behinderung (Alltag)
Berufsanamnese Auslöser/eigene Erklärung des Patienten bzw. der Ätiologie der Beschwerden
7) Familien- und Sozialanamnese, Berufsanamnese
Schwierige Themen
Chronische, maligne Erkrankungen in der Familie
Hereditäre Erkrankungen, Todesursache von Blutsverwandten Alkohol
Familiäre Situation (Ehe, Partnerschaft, Kinder) Andere Drogen
Einbindung in soziales Umfeld Sexualität
Körperliche Aktivität Familien-, Sozialanamnese
Besondere Belastungssituation (bei V.a. psychopathologischen Befund)
Beruf und aktuell ausgeführte Tätigkeit
medizinisch relevante Exposition, Stressfaktoren, Schichtarbeit, Sozialstatus