Lernzettel Entwicklung – Entwicklungsrisiken I (Trennung / Scheidung)
🧠 1️⃣
Empirisch gesicherte Risiko- & Schutzfaktoren der Entwicklung
🔴 Risikofaktoren (erhöhen Wahrscheinlichkeit ungünstiger Entwicklung):
• Elterliche psychische Belastungen (Depression, Sucht, hoher Stress)
• Niedriger sozioökonomischer Status (Armut, geringe Bildung, Arbeitslosigkeit)
• Alleinerziehung (v.a. mit zusätzlichen Belastungen)
• Familiäre Konflikte & Partnergewalt
• Fehlende Feinfühligkeit & harte Erziehung
• Kindbezogene Faktoren: niedriges Geburtsgewicht, schwieriges Temperament
• Kumulation mehrerer Risiken (je mehr, desto gefährlicher)
🟢 Schutzfaktoren (puffern Risiken ab):
• Feinfühlige, stabile Eltern-Kind-Beziehung ❤️
• Soziale Unterstützung (Familie, Freunde, Institutionen)
• Gute Emotions- & Stressregulation
• Positive Peer- & Schulbeziehungen
• Gute Prozessqualität in Kita/Betreuung
• Persönliche Ressourcen (Optimismus, Intelligenz, Selbstwirksamkeit)
📊 Wozu eine Risiko- & Schutzfaktorenbilanz?
→ Um das Zusammenspiel aller Einflüsse ganzheitlich einzuschätzen
→ Grundlage für Prävention & Intervention
→ Nicht ein Faktor entscheidet, sondern die Gesamtbilanz
, 📌 Beispiel (Fall Larissa):
Risiken: Frühgeburt, Alleinerziehung, geringe soziale Unterstützung
Schutz: behandelte postpartale Depression, Möglichkeit externer Betreuung
➡️
Bilanz hilft, gezielte Hilfen abzuleiten
🧠 2️⃣
Early Life Stress (ELS) & „Embodied Inequality“
🔹 Early Life Stress =
chronische oder starke Belastungen in früher Kindheit
(z.B. Armut, elterliche Konflikte, Vernachlässigung).
Warum besonders bedeutsam?
• Frühe Hirnentwicklung hochplastisch
• Dauerstress verändert Stressverarbeitungssysteme:
– HPA-Achse (Cortisol)
– Amygdala, Hypothalamus
• Langfristige Effekte auf:
– Emotionsregulation
– Impulskontrolle
– Aufmerksamkeit & Motivation
🔹 „Embodied Inequality“ (verkörperte Ungleichheit):
→ Soziale Ungleichheit „schreibt sich“ biologisch in den Körper ein
→ Belastungen wirken über Jahre hinweg auf Gehirn & Verhalten
🧠 1️⃣
Empirisch gesicherte Risiko- & Schutzfaktoren der Entwicklung
🔴 Risikofaktoren (erhöhen Wahrscheinlichkeit ungünstiger Entwicklung):
• Elterliche psychische Belastungen (Depression, Sucht, hoher Stress)
• Niedriger sozioökonomischer Status (Armut, geringe Bildung, Arbeitslosigkeit)
• Alleinerziehung (v.a. mit zusätzlichen Belastungen)
• Familiäre Konflikte & Partnergewalt
• Fehlende Feinfühligkeit & harte Erziehung
• Kindbezogene Faktoren: niedriges Geburtsgewicht, schwieriges Temperament
• Kumulation mehrerer Risiken (je mehr, desto gefährlicher)
🟢 Schutzfaktoren (puffern Risiken ab):
• Feinfühlige, stabile Eltern-Kind-Beziehung ❤️
• Soziale Unterstützung (Familie, Freunde, Institutionen)
• Gute Emotions- & Stressregulation
• Positive Peer- & Schulbeziehungen
• Gute Prozessqualität in Kita/Betreuung
• Persönliche Ressourcen (Optimismus, Intelligenz, Selbstwirksamkeit)
📊 Wozu eine Risiko- & Schutzfaktorenbilanz?
→ Um das Zusammenspiel aller Einflüsse ganzheitlich einzuschätzen
→ Grundlage für Prävention & Intervention
→ Nicht ein Faktor entscheidet, sondern die Gesamtbilanz
, 📌 Beispiel (Fall Larissa):
Risiken: Frühgeburt, Alleinerziehung, geringe soziale Unterstützung
Schutz: behandelte postpartale Depression, Möglichkeit externer Betreuung
➡️
Bilanz hilft, gezielte Hilfen abzuleiten
🧠 2️⃣
Early Life Stress (ELS) & „Embodied Inequality“
🔹 Early Life Stress =
chronische oder starke Belastungen in früher Kindheit
(z.B. Armut, elterliche Konflikte, Vernachlässigung).
Warum besonders bedeutsam?
• Frühe Hirnentwicklung hochplastisch
• Dauerstress verändert Stressverarbeitungssysteme:
– HPA-Achse (Cortisol)
– Amygdala, Hypothalamus
• Langfristige Effekte auf:
– Emotionsregulation
– Impulskontrolle
– Aufmerksamkeit & Motivation
🔹 „Embodied Inequality“ (verkörperte Ungleichheit):
→ Soziale Ungleichheit „schreibt sich“ biologisch in den Körper ein
→ Belastungen wirken über Jahre hinweg auf Gehirn & Verhalten