Escrito por estudiantes que aprobaron Inmediatamente disponible después del pago Leer en línea o como PDF ¿Documento equivocado? Cámbialo gratis 4,6 TrustPilot
logo-home
Document preview thumbnail
Vista previa 2 fuera de 5 páginas
Reseña del libro

Aufsatz Biologie Spitzmaulnashorn

Document preview thumbnail
Vista previa 2 fuera de 5 páginas

Vista previa del contenido

Das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis): Monografie des legendären Dornbuschnashorns Afrikas

Kapitel 1: Einleitung, Entdeckungsgeschichte und Taxonomie

Das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis), im englischen Sprachraum als Black Rhinoceros (Schwarzes
Nashorn) bezeichnet, ist eines der ikonischsten Großsäugetiere des afrikanischen Kontinents.
Gemeinsam mit dem wesentlich größeren Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) bildet es die
afrikanische Linie innerhalb der Familie der Nashörner (Rhinocerotidae). Trotz der englischen
Trivialbezeichnung besitzt das Spitzmaulnashorn keine schwarze Haut; seine Färbung reicht von hellgrau
bis dunkelbraun-grau und wird maßgeblich von der Farbe des Schlamms geprägt, in dem sich das Tier
suhlt. Das namensgebende und funktionell entscheidende Merkmal der Art ist ihre spitz zulaufende,
hochgradig bewegliche Oberlippe.

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1758 durch Carl von Linné in seiner Systema
Naturae unter dem Taxon Rhinoceros bicornis. Später, im Jahr 1821, stellte der britische Zoologe John
Edward Gray die Art in die eigenständige Gattung Diceros. Der Gattungsname Diceros leitet sich aus den
altgriechischen Wörtern dis (zwei) und keras (Horn) ab. Das lateinische Artepitheton bicornis bedeutet
ebenfalls „zweihörnig“, was die doppelte Hornstruktur auf dem Nasenrücken betont.

Systematisch gehört das Spitzmaulnashorn zur Ordnung der Unpaarhufer (Perissodactyla). Die evolutive
Trennung zwischen den afrikanischen Gattungen Diceros und Ceratotherium vollzog sich vor geschätzten
10 bis 14 Millionen Jahren im späten Miozän. Während sich das Breitmaulnashorn zu einem
spezialisierten Grasfresser mit breitem Maul entwickelte, behielt das Spitzmaulnashorn die urtümlichere
Lebensweise eines Laub- und Strauchfressers bei.

Historisch wurden innerhalb der Art vier distincte Unterarten unterschieden, von denen eine in jüngster
Zeit von der Erde verschwunden ist:

Das Südwestliche Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis bicornis): Die Nominatform war einst von
Südafrika über Namibia bis nach Angola verbreitet. Die ursprüngliche Kap-Population wurde zwar im 19.
Jahrhundert ausgerottet, doch überlebten bedeutende Bestände in den ariden Regionen Namibias.

Das Östliche Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis michaeli): Historisch in Südsudan, Äthiopien, Somalia,
Kenia und Tansania heimisch. Heute bildet diese Unterart das Rückgrat der Populationen in Ostafrika.

Das Südliche / Südöstliche Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis minor): Die historisch am weitesten
verbreitete Unterart, deren Areal von Tansania über Simbabwe und Mosambik bis in den Osten
Südafrikas reichte.

Das Westafrikanische Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis longipes): Einst im Savannengürtel West- und
Zentralafrikas (u. a. Kamerun, Tschad, Nigeria) verbreitet. Diese Unterart wurde nach jahrelanger harter
Wilderei im Jahr 2011 von der IUCN offiziell für ausgestorben erklärt.

Kapitel 2: Morphologische und anatomische Charakteristika

, Das Spitzmaulnashorn ist ein extrem kräftig gebautes, kompaktes Säugetier, dessen Anatomie
konsequent auf das Durchdringen und Verzehren dorniger Buschvegetation ausgerichtet ist.

Körpermaße und Gewicht: Ausgewachsene Spitzmaulnashörner erreichen eine Schulterhöhe von 140 bis
180 Zentimetern sowie eine Kopf-Rumpf-Länge von 300 bis 375 Zentimetern. Das Körpergewicht liegt im
Durchschnitt zwischen 800 und 1.400 Kilogramm; besonders massive Bullen können ein Maximalgewicht
von knapp 1.800 Kilogramm erreichen. Die Art ist damit deutlich kleiner und leichter als das
Breitmaulnashorn, das nicht selten über zwei Tonnen wiegt.

Die Greiflippe: Das herausragendste anatomische Merkmal ist die V-förmige, fingerartige Oberlippe
(Greiflippe). Diese ist muskelsark und extrem beweglich. Sie dient als Prähensionsorgan, mit dem das
Nashorn gezielt dornige Zweige, Blätter und Rinde umfassen, anziehen und abbrechen kann.

Kopfhaltung und Halsanatomie: Im Gegensatz zum Breitmaulnashorn, das seinen schweren Kopf dicht
über dem Boden trägt, hält das Spitzmaulnashorn den Kopf deutlich höher aufgerichtet. Der Nacken ist
zwar stark bemuskelt, besitzt jedoch keinen aufragenden Muskelbuckel wie die grasfressende
Verwandtschaft.

Die Hornstruktur: Das Spitzmaulnashorn trägt zwei Hörner aus dicht gepressten Keratinfasern, die direkt
auf den Knochen des Schädels aufsitzen. Das vordere Horn (Nasalhorn) ist gewöhnlich das längere und
erreicht eine Durchschnittslänge von 50 bis 80 Zentimetern (in historischen Ausnahmefällen über 130
Zentimeter). Es ist meist nach hinten gebogen und spitzt sich stark zu. Das hintere Horn (Frontalhorn) ist
kürzer und variiert von einer stumpfen Pyramidenform bis zu einer beträchtlichen Länge.

Haut und Gebiss: Die Haut ist bis zu zwei Zentimeter dick, gefaltet an den Flanken und Schultern, zeigt
jedoch keine gepanzerten Plattenstrukturen wie die asiatischen Arten. Im Gebiss fehlen echte Schneide-
und Eckzähne vollständig. Die Nahrung wird ausschließlich mit den hochkronigen, scharfkantigen
Backenzähnen zerkleinert.

Kapitel 3: Lebensraum, Geografische Verbreitung und Ökologie

Das Spitzmaulnashorn war ursprünglich ein weit verbreiteter Bewohner fast aller Landschaftsformen
Afrikas südlich der Sahara, mit Ausnahme der geschlossenen tropischen Tieflandregenwälder und
extremer Vollwüsten.

Historisches versus heutiges Areal: Einst besiedelte die Art fast den gesamten afrikanischen Kontinent
vom Kap der Guten Hoffnung bis nach Somalia und Nigeria. Heute ist das Vorkommen auf ein Mosaik
streng bewachter Schutzgebiete und privater Reservate in Namibia, Südafrika, Kenia, Tansania und
Simbabwe zersplittert. kleine wiederangesiedelte Populationen existieren zudem in Eswatini, Ruanda
und Malawi.

Habitatpräferenzen: Das Spitzmaulnashorn bevorzugt strukturreiche Ökosysteme mit dichten Gehölz-
und Strauchschichten. Bevorzugt werden:

Trockensavannen und Akazienbuschland (Bushveld).

Información del documento

Estudio
Gymnasium
Año escolar
1
Subido en
19 de agosto de 2026
Número de páginas
5
Escrito en
2026/2027
Tipo
Reseña del libro
$9.21

¿Documento equivocado? Cámbialo gratis Dentro de los 14 días posteriores a la compra y antes de descargarlo, puedes elegir otro documento. Puedes gastar el importe de nuevo.
Escrito por estudiantes que aprobaron
Inmediatamente disponible después del pago
Leer en línea o como PDF

Vendido
0
Seguidores
0
Artículos
42
Última venta
-




Por qué los estudiantes eligen Stuvia

Creado por compañeros estudiantes, verificado por reseñas

Calidad en la que puedes confiar: escrito por estudiantes que aprobaron y evaluado por otros que han usado estos resúmenes.

¿No estás satisfecho? Elige otro documento

¡No te preocupes! Puedes elegir directamente otro documento que se ajuste mejor a lo que buscas.

Paga como quieras, empieza a estudiar al instante

Sin suscripción, sin compromisos. Paga como estés acostumbrado con tarjeta de crédito y descarga tu documento PDF inmediatamente.

Student with book image

“Comprado, descargado y aprobado. Así de fácil puede ser.”

Alisha Student

Preguntas frecuentes