• literarische Sozialisation (Faktoren und typische Verlaufsformen), in
Zusammenhang dazu: Maßnahmen der Leseförderung
Definiton: lit. Sozialisation —> Herausbildung der Persönlichkeit in Wechselwirkung mit der
literarischen Kultur, also mit literarischen Texten sowie ihre Produktion und Rezeption in
der Gesellschaft
Faktoren:
Verlaufsformen
Kleinkind - und Vorschulalter:
- frühe literarische Sozialisation: Bilderbuchgeschichten, Handlungen mit einfachen
Komplikationsstrukturen, Ergänzungen durch auditive & (audio)visuelle Medienproduktion
- primäre liter. Initiation abhängig von verbaler Interaktion —> gemeinsame Kommunikation über
Gehörtes & Gesehenes
- Kontakt mit situationsabstrakten Gebrauch von Sprache, Heranführung an schriftsprachliche
Kommunikation, u.a. Kompetenzen zum Wiedererkennen einfacher narrativer Muster und
ästhetischer Merkmale, zur Unterscheidung zwischen Fiktion und Realität
Grundschulalter/ Vorpubertät:
- Möglichkeit zum selbständigen Lesen: meist hohe Lesemotivation und Lesemenge
- populäre fiktionale Kinderliteratur, Internats - & Tiergeschichten für Mädels, Abenteuergeschichte
bei Jungs
- kindliches Lustlesen: Wunscherfüllung im Bereich des Imaginären, Identifikation mit Held/in,
Wiederholungslektüre
- Vertiefung der Schriftsprachlichkeit & grundlegenden Kompetenzen zum Erkennen zentraler TE
und Deutung
Schulalter/ Pubertät:
- meist Lesekrise (auch Suchtlesen & Erprobung neuer Lesemodi anhand Erwachsenenliteratur)
- Erwerb zentraler Kompetenzen möglich: Funktion von Darstellungsverfahren für
Bedeutungspotenzial von Text erkennen, fremde Sichtweisen von Wirklichkeit aneignen und
nutzen, eigene Deutung mitteilen und diskutieren, Lese- und Verstehensstrategien routiniert
anwenden
Adolezens/ Erwachsenenalter:
- Mehrheit: Nicht- oder Wenigleser
- Minderheit: erfolgreiche sekundäre literarische Initiation —> Sach- und Fachbuchleser (v.a.
Männer), Leser liter. Texte
- Nutzung unterschiedlicher Lesemodi (7)
, • fünf Stufen der Unterrichtsplanung und ihre Zusammenhänge
• Ziele des Literaturunterrichts und ihre Zusammenhänge
- Textverstehen als
übergeordnetes Ziel
- Grundlage für Textverstehen:
Lesemotivation, emotionale
Beteiligung, Vorstellungsbildung
-Erwerb von lit. Bildung —> man
wird selbstbewussten menschen
und bereichert dadurch die
Gesellschaft
- Medienintegration ist auch ein
Ziel! und wichtig!
• Funktion von Literatur, auch gattungsspezifisch (Epik, Lyrik, Dramatik)
—> Aneignung & Nutzung (Sichtweisen in Frage stellen, Verhalten ins positive ändern) neuer
Sichtweisen auf die Wirklichkeit (andere Blickwinkel)
- neue Sichtweise: nicht nur Sachverhalte im text auch wie mit Sprache umgegangen wird (Spiel
mit Sprache —> SuS überlegen lassen)
- Wirklichkeitsbezug: Wie ist das heute? Wie kann man SuS neue Sichtweisen näher bringen?
• Modellierung literarischer Textverstehenskompetenz (drei Teilleistungen in ihren
drei Dimensionen —> Tabelle)