ARBEITSRECHT
,Die arbeitsrechtliche Klausur
1. Variante reine Gutachtenklausur – Abhandlung mehrerer spezieller
Einzelprobleme im Rahmen eines Gutachtens
2. Variante Gutachten mit prozessualer Einkleidung – Erfolgsaussichten eines
Rechtsstreits zwischen AG und AN mit verschiedenen Klageanträgen
Rechtsweg, Zuständigkeit und Zulässigkeit
Rechtsweg und Zuständigkeit
I. Rechtsweg zu den keine Klageabweisung als unzulässig, sondern
Gerichten, §§ 2, 48 Verweisung an das zuständige Gericht gem. § 48 I
ArbGG für ArbGG iVm § 17a II-IV GVG
Arbeitssachen
II. Sachliche In erster Instanz sind die Arbeitsgerichte zuständig
Zuständigkeit, § 8 I Ausnahme: §§ 2a I Nr. 5, 98 II ArbGG (LAG)
ArbGG
III. Örtliche Allg. Gerichtsstand des Wohnortes bzw. Sitz des
Zuständigkeit, § 46 II 1 Beklagten: §§ 12, 12 bzw. 17 ZPO
ArbGG iVm §§ 12 ff. Daneben besonderer Gerichtsstand des
ZPO Erfüllungsortes, § 29 ZPO iVm § 269 BGB bzw. § 48 Ia
ArbGG
Zulässigkeit der Klage
I. Ordnungsgemäße Kein Anwaltszwang, § 11 I 1 ArbGG
Klageerhebung, § 46 II 1 Prozessvertretung durch Gewerkschaft oder
ArbGG, §§ 495, 253 ZPO (bei Arbeitgeberverband möglich, § 11 II 2 Nr. 4
anwaltlicher Vertretung §§ ArbGG
46g, 46c IV 1 Nr. 2 ArbGG Zulässigkeit der Bruttolohnklage trotz
beachten) Erfordernis des bestimmten Antrages gem. §
253 II Nr. 2 ZPO
II. Antragsartabhängige und Feststellungsanträge
sonstige Leistungsanträge
Zulässigkeitsvoraussetzungen
, Die verschiedenen Feststellungsanträge
I. Allgemeiner Ziel: Feststellung des Fortbestehens des
Feststellungsantrag, § 46 Arbeitsverhältnisses über einen bestimmten
II 1 ArbGG iVm §§ 495, Zeitpunkt hinaus bis zu letzten mündlichen
256 I ZPO Verhandlung
Feststellungsinteresse aufgrund Prozessökonomie,
da Feststellung des Bestandes des
Arbeitsverhältnisses Grundlage für eine Reihe von
gegenseitigen Leistungsansprüchen ist
II. Punktueller Punktueller Streitgegenstandsbegriff: Feststellung,
Kündigungsschutzantrag, dass Arbeitsvertrag durch die „angegriffene“
§ 4 S. 1 KSchG Kündigung nicht aufgelöst wurde
Feststellungsinteresse: Gefahr der materiellen
Präklusion gem. §§ 4 S.1, 7 (bei außerordentlicher
Kündigung iVm § 13 I 2) KSchG
III. Kombinierter Verbindung von punktuellem
Kündigungsschutzantrag Kündigungsschutzantrag und allgemeinem
Feststellungsantrag
Auslegung: echte kombinierte Klage oder
unselbständige Anhängsel ohne eigenständige
prozessuale Bedeutung?
Bei echter kombinierter Klage: Feststellungsinteresse
für beide Anträge erforderlich
o Kündigungsschutzantrag, §§ 4, 7 (13 I 2)
KSchG
o allgemeiner Feststellungsantrag: Möglichkeit
weiterer Beendigungstatbestände
Die Kündigungserklärung
I. Rechtsnatur Einseitige, empfangsbedürftige, nach Zugang unwiderrufliche (§ 130 I
2 BGB) Willenserklärung
II. Formfragen § 623 HS 1 BGB: Schriftform erforderlich
Fax reicht nicht → Umkehrschluss aus § 127 II BGB
III. Inhalt Erkennbarer Wille, Arbeitsverhältnis zu bestimmten Zeitpunkt
zu beenden
Angabe des Kündigungsgrundes nicht erforderlich, arg. § 626
II 3 BGB (Ausnahme z.B. § 17 II 2 MuSchG)
IV. § 180 BGB: Unwirksamkeit bei fehlender Vertretungsmacht
Stellvertretung § 174 BGB: Unwirksamkeit bei unverzüglicher Zurückweisung,
es sei denn Information gem. § 174 S. 2 BGB
V. Zugang Objektiver Zugangsbegriff, § 130 BGB → urlaubsbedingte
Abwesenheit unbeachtlich
Die außerordentliche Kündigung, § 626 BGB
I. Zugang der §§ 623, 130 BGB → evtl. Probleme der
schriftlichen Kündigung Zugangsvereitelung
II. Keine materielle Nichteinhaltung der 3-Wochen-Frist heilt alle
Präklusion, §§ 4 S. 1, 7, Unwirksamkeitsgründe (KSchG muss nicht
13 I 2 KSchG anwendbar sein, vgl. § 23 I 2, 3)
III. Allgemeine Bedingungsfeindlichkeit
Wirksamkeitshindernisse Vertretungsprobleme: §§ 167 II, 174, 180 BGB
IV. §§ 17 I MuSchG/ 18 BEEG/ 168, 174 SGB IX/ 102 f.
,Die arbeitsrechtliche Klausur
1. Variante reine Gutachtenklausur – Abhandlung mehrerer spezieller
Einzelprobleme im Rahmen eines Gutachtens
2. Variante Gutachten mit prozessualer Einkleidung – Erfolgsaussichten eines
Rechtsstreits zwischen AG und AN mit verschiedenen Klageanträgen
Rechtsweg, Zuständigkeit und Zulässigkeit
Rechtsweg und Zuständigkeit
I. Rechtsweg zu den keine Klageabweisung als unzulässig, sondern
Gerichten, §§ 2, 48 Verweisung an das zuständige Gericht gem. § 48 I
ArbGG für ArbGG iVm § 17a II-IV GVG
Arbeitssachen
II. Sachliche In erster Instanz sind die Arbeitsgerichte zuständig
Zuständigkeit, § 8 I Ausnahme: §§ 2a I Nr. 5, 98 II ArbGG (LAG)
ArbGG
III. Örtliche Allg. Gerichtsstand des Wohnortes bzw. Sitz des
Zuständigkeit, § 46 II 1 Beklagten: §§ 12, 12 bzw. 17 ZPO
ArbGG iVm §§ 12 ff. Daneben besonderer Gerichtsstand des
ZPO Erfüllungsortes, § 29 ZPO iVm § 269 BGB bzw. § 48 Ia
ArbGG
Zulässigkeit der Klage
I. Ordnungsgemäße Kein Anwaltszwang, § 11 I 1 ArbGG
Klageerhebung, § 46 II 1 Prozessvertretung durch Gewerkschaft oder
ArbGG, §§ 495, 253 ZPO (bei Arbeitgeberverband möglich, § 11 II 2 Nr. 4
anwaltlicher Vertretung §§ ArbGG
46g, 46c IV 1 Nr. 2 ArbGG Zulässigkeit der Bruttolohnklage trotz
beachten) Erfordernis des bestimmten Antrages gem. §
253 II Nr. 2 ZPO
II. Antragsartabhängige und Feststellungsanträge
sonstige Leistungsanträge
Zulässigkeitsvoraussetzungen
, Die verschiedenen Feststellungsanträge
I. Allgemeiner Ziel: Feststellung des Fortbestehens des
Feststellungsantrag, § 46 Arbeitsverhältnisses über einen bestimmten
II 1 ArbGG iVm §§ 495, Zeitpunkt hinaus bis zu letzten mündlichen
256 I ZPO Verhandlung
Feststellungsinteresse aufgrund Prozessökonomie,
da Feststellung des Bestandes des
Arbeitsverhältnisses Grundlage für eine Reihe von
gegenseitigen Leistungsansprüchen ist
II. Punktueller Punktueller Streitgegenstandsbegriff: Feststellung,
Kündigungsschutzantrag, dass Arbeitsvertrag durch die „angegriffene“
§ 4 S. 1 KSchG Kündigung nicht aufgelöst wurde
Feststellungsinteresse: Gefahr der materiellen
Präklusion gem. §§ 4 S.1, 7 (bei außerordentlicher
Kündigung iVm § 13 I 2) KSchG
III. Kombinierter Verbindung von punktuellem
Kündigungsschutzantrag Kündigungsschutzantrag und allgemeinem
Feststellungsantrag
Auslegung: echte kombinierte Klage oder
unselbständige Anhängsel ohne eigenständige
prozessuale Bedeutung?
Bei echter kombinierter Klage: Feststellungsinteresse
für beide Anträge erforderlich
o Kündigungsschutzantrag, §§ 4, 7 (13 I 2)
KSchG
o allgemeiner Feststellungsantrag: Möglichkeit
weiterer Beendigungstatbestände
Die Kündigungserklärung
I. Rechtsnatur Einseitige, empfangsbedürftige, nach Zugang unwiderrufliche (§ 130 I
2 BGB) Willenserklärung
II. Formfragen § 623 HS 1 BGB: Schriftform erforderlich
Fax reicht nicht → Umkehrschluss aus § 127 II BGB
III. Inhalt Erkennbarer Wille, Arbeitsverhältnis zu bestimmten Zeitpunkt
zu beenden
Angabe des Kündigungsgrundes nicht erforderlich, arg. § 626
II 3 BGB (Ausnahme z.B. § 17 II 2 MuSchG)
IV. § 180 BGB: Unwirksamkeit bei fehlender Vertretungsmacht
Stellvertretung § 174 BGB: Unwirksamkeit bei unverzüglicher Zurückweisung,
es sei denn Information gem. § 174 S. 2 BGB
V. Zugang Objektiver Zugangsbegriff, § 130 BGB → urlaubsbedingte
Abwesenheit unbeachtlich
Die außerordentliche Kündigung, § 626 BGB
I. Zugang der §§ 623, 130 BGB → evtl. Probleme der
schriftlichen Kündigung Zugangsvereitelung
II. Keine materielle Nichteinhaltung der 3-Wochen-Frist heilt alle
Präklusion, §§ 4 S. 1, 7, Unwirksamkeitsgründe (KSchG muss nicht
13 I 2 KSchG anwendbar sein, vgl. § 23 I 2, 3)
III. Allgemeine Bedingungsfeindlichkeit
Wirksamkeitshindernisse Vertretungsprobleme: §§ 167 II, 174, 180 BGB
IV. §§ 17 I MuSchG/ 18 BEEG/ 168, 174 SGB IX/ 102 f.