DEUTSCHDIDAKTIK – STAATSEXAMEN
1 LEHRPLAN PLUS BAYERN GRUNDSCHULE
Die Lernbereiche
Prinzipien des Deutschunterrichts
Integrativer Deutschunterricht
• Zur Festigung und Erweiterung der Sprachhandlungsfähigkeit ist die Integration der
Lernbereiche und die Verknüpfung der Inhaltsbereiche unerlässlich
• Übungen erhalte ihre Begründung aus dem Zusammenhang der Sprachsituation, dürfen
daher nicht isoliert werden
o Einsichten in sprachliche Mittel führen zu vertieftem Textverständnis
• Lesen von Texten ist vom Sprechen und Schreiben nicht zu trennen
Offene Unterrichtsformen
• Sprachliche Entwicklungen der Schüler kann durch offene Unterrichtsformen
verwirklicht werden (Lern-Übungszirkel, Wochenplan, Projekte)
• Fehler geben Einblick auf Leistungsstand und sind Basis für Weiterarbeit →
Individualisierung
• Ermöglicht selbsttätiges, produktives und rezeptives Sprachhandeln, trägt zum Erwerb
fachspezifischer Arbeitsweisen und Lerntechniken bei
Arbeitstechniken
• Arbeitstechniken ermöglichen erst lebenslanges Lernen
Fächerübergreifender Unterricht
• Zwischen DU und anderen Fächern sollen Querverbindungen genutzt werden
• Sach- und Sinnzusammenhänge werden so leichter erkannt; UR-Inhalte besser
verstanden
• Themen aus anderen Fächern bieten konkrete Sprech- und Schreibanlässe
,Fachdidaktische Positionen
Bildungstheoretisch/Muttersprachlich
• 1950/1960er
• Klafkis Bildungstheoretische Didaktik (Bildungsinhalte)
• Muttersprachliche Bildung > Vermittlung von Kulturgütern, richtiges, ausdrucksvolles
Sprechen und Schreiben
• Traditioneller Aufsatzunterricht, formaler Grammatikunterricht, Sprecherziehung
Lerntheoretisch/Kommunikativ
• 1970: Lernzielorientierung: curriculare Wende; kommunikative Wende
• Erwerb von kommunikativer Kompetenz (=effektiv, bewusst kommunizieren,
empfängerorientiert, beherrschen von Kommunikationstechniken) und kritischer
Mündigkeit
• Kommunikative Schreibformen, Trivialliteratur, Sachtexte
• Sich im späteren Leben behaupten können
Schülerorientiert/kognitivistisch
• 1980/90
• Kognitivistische Wende, Schülerorientierung
• Lernen als individuelle Konstruktion / individuelle Entfaltung der SuS
• Entwicklung von Interessen und Bedürfnissen der SuS
• Kreatives Schreiben, strategieorientierter Rechtschreibunterricht, offene und
produktive Verfahren im Literaturunterricht, lesen als Modellbildung
Kompetenzorientiert / Funktionalistisch
• 2000
• Kompetenzorientierung, internationale Vergleichsstudien, KMK-Standards
• Festgelegte Bildungsstandards, objektivierbare Kompetenzen
• Nutzungskompetenz von Medien, texte verstehen, Infos entnehmen, sich schrift.
Verständigen
• Entspricht den versch. Gesellschaftlichen Anforderungen
KMK-Bildungsstandards für den Primarbereich im Fach Deutsch
Dabei kommt den prozessbezogenen Kompetenzbereichen ein zentraler Stellenwert zu:
• Sprechen und Zuhören (vgl. Abschnitt 3.1): Mündliche Kommunikationskompetenz und
sich mithilfe der gesprochenen Sprache zu unterschiedlichen Zwecken über
verschiedene Sachverhalte verständigen und Identität ausdrücken in den
, Kernbereichen, Zu anderen sprechen, Verstehend zuhören, Mit anderen sprechen und
Vor anderen sprechen
• Schreiben (vgl. Abschnitt 3.2): Schreibfertigkeiten entwickeln und sich mithilfe selbst
verfasster Texte über verschiedene Sachverhalte verständigen, sich Wissen aneignen
und Identität ausdrücken in den Kernbereichen Über Schreibfertigkeiten verfügen,
Orthografisch schreiben und Texte verfassen
• Lesen (vgl. Abschnitt 3.3): Lesefertigkeiten entwickeln und Texte verstehen, sie mit dem
Vorwissen und externen Wissensbeständen verbinden und die eigene Lesekompetenz
für den Umgang mit (auch digitalen) Texten und zur persönlichen Entwicklung und
gesellschaftlichen Teilhabe nutzen in den Kernbereichen Lesefertigkeiten und
Lesefähigkeiten
Die folgenden Kompetenzbereiche betreffen dann in besonderer Weise die fachlichen
Domänen des Deutschunterrichts:
• Sich mit Texten und anderen Medien auseinandersetzen (vgl. Abschnitt 3.4): sich
literarische Texte sowie Sach- und Gebrauchstexte unterschiedlicher medialer Form er
schließen und gezielt nutzen in den Kernbereichen Über Textwissen verfügen, Sich im
Medienangebot orientieren, Texte und andere Medien erschließen und nutzen, Digitale
Formate und Umgebungen
• Sprache und Sprachgebrauch untersuchen (vgl. Abschnitt 3.5): sich mit sprachlicher
Verständigung, sprachlicher Vielfalt und sprachlichen Strukturen auseinandersetzen
und gezielt nutzen in den Kernbereichen Sprachliche Verständigung und sprachliche
Vielfalt untersuchen sowie Sprachliche Strukturen untersuchen und nutzen
Anforderungsbereiche
• Bildungsstandards sind so formuliert, dass sie in Aufgaben umgesetzt werden können
• Zeigen Bandbreite unterschiedlicher Anforderungen
• Anforderungsbereiche bieten orientierungsrahmen für die Aufgabenentwicklung
• Aufgaben können mehrere Anforderungsbereiche abdecken
• Schwierigkeitsgrad der Aufgaben wird gesteuert durch
o Komplexität der Aufgabenstellung
o Komplexität und Anforderungshöhe des vorgelegten Textes, Textensembles
oder entsprechenden Problemstellung
o Anforderung an Kontext- und Orientierungswissen
o Anforderung an die sprachliche Darstellung
o Umfang und Komplexität der notwendigen Reflexion oder Bewertung
• 3 Anforderungsbereiche
Anforderungsbereich I umfasst das Wiedergeben von Sachverhalten, Textinhalten und
Kenntnissen im gelernten Zusammenhang, die Verständnissicherung sowie das Anwenden und
Be schreiben geübter Arbeitstechniken und Verfahren.
, Anforderungsbereich II umfasst das selbstständige Anordnen, Verarbeiten, Erklären und Dar
stellen bekannter Sachverhalte (auch auf der Basis von Texten unterschiedlicher medialer
Form) unter vorgegebenen Gesichtspunkten in einem durch Übung bekannten Zusammen
hang und das selbstständige Übertragen und Anwenden des Gelernten auf vergleichbare neue
Zusammenhänge und Sachverhalte.
Anforderungsbereich III umfasst das Verarbeiten komplexer Sachverhalte (auch auf der Basis
von Texten unterschiedlicher medialer Form) mit dem Ziel, zu selbstständigen Lösungen,
Gestaltungen oder Deutungen, Folgerungen, Verallgemeinerungen, Begründungen und
Wertungen zu gelangen. Dabei wählen die Schülerinnen und Schüler selbstständig geeignete
Arbeitstechniken, Strategien und Verfahren zur Bewältigung der Aufgabe, wenden sie auf eine
neue Problemstellung an und reflektieren das eigene Vorgehen.
Sprechen und Zuhören
• Zu anderen sprechen
• Verstehend zuhören
• Gespräche führen
• Szenisch spielen
• Über Lernen sprechen
Schreiben
• Über Schreibfertigkeiten verfügen
• Richtig schreiben
• Texte planen
• Texte schreiben
• Texte überarbeiten
Lesen – mit Texten und Medien umgehen
• Über Lesefähigkeiten verfügen
• Über Leseerfahrungen verfügen
• Texte erschließen
• Texte präsentieren
Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
• Grundlegende sprachliche Strukturen und Begriffe kennen
• Sprachliche Verständigung untersuchen
• An Wörtern, Sätzen, texten arbeiten
• Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Sprachen entdecken
Methoden und Arbeitstechniken
1 LEHRPLAN PLUS BAYERN GRUNDSCHULE
Die Lernbereiche
Prinzipien des Deutschunterrichts
Integrativer Deutschunterricht
• Zur Festigung und Erweiterung der Sprachhandlungsfähigkeit ist die Integration der
Lernbereiche und die Verknüpfung der Inhaltsbereiche unerlässlich
• Übungen erhalte ihre Begründung aus dem Zusammenhang der Sprachsituation, dürfen
daher nicht isoliert werden
o Einsichten in sprachliche Mittel führen zu vertieftem Textverständnis
• Lesen von Texten ist vom Sprechen und Schreiben nicht zu trennen
Offene Unterrichtsformen
• Sprachliche Entwicklungen der Schüler kann durch offene Unterrichtsformen
verwirklicht werden (Lern-Übungszirkel, Wochenplan, Projekte)
• Fehler geben Einblick auf Leistungsstand und sind Basis für Weiterarbeit →
Individualisierung
• Ermöglicht selbsttätiges, produktives und rezeptives Sprachhandeln, trägt zum Erwerb
fachspezifischer Arbeitsweisen und Lerntechniken bei
Arbeitstechniken
• Arbeitstechniken ermöglichen erst lebenslanges Lernen
Fächerübergreifender Unterricht
• Zwischen DU und anderen Fächern sollen Querverbindungen genutzt werden
• Sach- und Sinnzusammenhänge werden so leichter erkannt; UR-Inhalte besser
verstanden
• Themen aus anderen Fächern bieten konkrete Sprech- und Schreibanlässe
,Fachdidaktische Positionen
Bildungstheoretisch/Muttersprachlich
• 1950/1960er
• Klafkis Bildungstheoretische Didaktik (Bildungsinhalte)
• Muttersprachliche Bildung > Vermittlung von Kulturgütern, richtiges, ausdrucksvolles
Sprechen und Schreiben
• Traditioneller Aufsatzunterricht, formaler Grammatikunterricht, Sprecherziehung
Lerntheoretisch/Kommunikativ
• 1970: Lernzielorientierung: curriculare Wende; kommunikative Wende
• Erwerb von kommunikativer Kompetenz (=effektiv, bewusst kommunizieren,
empfängerorientiert, beherrschen von Kommunikationstechniken) und kritischer
Mündigkeit
• Kommunikative Schreibformen, Trivialliteratur, Sachtexte
• Sich im späteren Leben behaupten können
Schülerorientiert/kognitivistisch
• 1980/90
• Kognitivistische Wende, Schülerorientierung
• Lernen als individuelle Konstruktion / individuelle Entfaltung der SuS
• Entwicklung von Interessen und Bedürfnissen der SuS
• Kreatives Schreiben, strategieorientierter Rechtschreibunterricht, offene und
produktive Verfahren im Literaturunterricht, lesen als Modellbildung
Kompetenzorientiert / Funktionalistisch
• 2000
• Kompetenzorientierung, internationale Vergleichsstudien, KMK-Standards
• Festgelegte Bildungsstandards, objektivierbare Kompetenzen
• Nutzungskompetenz von Medien, texte verstehen, Infos entnehmen, sich schrift.
Verständigen
• Entspricht den versch. Gesellschaftlichen Anforderungen
KMK-Bildungsstandards für den Primarbereich im Fach Deutsch
Dabei kommt den prozessbezogenen Kompetenzbereichen ein zentraler Stellenwert zu:
• Sprechen und Zuhören (vgl. Abschnitt 3.1): Mündliche Kommunikationskompetenz und
sich mithilfe der gesprochenen Sprache zu unterschiedlichen Zwecken über
verschiedene Sachverhalte verständigen und Identität ausdrücken in den
, Kernbereichen, Zu anderen sprechen, Verstehend zuhören, Mit anderen sprechen und
Vor anderen sprechen
• Schreiben (vgl. Abschnitt 3.2): Schreibfertigkeiten entwickeln und sich mithilfe selbst
verfasster Texte über verschiedene Sachverhalte verständigen, sich Wissen aneignen
und Identität ausdrücken in den Kernbereichen Über Schreibfertigkeiten verfügen,
Orthografisch schreiben und Texte verfassen
• Lesen (vgl. Abschnitt 3.3): Lesefertigkeiten entwickeln und Texte verstehen, sie mit dem
Vorwissen und externen Wissensbeständen verbinden und die eigene Lesekompetenz
für den Umgang mit (auch digitalen) Texten und zur persönlichen Entwicklung und
gesellschaftlichen Teilhabe nutzen in den Kernbereichen Lesefertigkeiten und
Lesefähigkeiten
Die folgenden Kompetenzbereiche betreffen dann in besonderer Weise die fachlichen
Domänen des Deutschunterrichts:
• Sich mit Texten und anderen Medien auseinandersetzen (vgl. Abschnitt 3.4): sich
literarische Texte sowie Sach- und Gebrauchstexte unterschiedlicher medialer Form er
schließen und gezielt nutzen in den Kernbereichen Über Textwissen verfügen, Sich im
Medienangebot orientieren, Texte und andere Medien erschließen und nutzen, Digitale
Formate und Umgebungen
• Sprache und Sprachgebrauch untersuchen (vgl. Abschnitt 3.5): sich mit sprachlicher
Verständigung, sprachlicher Vielfalt und sprachlichen Strukturen auseinandersetzen
und gezielt nutzen in den Kernbereichen Sprachliche Verständigung und sprachliche
Vielfalt untersuchen sowie Sprachliche Strukturen untersuchen und nutzen
Anforderungsbereiche
• Bildungsstandards sind so formuliert, dass sie in Aufgaben umgesetzt werden können
• Zeigen Bandbreite unterschiedlicher Anforderungen
• Anforderungsbereiche bieten orientierungsrahmen für die Aufgabenentwicklung
• Aufgaben können mehrere Anforderungsbereiche abdecken
• Schwierigkeitsgrad der Aufgaben wird gesteuert durch
o Komplexität der Aufgabenstellung
o Komplexität und Anforderungshöhe des vorgelegten Textes, Textensembles
oder entsprechenden Problemstellung
o Anforderung an Kontext- und Orientierungswissen
o Anforderung an die sprachliche Darstellung
o Umfang und Komplexität der notwendigen Reflexion oder Bewertung
• 3 Anforderungsbereiche
Anforderungsbereich I umfasst das Wiedergeben von Sachverhalten, Textinhalten und
Kenntnissen im gelernten Zusammenhang, die Verständnissicherung sowie das Anwenden und
Be schreiben geübter Arbeitstechniken und Verfahren.
, Anforderungsbereich II umfasst das selbstständige Anordnen, Verarbeiten, Erklären und Dar
stellen bekannter Sachverhalte (auch auf der Basis von Texten unterschiedlicher medialer
Form) unter vorgegebenen Gesichtspunkten in einem durch Übung bekannten Zusammen
hang und das selbstständige Übertragen und Anwenden des Gelernten auf vergleichbare neue
Zusammenhänge und Sachverhalte.
Anforderungsbereich III umfasst das Verarbeiten komplexer Sachverhalte (auch auf der Basis
von Texten unterschiedlicher medialer Form) mit dem Ziel, zu selbstständigen Lösungen,
Gestaltungen oder Deutungen, Folgerungen, Verallgemeinerungen, Begründungen und
Wertungen zu gelangen. Dabei wählen die Schülerinnen und Schüler selbstständig geeignete
Arbeitstechniken, Strategien und Verfahren zur Bewältigung der Aufgabe, wenden sie auf eine
neue Problemstellung an und reflektieren das eigene Vorgehen.
Sprechen und Zuhören
• Zu anderen sprechen
• Verstehend zuhören
• Gespräche führen
• Szenisch spielen
• Über Lernen sprechen
Schreiben
• Über Schreibfertigkeiten verfügen
• Richtig schreiben
• Texte planen
• Texte schreiben
• Texte überarbeiten
Lesen – mit Texten und Medien umgehen
• Über Lesefähigkeiten verfügen
• Über Leseerfahrungen verfügen
• Texte erschließen
• Texte präsentieren
Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
• Grundlegende sprachliche Strukturen und Begriffe kennen
• Sprachliche Verständigung untersuchen
• An Wörtern, Sätzen, texten arbeiten
• Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Sprachen entdecken
Methoden und Arbeitstechniken