Human Resource Psychologie
Sehr gute Arbeit! Bestanden!
Einsendeaufgabe
Organisationsentwicklung I
Aufgabe 1
Worin liegen die Vorteile einer internen bzw. externen Beratung?
Im rahmen der Organisationsentwicklung spielt die Beratung eine zentrale Rolle. Dabei kann
zwischen interner und externer Beratung unterschieden werden, wobei beide Formen
spezifische Vor- und Nachteile aufweisen.
Eine interne Beratung zeichnet sich vor allem durch ein tiefgehendes
unternehmensspezifisches Wissen aus. Interne Berater sind bereits mit den Strukturen,
Prozessen und der Unternehmenskultur vertraut, was den Vorteil hat, dass sie sich nicht erst
in die Gegebenheiten einarbeiten müssen. Dies spart Zeit und ermöglicht eine gezieltere
Analyse und Umsetzung von Veränderungsprozessen. Darüber hinaus genießen interne
Berater innerhalb der Organisation oft eine höhere Akzeptanz, das sie als Teil des
Unternehmens wahrgenommen werden und nicht als externe Instanz, die möglicherweise
mit Skepsis betrachtet wird. Zudem ist eine interne Beratung meist kosteneffizienter, da
keine externen Honorare oder zusätzlichen Aufwendungen für den externen Berater anfallen.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die langfristige Begleitung und Kontrolle der
Maßnahmen. Da interne Berater auch nach der Implementierung einer Veränderung im
Unternehmen bleiben, können sie deren Erfolg kontinuierlich überwachen und
gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.
Im Gegensatz dazu bringt eine externe Beratung den Vorteil der Objektivität und
Unabhängigkeit mit sich. Externe Berater sind nicht in bestehende interne Strukturen und
Hierarchien eingebunden, wodurch sie eine neutrale Perspektive einnehmen können. Dies
ermöglicht es ihnen, Probleme und Optimierungspotenziale unvoreingenommen zu
analysieren und Veränderungen vorzuschlagen, die interne Akteure möglicherweise nicht in
Betracht ziehen würden. Zudem verfügen externe Berater über eine breite Expertise, da sie
oft Erfahrungen aus verschiedenen Unternehmen und Branchen mitbringen. Sie können
bewährte Methoden und innovative Lösungsansätze einbringen, die intern möglicherweise
nicht bekannt oder etabliert sind. Ein weiterer Vorteil einer externen Beratung liegt in der
höhe der Durchsetzungsfähigkeit. Da externe Berater als unabhängige Experten
wahrgenommen werden, haben ihre Empfehlungen oft eine größere Wirkung und können
Widerstände innerhalb des Unternehmens leichter überwinden. Schließlich sind externe
Berater in der Regel schneller und effizienter in der Problemanalyse und
Lösungsentwicklung, da sie sich voll und Gang auf das jeweilige Projekt konzentrieren
können, während interne Berater oft zusätzlich in das Tagesgeschäft eingebunden sind.
Seite1 PFH-Private Hochschule Göttingen 22.04.2025
, Human Resource Psychologie
Letztlich hängt die Wahl zwischen interner und externer Beratung stark von den individuellen
Begebenheiten eines Unternehmens ab. Während interne Berater eine nachhaltige,
kosteneffiziente und unternehmensspezifische Perspektive einbringen, können externe
Berater mit frischen Impulsen, Fachwissen und einer objektiven Sichtweise wertvolle
Veränderungen anstoßen. In vielen Fällen erweist sich eine Kombination beider
Beratungsformen als sinnvoll, indem externe Berater strategische Impulse setzen und
interne Berater die Umsetzung langfristig begleiten.
Aufgabe 2
Welche klassischen Ursachen für Veränderungen sind in der direkten Führungsebene
sehen?
Veränderungen in der direkten Führungsebene sind ein wesentlicher Bestandteil der
Organisationsentwicklung und resultieren häufig aus internen und externen Einflüssen.
1. Strategische Neuausrichtung
Wenn ein Unternehmen seine Geschäftsstrategie ändert, sei es durch eine neue
Marktorientierung, veränderte Produktstrategien oder Fusionen und Übernahmen, müssen
oft auch die Führungsstrukturen angepasst werden. Neue Anforderungen erfordern unter
Umständen neue Kompetenzen und andere Führungspersönlichkeiten.
2. Markt- und Wettbewerbsdruck
Steigende Konkurrenz, technologische Innovationen oder veränderte Kundenanforderungen
können dazu führen, dass eine bestehende Führungsebene als nicht mehr geeignet für die
neuen Herausforderungen angesehen wird. Unternehmen passen in solchen Fällen ihre
Führungspersonen an, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
3. Technologische Entwicklungen
Die zunehmende Digitalisierung verändert viele Geschäftsmodelle grundlegend.
Führungskräfte, die nicht über die notwendige digitalen Kompetenzen verfügen oder sich
gegen Innovationen sperren, werden oft ersetzt, um eine zukunftsorientierte
Unternehmensführung sicherzustellen.
4. Mitarbeiter- und Kulturwandel
Die Erwartungen der Mitarbeitenden an Führungskräfte haben sich in den letzten Jahren
stark verändert. Moderne Führung erfordert mehr Empathie, Flexibilität und partizipative
Entscheidungsprozesse. Führungskräfte, die sich nicht an diese neuen Anforderungen
anpassen, stehen unter Druck und werden oft durch neue Manager ersetzt.
Seite2 PFH-Private Hochschule Göttingen 22.04.2025
Sehr gute Arbeit! Bestanden!
Einsendeaufgabe
Organisationsentwicklung I
Aufgabe 1
Worin liegen die Vorteile einer internen bzw. externen Beratung?
Im rahmen der Organisationsentwicklung spielt die Beratung eine zentrale Rolle. Dabei kann
zwischen interner und externer Beratung unterschieden werden, wobei beide Formen
spezifische Vor- und Nachteile aufweisen.
Eine interne Beratung zeichnet sich vor allem durch ein tiefgehendes
unternehmensspezifisches Wissen aus. Interne Berater sind bereits mit den Strukturen,
Prozessen und der Unternehmenskultur vertraut, was den Vorteil hat, dass sie sich nicht erst
in die Gegebenheiten einarbeiten müssen. Dies spart Zeit und ermöglicht eine gezieltere
Analyse und Umsetzung von Veränderungsprozessen. Darüber hinaus genießen interne
Berater innerhalb der Organisation oft eine höhere Akzeptanz, das sie als Teil des
Unternehmens wahrgenommen werden und nicht als externe Instanz, die möglicherweise
mit Skepsis betrachtet wird. Zudem ist eine interne Beratung meist kosteneffizienter, da
keine externen Honorare oder zusätzlichen Aufwendungen für den externen Berater anfallen.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die langfristige Begleitung und Kontrolle der
Maßnahmen. Da interne Berater auch nach der Implementierung einer Veränderung im
Unternehmen bleiben, können sie deren Erfolg kontinuierlich überwachen und
gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.
Im Gegensatz dazu bringt eine externe Beratung den Vorteil der Objektivität und
Unabhängigkeit mit sich. Externe Berater sind nicht in bestehende interne Strukturen und
Hierarchien eingebunden, wodurch sie eine neutrale Perspektive einnehmen können. Dies
ermöglicht es ihnen, Probleme und Optimierungspotenziale unvoreingenommen zu
analysieren und Veränderungen vorzuschlagen, die interne Akteure möglicherweise nicht in
Betracht ziehen würden. Zudem verfügen externe Berater über eine breite Expertise, da sie
oft Erfahrungen aus verschiedenen Unternehmen und Branchen mitbringen. Sie können
bewährte Methoden und innovative Lösungsansätze einbringen, die intern möglicherweise
nicht bekannt oder etabliert sind. Ein weiterer Vorteil einer externen Beratung liegt in der
höhe der Durchsetzungsfähigkeit. Da externe Berater als unabhängige Experten
wahrgenommen werden, haben ihre Empfehlungen oft eine größere Wirkung und können
Widerstände innerhalb des Unternehmens leichter überwinden. Schließlich sind externe
Berater in der Regel schneller und effizienter in der Problemanalyse und
Lösungsentwicklung, da sie sich voll und Gang auf das jeweilige Projekt konzentrieren
können, während interne Berater oft zusätzlich in das Tagesgeschäft eingebunden sind.
Seite1 PFH-Private Hochschule Göttingen 22.04.2025
, Human Resource Psychologie
Letztlich hängt die Wahl zwischen interner und externer Beratung stark von den individuellen
Begebenheiten eines Unternehmens ab. Während interne Berater eine nachhaltige,
kosteneffiziente und unternehmensspezifische Perspektive einbringen, können externe
Berater mit frischen Impulsen, Fachwissen und einer objektiven Sichtweise wertvolle
Veränderungen anstoßen. In vielen Fällen erweist sich eine Kombination beider
Beratungsformen als sinnvoll, indem externe Berater strategische Impulse setzen und
interne Berater die Umsetzung langfristig begleiten.
Aufgabe 2
Welche klassischen Ursachen für Veränderungen sind in der direkten Führungsebene
sehen?
Veränderungen in der direkten Führungsebene sind ein wesentlicher Bestandteil der
Organisationsentwicklung und resultieren häufig aus internen und externen Einflüssen.
1. Strategische Neuausrichtung
Wenn ein Unternehmen seine Geschäftsstrategie ändert, sei es durch eine neue
Marktorientierung, veränderte Produktstrategien oder Fusionen und Übernahmen, müssen
oft auch die Führungsstrukturen angepasst werden. Neue Anforderungen erfordern unter
Umständen neue Kompetenzen und andere Führungspersönlichkeiten.
2. Markt- und Wettbewerbsdruck
Steigende Konkurrenz, technologische Innovationen oder veränderte Kundenanforderungen
können dazu führen, dass eine bestehende Führungsebene als nicht mehr geeignet für die
neuen Herausforderungen angesehen wird. Unternehmen passen in solchen Fällen ihre
Führungspersonen an, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
3. Technologische Entwicklungen
Die zunehmende Digitalisierung verändert viele Geschäftsmodelle grundlegend.
Führungskräfte, die nicht über die notwendige digitalen Kompetenzen verfügen oder sich
gegen Innovationen sperren, werden oft ersetzt, um eine zukunftsorientierte
Unternehmensführung sicherzustellen.
4. Mitarbeiter- und Kulturwandel
Die Erwartungen der Mitarbeitenden an Führungskräfte haben sich in den letzten Jahren
stark verändert. Moderne Führung erfordert mehr Empathie, Flexibilität und partizipative
Entscheidungsprozesse. Führungskräfte, die sich nicht an diese neuen Anforderungen
anpassen, stehen unter Druck und werden oft durch neue Manager ersetzt.
Seite2 PFH-Private Hochschule Göttingen 22.04.2025