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Zusammenfassung

Zusammenfassung - Staatsexamen (Lehramt) bayerische mittelalterliche Geschichte

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Dieses Skript wurde anhand des online Vorbereitungskurses für das Staatsexamen bayerische mittelalterliche Geschichte geschrieben (alle Schularten). Es handelt sich hierbei um eine recht umfassende Zusammenfassung, welche ebenfalls die aktuelle Quellenlage mit ein bezieht und auch viele verschiedene Abbildungen verwendet, um Zusammenhänge zu veranschaulichen. Zur Vorbereitung auf das Staatsexamen im Bereich mittelalterliche Geschichte, habe ich nur dieses Skript verwendet und sehr gute Ergebnisse erzielt.

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Inhaltsvorschau

Bayerische mittelalterliche Ge-
schichte
Inhalt

1. Frühmittelalter: Anfänge Bayerns – Ethnogenese ............................................................... 3
2. Der Stamm Bayern................................................................................................................... 11
2.1. Forschungen der Ethnogenese zur Origo gentis – Plassmann in Hist. Lexi. Bayern15
3. Grenzen des Landes ................................................................................................................ 26
4. Frühmittelalter: Christianisierung und Missionierung ..................................................... 34
5. Heiligenverehrung im Frühmittelalter nach Pötzl ............................................................. 51
6. Herzogtum der Agilolfinger (ca. 550-788) ........................................................................ 58
7. Liste der römisch-deutschen Herrscher im Mittelalter ab Karl dem Großen .......... 109
8. Bayern und das Reich I. regnum & provincia (788-947) ............................................ 117
9. Bayern und das Reich II: Kernland & Kronland (948-1070) ...................................... 128
10. Das Welfische Jahrhundert (1070-1180) ....................................................................... 143
11. Reichsfürsten ......................................................................................................................... 163
12. Fränkische Herzogswürde................................................................................................... 163
13. Territorialisierungen (1180-1255) ................................................................................... 166
14. Landesteilungen .................................................................................................................... 192
14.1. Bayern in der ersten Teilung ..................................................................................... 196
14.2. Ludwig der Bayer [1301-1347] ............................................................................... 202
14.3. Bayern nach der zweiten Teilung: 1349 ................................................................ 214
14.4. Bayern im Zeichen der dritten Teilung 1392 ....................................................... 215
15. Quelle: Goldene Bulle 1356............................................................................................... 226
16. Quelle: Bayerische Priomogeniturordnung 1506 ......................................................... 226
17. Städtewesen in Altbayern, Franken & Schwaben .......................................................... 229
18. Klöster & Stifte in Altbayern, Franken & Schwaben ..................................................... 246
19. Bayern & Europa ................................................................................................................... 261




Abbildung 1 Kaiserkrönung Ludwig der Bayer
(Die Kaiserkrönung Ludwigs IV. der Bayer 1328. August von Kreling, Rolf Poss, Bildarchiv
1
Bayerischer Landtag, https://www.bayern.landtag.de/maximilianeum/saele/raeume/der-stei-
nerne-saal/ (19.08.2024), vergrößertes Bild)

,Vorworte/Bestimmungen
Mit dem Kauf dieses Skriptes ist es Ihnen erlaubt es für Ihre Prüfungsvorbereitung zu
verwenden. Eine Verbreitung (digital/ausgedruckt) ist nicht erlaubt. Die gewerbliche Nut-
zung ist untersagt, das Urheberrecht des Materials liegt bei der Verfasserin. Die Quel-
lenangaben können dem Literaturverzeichnis entnommen werden. Da einige Abbildun-
gen unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported Lizenz stehen, be-
zieht sich dies auch auf das gesamte Skript. Informationen dazu unter: https://crea-
tivecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en (04.08.2024).
Für die Vorbereitung auf das erste Staatsexamen in Geschichte wünsche ich natürlich
viel Glück!




2

, 1. Frühmittelalter: Anfänge Bayerns – Ethnogenese

Folgender Themenkomplex (Steinacher, 2018)
Ethnogenese
= Transitorische Phase zwischen: Untergang des Imperium Romanums – Herrschaftszeit
Agilolfinger
➔ Begriff = auch problematisch
➔ Steht stellvertretend für: komplexe Geschichte der Erforschung des 6. & 7. Jahr-
hunderts in Bayern
➔ Ist selbst schon zum historisierten Objekt der Ge-
schichte geworden + kann als eines der Grund-
probleme der landesgeschichtlichen Forschung gel-
ten
➔ Verhältnismäßig ungünstige Quellenlage
➔ Über Quellen können wir: Identitätsbildungspro-
zesse erkennen, historiographische Meistererzäh-
lungen bis in die Gegenwart
➔ Beispiel für Quelle: Steirische Völkertafel = Kurze
Beschreibung der in Europa befindlichen Völker
(18. Jahrhundert)

Abbildung 1 Steirische Völkertafel
(Österreichisches Museum für Volkskunde in Wien,
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/com-
mons/e/ed/V%C3%B6lkertafel.jpg (19.07.2024), ver-
kleinertes Bild)

(Ölgemälde eines unbekannten Malers,
welches Anfang des 18. Jhdt. in der Steier-
mark entstanden ist)

Lange angenommen: Ethnische Identität = anthropologische Konstante
➔ Aber in Wirklichkeit: dynamisch, historisch, soziales Phänomen
➢ Basis: Abgrenzung + Konkurrenz sozialer Gruppen untereinander
➢ Konstruiert aus: Faktoren wie Abstammung, Sprache, Religion oder gemeinsame
kulturelle Elemente
➢ Dient: sozialer Sinngebung + Schaffung unterscheidbarer sozialer Gruppen




3

, Geschichte der Ethnogenese



• Barbarische Gruppen, die außerhalb griechischer oder römischer
Gemeinschaft leben = ethnisch
• In barbarischen Nachfolgereichen auf römischen Reichsboden
Antike spielten ethnische Bezeichnungen bedeutende Rolle



• positive Transformation heidnisch-gentiler Begrifflichkeit
• Grund: christliche Sicht: Vielheit der Völker = göttlicher Heilsplan
• wirkte weiter bis: Entstehung der modernen Nationen (18./19.
frühes Jahrhundert)
Mittelalter • prägte bis ins 20. Jhdt.: Vorstellung von Völkerwanderung


• Ethnogenese ("Volkswerdung") = Einsicht, dass spätantik-
frühmittelalterliche "Stämme" nicht Teil von Altvölkern (z.B.
Indogermanen) waren, sondern: sich ständig wandelnde + neu
definierende Gruppen
• Begriff nicht unproblematisch
ab 1960 • Grund: suggeriert weiterhin naturgegebene, historisch-prozesshafte
Entstehung von Ethnien & blendet aktive Wirkung äußerer
identitätsstifender Faktoren aus



Abbildung 2 Geschichte der Ethnogenese (Eigene Darstellung)



In moderner Forschung
➢ Kritische Sichtweise auf den Begriff

➢ Grund: vielfach seit 19. Jhdt. verwendet ohne Auseinandersetzung mit Bedeu-
tung (marxistisch & sowjetisch im Diskurs davor)

Ältere marxistische Theorie
✓ Vor 2. Weltkrieg
✓ Z.. Friedrich Engels → übernahm unkritische Interpretation der Germania
des Tacitus
✓ Otto Bauer → historische Materialismus der Mittelalters ist eine Fortent-
wicklung von Abstammungsgemeinschaft zu Kulturgemeinschaft => Kon-
sequenz: moderne Nationen = Mischformen
✓ Abstammung in Neuzeit sei aber weniger wichtig (und in Industriezeital-
ter)

Sowjetischer Diskurs
✓ Stalin: Nation = keine Rassen- und Stammesgemeinschaft; sondern:
historisch entstandene Gemeinschaft von Menschen
✓ Gemeinsame Sprache, Geschichte + Kultur

4

Dokument Information

Hochgeladen auf
2. september 2024
Datei zuletzt aktualisiert am
30. märz 2026
Anzahl der Seiten
270
geschrieben in
2024/2025
Typ
ZUSAMMENFASSUNG
36,99 €
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