Prüfungsfragen zur Tierphysiologie-Vorlesung SoSe 2023
Vorlesung 1 – Einführung/Nervensystem
1. Welche Funktionen erfüllt das Nervensystem?
- Aufnahme und Transduktion von Informationen
Sensorischer Eingang aus Körper und Umwelt (großes Kommunikationssystem)
- Integration
multisensorische Integration: Lernen, Gedächtnis, Bewertung, Auswahl, Koordination
motorischer Programme
- Steuerung von Erfolgsorganen (Muskeln, Drüsen)
2. Welche generellen Strukturveränderungen finden in zentralen Nervensystemen der Organismen im Laufe der
Evolution statt? / Trends bei der Entwicklung des Nervensystemsx
- Konzentrierung von einfachen Nervenzellen und Nervenbahnen zu Nervenknoten = Ganglien-Entstehung
- Bildung eines hierarchisch übergeordneten Nervenzentrums: Gehirn im Kopfbereich = Cerebralisation
3. Zeichne den schematischen Aufbau des Gehirns eines Wirbeltieres und eines Insekts
Wirbeltiergehirn:
Großhirnrinde = Cortex
,Insekten-Gehirn
4. Nenne die 4 wichtigsten Membranproteinklassen der Neuronenmembran
- Ionenpumpen
- Ionenkanäle
Ich esse immer Pommes
- Phospholipiddoppelschicht
- Enzyme
5. Skizziere ein Neuron und beschrifte die wichtigsten Strukturen
, 6. Welche Typen von Gliazellen gibt es und welche Aufgaben haben sie?
- Gliazellen unterscheiden sich i.d.R. durch ihre Funktion
- Die ersten beiden bilden Myelinscheiden um Axon herum
Olygodendrozyten (bilden Myelinscheiden im ZNS ermöglichen hohe Leitungsgeschwidnigkeit)
Schwann-Zellen (bilden Myellinscheiden im PNS ermöglichen hohe Leitungsgeschwindigkeiten)
Astrozyten (Stoffaustausch, Narbenbildung)
Mikroglia (Immunantwort, Phagozytose)
Gliazellen Funktion allgemein = Stütz- und Füllfunktion
7. Aus welchen funktionalen Regionen ist ein Neuron aufgebaut?
- Input-Region = Dendriten (postsynaptische Region)
- Integrative Region = Soma/Integrative Triggerregion für AP’s
- Conductive Region = Axon/Leitungsbahn
- Output-Region = präsynaptische Region, Synapse (Endknöpfchen) oder motorische Endplatte
Vorlesung 2 – Ionenpumpen, Ionenkanäle, Membranruhepotential
8. Wie entsteht das Ruhepotential eines Säugerneurons?
- Ruhepotential bei ca. -60/-70mV an der semipermeablen Membran
- Ruhepotential = negativ geladener Zustand einer unerregten Zelle
- Entsteht dadurch, dass wir innen + außerhalb der Zelle untersch. Ionenkonzentrationen haben und die
Zellmembran semipermeabel ist
Innen eine 10x höhere Kaliumionenkonzentration weshalb Kaliumionen entlang ihres
Konzentrationsgefälles/-gradienten nach außen strömen
- Zellmembran ist semipermeabel nur für Kaliumionen
- Größere Anionen können die Zelle nicht verlassen
- Kaliumionenkanäle sind außerdem immer offen
- Durch Kaliumionenaußenstrom wird die Zelle immer negativer geladen
- Irgendwann baut sich elektrischer Gradient auf, der dem Ausstrom von Kaliumionen entgegensteht
Wenn osmotischer und elektrischer Gradient gleichgroß sind, ist Ruhezustand/GGW-Zustand erreicht
MERKE:
- Der Kaliumionenausstrom entlang des Konzentrationsgradienten führt zu einem zunehmenden
Überschuss an positiven Ladungen außen (negativen innen)
Wodurch sich ein elektrischer Gradient aufbaut
- Bis osmotischer und elektrischer Gradient gleichgroß sind
9. Wie ist ein Neuron im Ruhezustand geladen und welchen Wert mit Benennung hat das Ruhepotential?
-70mV negativ
10. Erkläre was eine Depolarisation ist
- Veränderung des Membranpotentials zu positiveren Werten
Vorlesung 1 – Einführung/Nervensystem
1. Welche Funktionen erfüllt das Nervensystem?
- Aufnahme und Transduktion von Informationen
Sensorischer Eingang aus Körper und Umwelt (großes Kommunikationssystem)
- Integration
multisensorische Integration: Lernen, Gedächtnis, Bewertung, Auswahl, Koordination
motorischer Programme
- Steuerung von Erfolgsorganen (Muskeln, Drüsen)
2. Welche generellen Strukturveränderungen finden in zentralen Nervensystemen der Organismen im Laufe der
Evolution statt? / Trends bei der Entwicklung des Nervensystemsx
- Konzentrierung von einfachen Nervenzellen und Nervenbahnen zu Nervenknoten = Ganglien-Entstehung
- Bildung eines hierarchisch übergeordneten Nervenzentrums: Gehirn im Kopfbereich = Cerebralisation
3. Zeichne den schematischen Aufbau des Gehirns eines Wirbeltieres und eines Insekts
Wirbeltiergehirn:
Großhirnrinde = Cortex
,Insekten-Gehirn
4. Nenne die 4 wichtigsten Membranproteinklassen der Neuronenmembran
- Ionenpumpen
- Ionenkanäle
Ich esse immer Pommes
- Phospholipiddoppelschicht
- Enzyme
5. Skizziere ein Neuron und beschrifte die wichtigsten Strukturen
, 6. Welche Typen von Gliazellen gibt es und welche Aufgaben haben sie?
- Gliazellen unterscheiden sich i.d.R. durch ihre Funktion
- Die ersten beiden bilden Myelinscheiden um Axon herum
Olygodendrozyten (bilden Myelinscheiden im ZNS ermöglichen hohe Leitungsgeschwidnigkeit)
Schwann-Zellen (bilden Myellinscheiden im PNS ermöglichen hohe Leitungsgeschwindigkeiten)
Astrozyten (Stoffaustausch, Narbenbildung)
Mikroglia (Immunantwort, Phagozytose)
Gliazellen Funktion allgemein = Stütz- und Füllfunktion
7. Aus welchen funktionalen Regionen ist ein Neuron aufgebaut?
- Input-Region = Dendriten (postsynaptische Region)
- Integrative Region = Soma/Integrative Triggerregion für AP’s
- Conductive Region = Axon/Leitungsbahn
- Output-Region = präsynaptische Region, Synapse (Endknöpfchen) oder motorische Endplatte
Vorlesung 2 – Ionenpumpen, Ionenkanäle, Membranruhepotential
8. Wie entsteht das Ruhepotential eines Säugerneurons?
- Ruhepotential bei ca. -60/-70mV an der semipermeablen Membran
- Ruhepotential = negativ geladener Zustand einer unerregten Zelle
- Entsteht dadurch, dass wir innen + außerhalb der Zelle untersch. Ionenkonzentrationen haben und die
Zellmembran semipermeabel ist
Innen eine 10x höhere Kaliumionenkonzentration weshalb Kaliumionen entlang ihres
Konzentrationsgefälles/-gradienten nach außen strömen
- Zellmembran ist semipermeabel nur für Kaliumionen
- Größere Anionen können die Zelle nicht verlassen
- Kaliumionenkanäle sind außerdem immer offen
- Durch Kaliumionenaußenstrom wird die Zelle immer negativer geladen
- Irgendwann baut sich elektrischer Gradient auf, der dem Ausstrom von Kaliumionen entgegensteht
Wenn osmotischer und elektrischer Gradient gleichgroß sind, ist Ruhezustand/GGW-Zustand erreicht
MERKE:
- Der Kaliumionenausstrom entlang des Konzentrationsgradienten führt zu einem zunehmenden
Überschuss an positiven Ladungen außen (negativen innen)
Wodurch sich ein elektrischer Gradient aufbaut
- Bis osmotischer und elektrischer Gradient gleichgroß sind
9. Wie ist ein Neuron im Ruhezustand geladen und welchen Wert mit Benennung hat das Ruhepotential?
-70mV negativ
10. Erkläre was eine Depolarisation ist
- Veränderung des Membranpotentials zu positiveren Werten