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Einführung in die Qualitative Forschung

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Einführung in die Qualitative Forschung











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Barbara Friebertshäuser, Antje Langer,
Annedore Prengel (Hrsg.)


Handbuch
Qualitative Forschungsmethoden
in der Erziehungswissenschaft

Unter Mitarbeit von
Heike Boller und Sophia Richter


3., vollständig überarbeitete Auflage 2010




Juventa Verlag Weinheim und München

,
, 436 Theodor Schulze 437

Schulze Theodor 1997: Das Allgemeine im Besonderen und das besondere Allges Barbara Friebertshäuser und Antje Langer
mein�. In: Hansen-Scharberg, Inge (Hg.): ,,etwas erzählen". Die lebensge­
schichtliche Dimension in der Pädagogik. Hohengehren. S. 176-188.
Schulze Theodor 2006 a: Biographieforschung in der Erziehungswissenschaft. Ge­ Interviewformen und Interviewpraxis
gensiandsbereich und Bedeutung. In: Krüger, Heinz-Hermann/Winfried Marotz­
ki (Hg.): Handbuch erzi�hungswissenschaftliche Biographieforschung. Wiesba­
den. S. 35-57.
Schulze, Theodor 2006 b: Ereignis und Erfahrung. Vorschläge zur Analyse biogra­
phischer Topoi. In: Bittner, Günther (Hg.): Ich bin mein Erinnern. Würzburg. Menschen sind Produkt und Schöpfer von Kultur und leben in ihren spezifi­
s. 97-114. schen Lebenswelten. Den von ihnen entwickeln spezifischen Ansichten von
Schulze Theodor 2007: Von Fall zu Fall. Über das Verhältnis von Allgemeinem, der Welt, von sich selbst, ihren Werten, Normen und Verhaltensweisen
Beso�derem und Individuellem in der erziehungswissenschaftlichen Biographie­ können wir uns annähern, indem wir mit ihnen reden, uns ihre Lebensge­
forschung. Vortrag. Erscheint 2009. schichten und Lebensansichten erzählen lassen. Auf diese Weise können
Sereny, Gitta 1995: Am Abgrund: Gespräche mit dem Henker. Franz Stangl und die wir ihr jeweiliges Sein, Denken und Handeln vor dem Horizont ihrer Bio­
Morde von Treblinka. München. graphie und Lebenswelt rekonstruieren, um sie so besser zu verstehen. In
Straub, Jürgen 2000: Biographische Sozialisation und narrative Kompetenz. Impli­ der qualitativen Forschung sucht man die Konstruktionen von Welt, die
kationen und Voraussetzungen lebensgeschichtlichen Denkens in der Sicht der Haltungen, Handlungen und Interaktionen zu Grunde liegen, zu rekon­
narrativen Psychologie. In: Hoeming, Erika M.: Biographische Sozialisation.
struieren. Interviews werden deshalb häufig eingesetzt, erhält man doch auf
Stuttgart. S. 137-163.
Strauss, Anselm L. 1998: Grundlagen qualitativer Sozialforschung. München. diesem Weg einen Zugang zum Forschungsfeld, zu den interessierenden
Strauss, Anselm L./Juliet M. Corbin 1996: Grounded Theory: Grundlagen Qualita­ Personen und ihren Konstruktionen von Sinn und Bedeutungen, die wieder­
tiver Sozialforschung. Weinheim. um ihr Handeln steuern. Der Beitrag gibt einen Überblick über Interview­
Uhle, Reinhard 1995: Qualitative Sozialforschung und Hermeneutik. In: König, formen, die in der qualitativen erziehungswissenschaftlichen Forschung
Eckard/Peter Zedler (Hg.): Bilanz qualitativer Forschung. Band I: Grundlagen zum Einsatz kommen, üb�r ihre Spezifik, Praxis sowie Grenzen der jewei­
qualitativer Forschung. Weinheim. S. 33-73. . . . ligen Erhebungsmethodl/Ausgeklammert bleiben solche Interviewverfah­
Wagner, Hans-Josef 2001: Objektive Hermeneutik und Bildung des Subjekts. We1- ren, die im Rahmen einer Fragebogenerhebung eingesetzt werden2, ebenso
lerswist. jene, die im Handbuch bereits ausführlich behandelt werden (Expertinnen­
Wilson, Thomas P. 1970: Normative and Interpretive Paradigms in Soci�logy. In: interview: Meuser/Nagel, narratives Interview:. Jakob, Gruppendiskussion:
Douglas, Jack D.: Understanding everyday life. Toward the reconstruct10n ofso­
Bohnsack, Struktur-Lege-Technik: Marsal, Tiefeninterview: Klein, Metho­
ciological knowledge. Chicago. S. 57-79.
Wolf, Christa 1976: Kindheitsmuster. Berlin/Weimar. den der Kindheitsforschung: Heinzel). Auc:_h auf die Auswertungsverfahren
für Interviews sei hier lediglich verwieseri:'':3Wichtig ist, sich bereits vor der
Durchführung der Interviews mit den möglichen Auswertungsverfahren
auseinander zu setzen. Der scheinbar einfache Zugang zu Interviewmaterial
suggeriert zwar minimalen theoretischen und methodischen Aufwand (vgl.
Hopf 2007, S. 357 ff.), doch werden die Fallstricke der Methode oft erst
entdeckt, wenn Forschende vor einer Fülle von Datenmaterial sitzen, für
dessen Erschließung und Nutzung ihnen die entsprechenden Auswertungs­
techniken fehlen.



1 Weitere Überblicke zum Thema „Intervtew" in der qualitativen Sozialforschung fin­
den sich bei Hopf (2007), Flick·(2007) und Fontana/Frey (2005). Die Kunst des Inter­
viewens behandelt der Beitrag von Sheatsley (1972). Eine kritische Reflexion der In­
terviewmethode findet sich beispielsweise bei Frank (1990, S. 47 ff.).
2 Zur Rolle des Interviews im quantitativen Feld siehe Diekmann (2007, S. 434).
3 Auswer.tungsstrategien für Interviews finden sich z.B. bei Jahoda u. a. (1972), Katz

(1972) und in diesem Buch bei: Mayring/Brunner, Schmidt, Kuckartz/Grunenberg
19,39 €
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