Geschichte Abiturzusammenfassung Q2
Q2.1 Die Weimarer Republik als erste deutsche Demokratie
– Entstehungsbedingungen und innenpolitische Entwicklung
… Novemberrevolution
Spätherbst, 1918
Waffenstillstandsersuchen von Reichsregierung an Entantemächte (vor allem USA), aufgrund von
Druck der obersten Heeresleitung (OHL) (Führung Generalfeldmarschall Hindenburg, General
Ludendorf)
➔ Bürger zum Großteil geschockt, da sie nichts von baldigem Kriegsende, geschweige denn
Niederlage wussten - dachten aufgrund von Siegespropaganda an Sieg des Kaiserreichs
USA stellt Demokratie als Bedingung für Waffenstillstand voraus (Vierzehn-Punkte-Plan = zur Lösung
der Ursachen des ersten Weltkrieges und für eine Grundlage zu dauerhaften Frieden)
➔ Kaiser Wilhelm II flieht, aber„offiziell“ regierend (trotz Flucht nach Belgien)
➔ OHL hat inoffiziell das sagen ABER hat nun Kriegsschuld zu verantworten, dazu
wirtschaftliche Problem => deswegen auf Legitimation des Reichskanzlers und des
Reichstags angewiesen
➔ Reichskanzler, Max von Baden wählt interfraktionellen Ausschuss aus führenden Parteien
➔ entwickeln neue Verfassung Oktoberreform um Forderung der USA nach Demokratie
nachzukommen = am 28. Oktober wird die konstitutionelle zur parlamentarischen
Monarchie
Anordnung eines Angriffs auf die britische Flotte (sinnfrei, einzig um noch einen Sieg zum Ende des
Krieges zu erringen)
➔ Soldaten meutern, denn sie sind kriegsmüde und erkennen Himmelfahrtskommando
➔ Um sich gegen OHL zu stellen, übernehmen, Matrosen/Arbeiter/Soldaten politische
Macht mit Einrichtung von Arbeiter-/ Soldatenräte
- Räte übernehmen im ganzen Deutschen Reich politische Macht
➔ Alle ordnen sich unter, Landesfürsten danken ab
! Überraschend, denn: keinerlei strukturelle Vorbedingungen für Revolution
Säulen der Monarchie waren unerschüttert
SPD (stärkste Kraft) wollte Staats- und Gesellschaftsform verändern, ABER ohne Revolution
Wähler waren National-patriotisch und Gehorsam gegenüber der Obrigkeit
Aber Bürger zuletzt nicht mehr mit Krieg und damit auch Regierung einig, da sie schlechte
wirtschaftliche und militärische Lage bemerkten
9. November 1918
- Reichskanzler Max von Baden gibt sein Amt an Ebert und verkündet eigenmächtig die
Abdankung des Kaisers
➔ Scheidemann, ruft parlamentarische Republik aus
➔ Nur wenig später nutzt Karl Liebknecht (führende Kopf Spartacus Bund) die Verwirrung
und ruft Republik aus
MSPD und USPD einigen sich den Rat der Volksbeauftragten einzuberufen
➔ bestehend aus jeweils drei Vertreter beider Parteien
➔ besitzt die Macht des Staatsoberhaupts + Reichskanzler + Regierung zusammen
➔ Demokratisch legitimiert von den Berlinern Arbeiter-/Soldatenräten
Aufgaben
Krieg beenden
Wahlen ermöglichen, die eine verfassungsgebende Nationalversammlung einberufen
, Erreichen einer demokratischen Neuordnung Deutschlands
- 10. November Ebert-Groener-Bündnis : Ebert möchte sich gegen kommunistische Revolution
absichern, schließt mit OHL-Bündnis, lässt alle auf ihren Posten, um Unruhen zu vermeiden
- 15. November Arbeitsgemeinschaftsabkommen
zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, um humane Arbeitsbedingungen zu schaffen
Arbeitgeber haben Angst von Enteignung durch Kommunismus
- Reichsrätekongress diskutiert, ob eine Wahl zu einer verfassungsgebende
Nationalversammlung zielführend ist -> Mehrheit stimmt dafür
➔ Einberufung der Nationalversammlung in Weimar ist Ende für die kommunistische
Revolution, denn in NV werden sie keine Mehrheit erreichen
➔ Radikale Linke gescheitert, und USPD zieht sich aus Rat der Volksbeauftragten zurück
Februar 1919 tritt Nationalversammlung zusammen
Schuf demokratische Republik mit parlamentarischen Regierungssystem
… Parteien
April 1917
- USPD gründet sich aus SPD Leuten
- Sind radikal sozialistisch und fordern Räte-Demokratie (nach russischem Vorbild) =
kommunistische Revolution
➔ Räte bestehend aus Arbeiterräten, die alle Vertreter aufstellen, welche ihre
Interessensverbände vertreten
➔ kritisiert und erhielt politischen Widerstand von MSPD und bürgerlichen Parteien
-> bringen Räte Demokratie wie in Russland mit Bürger Krieg, Terror und Parteiendiktatur
in Verbindung
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)
- Sozialismus und Diktatur des Proletariats, antikapitalistisch und antiparlamentarisch
Wunsch nach Fortsetzung der Revolution
Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)
- Sozialisierung, Räterepublik
Deutsch-Nationale Volkspartei (DNVP)
- Monarchistisch, antidemokratisch, rechtskonservativ
Wunsch nach Rücknahme der Revolution
nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)
- propagieren von Volksgemeinschaft und Führerstaat = anti parlamentarisch und
antidemokratisch
Ablehnung der Republik
Deutsche Volkspartei (DVP)
- Parlamentarisch, teilweise monarchisch, national- und wirtschaftsliberal
Zeitweilig zur Zusammenarbeit mit Weimarer Koalition bereit
Parteien der Weimarer Koalition als Stützen der Republik:
Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands (MSPD) - demokratisch, reformorientiert
Deutsche Demokratische Partei (DDP) - demokratisch und linksliberal
Zentrum - demokratisch, christlich katholisch
Q2.1 Die Weimarer Republik als erste deutsche Demokratie
– Entstehungsbedingungen und innenpolitische Entwicklung
… Novemberrevolution
Spätherbst, 1918
Waffenstillstandsersuchen von Reichsregierung an Entantemächte (vor allem USA), aufgrund von
Druck der obersten Heeresleitung (OHL) (Führung Generalfeldmarschall Hindenburg, General
Ludendorf)
➔ Bürger zum Großteil geschockt, da sie nichts von baldigem Kriegsende, geschweige denn
Niederlage wussten - dachten aufgrund von Siegespropaganda an Sieg des Kaiserreichs
USA stellt Demokratie als Bedingung für Waffenstillstand voraus (Vierzehn-Punkte-Plan = zur Lösung
der Ursachen des ersten Weltkrieges und für eine Grundlage zu dauerhaften Frieden)
➔ Kaiser Wilhelm II flieht, aber„offiziell“ regierend (trotz Flucht nach Belgien)
➔ OHL hat inoffiziell das sagen ABER hat nun Kriegsschuld zu verantworten, dazu
wirtschaftliche Problem => deswegen auf Legitimation des Reichskanzlers und des
Reichstags angewiesen
➔ Reichskanzler, Max von Baden wählt interfraktionellen Ausschuss aus führenden Parteien
➔ entwickeln neue Verfassung Oktoberreform um Forderung der USA nach Demokratie
nachzukommen = am 28. Oktober wird die konstitutionelle zur parlamentarischen
Monarchie
Anordnung eines Angriffs auf die britische Flotte (sinnfrei, einzig um noch einen Sieg zum Ende des
Krieges zu erringen)
➔ Soldaten meutern, denn sie sind kriegsmüde und erkennen Himmelfahrtskommando
➔ Um sich gegen OHL zu stellen, übernehmen, Matrosen/Arbeiter/Soldaten politische
Macht mit Einrichtung von Arbeiter-/ Soldatenräte
- Räte übernehmen im ganzen Deutschen Reich politische Macht
➔ Alle ordnen sich unter, Landesfürsten danken ab
! Überraschend, denn: keinerlei strukturelle Vorbedingungen für Revolution
Säulen der Monarchie waren unerschüttert
SPD (stärkste Kraft) wollte Staats- und Gesellschaftsform verändern, ABER ohne Revolution
Wähler waren National-patriotisch und Gehorsam gegenüber der Obrigkeit
Aber Bürger zuletzt nicht mehr mit Krieg und damit auch Regierung einig, da sie schlechte
wirtschaftliche und militärische Lage bemerkten
9. November 1918
- Reichskanzler Max von Baden gibt sein Amt an Ebert und verkündet eigenmächtig die
Abdankung des Kaisers
➔ Scheidemann, ruft parlamentarische Republik aus
➔ Nur wenig später nutzt Karl Liebknecht (führende Kopf Spartacus Bund) die Verwirrung
und ruft Republik aus
MSPD und USPD einigen sich den Rat der Volksbeauftragten einzuberufen
➔ bestehend aus jeweils drei Vertreter beider Parteien
➔ besitzt die Macht des Staatsoberhaupts + Reichskanzler + Regierung zusammen
➔ Demokratisch legitimiert von den Berlinern Arbeiter-/Soldatenräten
Aufgaben
Krieg beenden
Wahlen ermöglichen, die eine verfassungsgebende Nationalversammlung einberufen
, Erreichen einer demokratischen Neuordnung Deutschlands
- 10. November Ebert-Groener-Bündnis : Ebert möchte sich gegen kommunistische Revolution
absichern, schließt mit OHL-Bündnis, lässt alle auf ihren Posten, um Unruhen zu vermeiden
- 15. November Arbeitsgemeinschaftsabkommen
zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, um humane Arbeitsbedingungen zu schaffen
Arbeitgeber haben Angst von Enteignung durch Kommunismus
- Reichsrätekongress diskutiert, ob eine Wahl zu einer verfassungsgebende
Nationalversammlung zielführend ist -> Mehrheit stimmt dafür
➔ Einberufung der Nationalversammlung in Weimar ist Ende für die kommunistische
Revolution, denn in NV werden sie keine Mehrheit erreichen
➔ Radikale Linke gescheitert, und USPD zieht sich aus Rat der Volksbeauftragten zurück
Februar 1919 tritt Nationalversammlung zusammen
Schuf demokratische Republik mit parlamentarischen Regierungssystem
… Parteien
April 1917
- USPD gründet sich aus SPD Leuten
- Sind radikal sozialistisch und fordern Räte-Demokratie (nach russischem Vorbild) =
kommunistische Revolution
➔ Räte bestehend aus Arbeiterräten, die alle Vertreter aufstellen, welche ihre
Interessensverbände vertreten
➔ kritisiert und erhielt politischen Widerstand von MSPD und bürgerlichen Parteien
-> bringen Räte Demokratie wie in Russland mit Bürger Krieg, Terror und Parteiendiktatur
in Verbindung
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)
- Sozialismus und Diktatur des Proletariats, antikapitalistisch und antiparlamentarisch
Wunsch nach Fortsetzung der Revolution
Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)
- Sozialisierung, Räterepublik
Deutsch-Nationale Volkspartei (DNVP)
- Monarchistisch, antidemokratisch, rechtskonservativ
Wunsch nach Rücknahme der Revolution
nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)
- propagieren von Volksgemeinschaft und Führerstaat = anti parlamentarisch und
antidemokratisch
Ablehnung der Republik
Deutsche Volkspartei (DVP)
- Parlamentarisch, teilweise monarchisch, national- und wirtschaftsliberal
Zeitweilig zur Zusammenarbeit mit Weimarer Koalition bereit
Parteien der Weimarer Koalition als Stützen der Republik:
Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands (MSPD) - demokratisch, reformorientiert
Deutsche Demokratische Partei (DDP) - demokratisch und linksliberal
Zentrum - demokratisch, christlich katholisch