Team- und Konflikttraining
Aufgabe 1
Bei einem Projektstart bleiben die Mitarbeiter des Projektteams in der Konfliktphase
hängen. Immer wieder kommt es zu mehr oder minder ausgeprägten Konflikten zwi-
schen den Teammitgliedern untereinander und mit dem Projektleiter, der auch der
Leiter des Teams ist. Aufgabenbezogene Aktivitäten sind kaum zu beobachten. Be-
schreiben Sie, ausgehend vom Phasenmodell Tuckmans, mögliche Gründe für die-
ses Verhalten der Beteiligten auf der Ebene der Aufgabenbearbeitung und auf der
Ebene der Zusammenarbeit dieser Projektgruppe. Erläutern Sie mögliche Schritte für
den Projektleiter, um diese Teamentwicklungsphase zu überwinden.
Verhalten auf der Ebene der Aufga- Verhalten auf der Ebene der Zusam-
benbearbeitung menarbeit
Durch eine nicht ausreichend langan-
Unklarheit über die Aufgabenverteilung,
haltenden Prozess des Kennenler-
somit könnte durch die Beanspruchung
nens, könnte keine Gegenseitige Ak-
eines Themengebiets bei den anderen
zeptanz oder Offenheit den anderen
Teilnehmern zu einem „Expertenstatus“
Teammitgliedern gegenüber entstan-
und somit Uneinigkeit führen.
den sein.
Jeder Teilnehmer muss sich mit der
Ein eventueller Widerstand gegenüber Teamsituation auseinandersetzen und
der ursprünglichen Aufgabenstellen (Ab- abfinden. Dies kann zu emotionaler
weichungen des Grundprojektes, neue Abwehr führen, da eigene Ziele und
Themengebiete, usw.) Einstellungen (z. B. Karriere) bedroht
werden können.
Der Projektleiter müsste hier konsequentes Konfliktmanagement betreiben. Ein Ver-
such/Beispiel wäre es, mit den Streitenden Parteien zu reden und einen Lösungs-/
Kompromissweg zu finden. Sollte kein Punkt des Konfliktmanagement wirken, wäre
der letzte Lösungsweg eine personelle Veränderung (z. B. Austausch eines Mitglie-
des)
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