Einsendeaufgabe
Allgemeine Psychologie II –
Problemlösen
Aufgabe 1
a) Wozu dienen Urteilsheuristiken? Beschreiben Sie bitte die fünf Urteilsheuristiken nach
Gigerenzer und Brighton (2009) in eigenen Worten.
Urteilsheuristiken sind eine einfache Denkstrategie in Form von „Faustregeln“, die dazu dienen
Urteile und Problemlösungen möglichst schnell und spontan zu erzielen.
Diese heuristische Denkweise passiert ganz unebwusst und basiert auf leicht zu erhaltende
Informationen, weswegen nur ein geringer Verarbeitungsprozess notwendig ist. Man kann sagen,
dass dieser Dankprozess mühelos ist.
Urteilsheuristiken dienen zwar dazu ein möglcihst schnelles Urteil zu fällen, dieses muss aber
nicht korrekt sein.
Denkfehler, also sogenannte Biasis, entstehen, da eine sorgflältige Prüfung des Urteils nicht
existiert.
Da das Urteil anhand von Erfahrungswerten gefällt wird, ist es unsicherer als die mathematische
Veriante, die tatsächlich errechnete Wahrscheinlichkeit.
Gemäß Gigerenzer und Brighton (2009) gibt es fünf folgende Urtelsheuristiken.
1. Recognition
Im Entscheidungsprozess gibt es zwei Alternativen ,z.B. Gibt es mehrTodesfälle durch PAH
(Lungenhochdruck) und mehr Todesfälle durch einen Herzinfakt?
Hier entscheidet man sich für die einem selbst bekanntere Alternative.
In diesem Beispiel würden sich die meisten Personen wohl für „ Es gibt mehr Todesfälle durch
einen Herzinfarkt“ entscheiden, da diese Ursache allgemein viel bekannter ist.
2. Fluency
Wenn beide Alternativen bekannt sind, dann wählt man die schneller erkannte Alternative.
Beispiel: „Gibt es mehr Todesfälle durch ein Zugunglück oder mehr Todesfälle durch einen
Flugzeugabsturz?“
Seite1 PFH-Private Hochschule Göttingen 27.02.2023
, Nehmen wir an es kam erst gestern in der Region der befragten Personen zu einem Zugunglück
mit Todesopfern, so wird sich die Mehrheit hierfür entscheiden, da diese Alternative schneller
erkannt wurde.
3. Take-the-best
Hier entscheidet man zwischen zwei Alternativen nach der höheren Bekanntheit. Wenn also beide
Alternativen bekannt sind, dann fügt man beiden Alternativen solange bekannte Infomationen
hinzu, bis man zu einer Alternative keine Information mehr hat. Es wird dann die Alternative
gewählt zu der man die meisten Informationen besitzt oder ab dem Punkt wo sich beide
Alternativen voneinander entscheiden. Man wählt dann sie scheinbar bessere Alternative.
4. Tallying
Ähnlich wie bei der Take-the-best Methode wird hier die Methode nach der Zahl der positiven
Hinweise gewählt. Die Alternative, die also die meisten positiven Hinweise besitzt wird
ausgewählt.
5. Satisficing
Bei dieser Methode werden alle Alternativen durchgegangen. Hier wird dann die Alternative
gewählt, die ein bestimmten Kriterum (das Zielkriterium) erfüllt.
Das Zielkriterium wurde zuvor festgelegt.
b) Darwin entschied sich für „Heiraten“ und verwendete bei seiner Entscheidung eine mit
cues (Hinweisen) arbeitende Heuristik. Bitte erläutern Sie sein mögliches Vorgehen
anhand der drei Heuristik-Bausteine: Suchregel, Abbruchregel, Entscheidungsregel.
Für Charles Darwin stellte sich die Frage“ Heiraten oder nicht heiraten?“. Um sich diese Frage zu
beantworten erstellte er eine Tabelle in der er die beiden Alternativen mit Hilfe der Tallying
Heuristik vergleicht.
Seite2 PFH-Private Hochschule Göttingen 27.02.2023
Allgemeine Psychologie II –
Problemlösen
Aufgabe 1
a) Wozu dienen Urteilsheuristiken? Beschreiben Sie bitte die fünf Urteilsheuristiken nach
Gigerenzer und Brighton (2009) in eigenen Worten.
Urteilsheuristiken sind eine einfache Denkstrategie in Form von „Faustregeln“, die dazu dienen
Urteile und Problemlösungen möglichst schnell und spontan zu erzielen.
Diese heuristische Denkweise passiert ganz unebwusst und basiert auf leicht zu erhaltende
Informationen, weswegen nur ein geringer Verarbeitungsprozess notwendig ist. Man kann sagen,
dass dieser Dankprozess mühelos ist.
Urteilsheuristiken dienen zwar dazu ein möglcihst schnelles Urteil zu fällen, dieses muss aber
nicht korrekt sein.
Denkfehler, also sogenannte Biasis, entstehen, da eine sorgflältige Prüfung des Urteils nicht
existiert.
Da das Urteil anhand von Erfahrungswerten gefällt wird, ist es unsicherer als die mathematische
Veriante, die tatsächlich errechnete Wahrscheinlichkeit.
Gemäß Gigerenzer und Brighton (2009) gibt es fünf folgende Urtelsheuristiken.
1. Recognition
Im Entscheidungsprozess gibt es zwei Alternativen ,z.B. Gibt es mehrTodesfälle durch PAH
(Lungenhochdruck) und mehr Todesfälle durch einen Herzinfakt?
Hier entscheidet man sich für die einem selbst bekanntere Alternative.
In diesem Beispiel würden sich die meisten Personen wohl für „ Es gibt mehr Todesfälle durch
einen Herzinfarkt“ entscheiden, da diese Ursache allgemein viel bekannter ist.
2. Fluency
Wenn beide Alternativen bekannt sind, dann wählt man die schneller erkannte Alternative.
Beispiel: „Gibt es mehr Todesfälle durch ein Zugunglück oder mehr Todesfälle durch einen
Flugzeugabsturz?“
Seite1 PFH-Private Hochschule Göttingen 27.02.2023
, Nehmen wir an es kam erst gestern in der Region der befragten Personen zu einem Zugunglück
mit Todesopfern, so wird sich die Mehrheit hierfür entscheiden, da diese Alternative schneller
erkannt wurde.
3. Take-the-best
Hier entscheidet man zwischen zwei Alternativen nach der höheren Bekanntheit. Wenn also beide
Alternativen bekannt sind, dann fügt man beiden Alternativen solange bekannte Infomationen
hinzu, bis man zu einer Alternative keine Information mehr hat. Es wird dann die Alternative
gewählt zu der man die meisten Informationen besitzt oder ab dem Punkt wo sich beide
Alternativen voneinander entscheiden. Man wählt dann sie scheinbar bessere Alternative.
4. Tallying
Ähnlich wie bei der Take-the-best Methode wird hier die Methode nach der Zahl der positiven
Hinweise gewählt. Die Alternative, die also die meisten positiven Hinweise besitzt wird
ausgewählt.
5. Satisficing
Bei dieser Methode werden alle Alternativen durchgegangen. Hier wird dann die Alternative
gewählt, die ein bestimmten Kriterum (das Zielkriterium) erfüllt.
Das Zielkriterium wurde zuvor festgelegt.
b) Darwin entschied sich für „Heiraten“ und verwendete bei seiner Entscheidung eine mit
cues (Hinweisen) arbeitende Heuristik. Bitte erläutern Sie sein mögliches Vorgehen
anhand der drei Heuristik-Bausteine: Suchregel, Abbruchregel, Entscheidungsregel.
Für Charles Darwin stellte sich die Frage“ Heiraten oder nicht heiraten?“. Um sich diese Frage zu
beantworten erstellte er eine Tabelle in der er die beiden Alternativen mit Hilfe der Tallying
Heuristik vergleicht.
Seite2 PFH-Private Hochschule Göttingen 27.02.2023