Mensch → Soziales Wesen, muss Gruppe/bestimmter Gesellschaft zugehören (→
Normen, Werte, allgem. Akzeptierte Verhaltensweisen für soz. Zusammenleben
Sozialisationsprozess → soz. Einstellungen + erwünschtes Rollenverhalten vermitteln
➔ Stolz und Genugtuung, durch Erfolg und Anerkennung in der Gruppe
➔ Organisiert durch Herrschaftsordnung (Rangordnung) → Hierarchie
➢ Definitionen
A) Hierarchie: Rangordnung/-folge, Herrschaftsbeziehung in der Gruppe
B) Führung: unmittelbare, absichtliche + zielbezogenen Einflussnahme von
Vorgesetzten auf Unterstellte m.H.v. Kommunikationsmittel
C) Autorität: Überlegenheit anerkennen → starke Anpassungsbereitschaft ohne
phys. Oder materiellen Zwang
D) Macht: Verteilung v. Autorität + Einfluss innerhalb der Gruppe → eigenen Willen
auch gegen Widerstreben durchsetzen können
E) Gewalt: eine Person wird zum Opfer, d.h. wird vorübergehend oder dauerhaft
daran gehindert ihrem Wunsch/ihren Bedürfnissen entsprechend zu leben →
Missachtung eines un-/ausgesprochenen Bedürfnisses des Opfers → 2
Perspektiven der Gewalt zw. Pat. Und PFK (pflegerische Aufgabe nicht mit
Willen/Bedürfnis d. Pat. Vereinbar)
F) Misshandlung: nicht zufällige bewusste/unbewusste gewaltsame psych./phys.
Schädigung, die im privaten, teilöffentlichen oder öffentlichen Bereich geschieht
und die zu körperl./psych. Verletzungen führt und die das Wohl/die Rechte
eines Menschen beeinträchtigt, bedroht oder verletzt
➢ Macht
= Willentliches Vermögen oder Können
- Einer verfügt über Mittel der Bedürfnisbefriedigung eines anderen
- Bestimmt Status, Schätzwert und Ansehen
Vorteile innerhalb einer Gruppe:
- Stärkere Beteiligung an Gruppenaufgaben
- Mehr Bestimmung über Gruppenleistung
- Größerer Anteil soz. Belohnung
- i.d.R. besser informiert
meist zufriedener, Gefühl bedeutsam zu sein
soziale Motive zur Machtausübung
- Macht → andere beeinflussen können
- Anschluss → Mit anderen zusammen sein
- Anerkennung → gemocht + akzeptiert werden
- Autonomie → unabhängig sein
- Altruismus → für andere da sein
- Aggression → gegen andere richten
, Machtquellen:
- Expertenmacht: Wissen/Fähigkeiten
- Vorbildmacht: nachahmen, Überlegenheit
- Legitimierte Macht: soz. Status
- Belohnungsmacht
- Bestrafungsmacht
- Informationsmacht
Machtausübung ist abhängig von Bedürfnissen, Zielen, Wünschen, Sichtweisen
und Schwierigkeiten von einem selbst und der anderen Person
Machtorientierungen
A) Personalisiert
- Ungehemmt, wenig kontrolliert
- Eigennützig, Stärkung der eigenen Person
BSP: Diktator
B) Sozialisiert
- Gehemmt, stark kontrolliert
- Fremddienlich, nützt anderen Personen
BSP: Lehrer, Polizei
Grundstruktur des Machthandelns
Machtmotivation (Person A will, dass Person B durch Beeinflussung ein Verhalten
zeigt) → Widerstand (von Person B) → Machtquellen (von Person A werden
mobilisiert, z.B. Gesetze, Redegewandtheit) → Machthemmung (Wahl des
Machtmittels abhängig von pers. Wertorientierung) → weitere Machtmittel →
Machtwirkung (Person B spürt Auswirkungen) → Machtwirkung und deren Folgen
(Person A spürt auch Auswirkungen, es entsteht ein neues Bild von Person B)
Gegenpol von Macht ist Ohnmacht/Machtlosigkeit → Situationen befinden sich
außerhalb ihrer Kontrolle → fehlende Selbstbestimmung, Hilflosigkeit →
Passivität, Resignation und Apathie als evtl. Folge
Machtmissbrauch
= Handlungen oder Unterlassungen von Personen in einer Machtposition → zu Lasten
v. Unterlegenen oder zum Vorteil des Machtinhabers oder zum Vorteil von Drittel
➔ Zwang-/Gewaltcharakter → meist Drohung, Einschüchterung oder
Unterdrückung
➔ Asymmetrische Abhängigkeitsbeziehung
Angewandte Taktiken
- Informationsbeschaffung und -kontrolle → Vorteil → sich unentbehrlich machen
- Regeln + Normen + Richtlinien kontrollieren
- Beziehungspflege → Netzwerke bilden