2.1 Grundannahmen der Angebotstheorie
Alle Unternehmen haben Gewinnmaximierung zum Ziel
Alle Unternehmen stellen nur ein Gut her (Einproduktunternehmen)
Die gesamte Produktion kann abgesetzt werden (keine Lagerhaltung)
An dem Markt, an dem das Unternehmen anbietet, gibt es viele Konkurrenten
Kein Unternehmen hat Einfluss auf den Preis
Es handelt sich um einen vollkommenen Markt (homogene Güter, keine Präferenzen, vollständige
Markttransparenz)
2.2 Bestimmungsfaktoren des Angebots eines einzelnen Unternehmens
2.2.1 Allgemeine und spezielle Angebotsfunktion eines Unternehmens
Bestimmungsfaktoren des Angebots
Preis des Gutes (p1)
Kosten der Produktionsfaktoren (Kfix, kv)
Technologie
Erwartungen
Allgemeine Angebotsfunktion
XA1 = f(p1, Kfix, kv, techn. Wissen, Erwartungen, Zahl der Anbieter)
angebotene Menge
Bestimmungsfaktoren
=Wirkung
= Ursachen
Wird immer nur Wirkung eines Einflussfaktors untersucht
Spezielle Angebotsfunktion nur die Wirkung des Preises wird als Ursache gesehen
2.2.2 Einfluss von Preis und Kosten auf die Angebotsmenge
Wegen Ziel der Gewinnmaximierungmuss geklärt werden, welcher Preis das Gewinnmaximum bringt
Erlös, Kosten und Gewinn
Gewinn (G)Der Gewinn des Unternehmens ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Erlös und den bei der
Produktion entstanden Kosten (K)
Gewinn = Erlös – Kosten
G=E-K
Erlös(E)Der Erlös ergibt sich aus der Multiplikation des für eine Einheit des Gutes erzielten Preises (p) mit
der zu diesem Preis abgesetzten Menge (x)
Erlös = Absatzpreis je Stück * Absatzmenge
E= p * x
Kostenbegriffe und Kostenfunktion
Fixe Kosten (Kfix)konstant und unabhängig von der Menge (z.B. Gehalt)
Variable Kosten (Kv oder kv * x)inkonstant und abhängig von der Menge (z.B. Lohn)
Gesamtkosten = fixe Kosten + variable Kosten je Stück * Menge
Kg = Kfix + kv * x
Kostenverläufe
In Abhängigkeit der variablen Kosten je Stück kann man verschiedene Kostenverläufe unterscheiden
1. Gesamten Variablen Kosten steigen proportional zur steigenden Produktionsmenge
2. Gesamten Variablen Kosten erhöhen sich unterproportional zur steigenden Produktionsmenge
3. Gesamten Variablen Kosten erhöhen sich überproportional zur steigenden Produktionsmenge
4. Gesamten Variablen Kosten erhöhen sich erst unterproportional dann überproportional zur Produktionsmenge
, 2.3 Gewinnmaximum und Angebotsverhalten eines Unternehmens bei linearem Verlauf der
Gesamtkostenkurve
Gesamtkosten, Gesamterlös und Gesamtgewinn
Verlustzone K ist größer als E
Gewinnschwelle (Break-Even-Point)K
genauso groß, wie E berechnen durch
Gleichsetzen von E und K
Bei linearem Verlauf der Gesamterlös- und der
Gesamtkostenkurve liegt das Gewinnmaximum
immer bei der größtmöglichen
Produktionsmenge (Kapazitätsgrenze)
GewinnErlös - Kosten
Stückkosten, Stückerlös und Stückgewinn