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Zusammenfassung

Theorien in der Literaturwissenschaft - Zusammenfassung

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In dieser Zusammenfassung habe ich alle literaturwissenschaftlichen Theorien zusammengefasst, erklärt und beispielhaft erörtert. Folgende Theorien sind vorhanden: Textzentrierte Ansätze, Psychoanalyse, Sozialgeschichte der Literatur, Diskursanalyse und Poetik des Wissens, Intertextualität, Feministische Literaturwissenschaft und Gender Studies, Interkulturelle Literaturwissenschaft und Postcolonial Studies. Perfekt zur Klausurvorbereitung.

Inhaltsvorschau

Theorien in der Literaturwissenschaft
1. Textzentrierte Ansätze
Bsp. Friedrich Schiller der Taucher und der Handschuh

Hermeneutik
 Ältestes theoretisches Konzept  seit Antike
 = Die Lehre vom Interpretieren oder allgemeinem Sinnverstehen
 Literarische Werke sind besonders vielschichtige Symbolsysteme  Ziel ist durch
Kohärenzbildung eine stimmige, ganzheitliche Textbedeutung zu erfassen
 Hermeneutische Prozesse sind Alltagsphänomene und laufen meist auf einer vorbewussten
Ebene ab
 Friedrich Schleiermacher (1768-1834): Textverstehen = komplexe, kreative Operation, die
sprachliche, historische und psychologische Dimensionen umfasse und partiell hypothetisch-
spekulativ vorgehen müsse.
 Wilhelm Dilthey (1833-1911): Interpretierendes Verstehen als Kennzeichen der
Geisteswissenschaften
 Hans-Georg Gadamer (1900-2002): Verstehen als universales Prinzip, ohne das der Mensch
nicht existieren und keine Beziehung zur Kulturellen Überlieferung aufbauen könnte.
 Ziel der Beschäftigung mir künstlerischen Werken: Horizontverschmelzung
 Horizontverschmelzung ergibt sich aus Verstehens Voraussetzungen des Interpreten und
den historischen Rahmenbedingungen des Textes.
 Verstehen ist das Produkt einer aktiven und konstruktiven, unwillkürlichen Tätigkeit
 Hermeneutik setzt eine Fremdheit voraus: Ohne diese wäre das Verstehen nämlich kein
Problem  eine Text Bedeutung ist niemals identisch mit der Ansicht des Rezipienten 
Prozess der Annäherung  Horizontverschmelzung
 Strukturiert wird diese Annäherung durch den hermeneutischen Zirkel
 Dynamische Wechselbeziehung: Zwischen der Betrachtung einzelner Teile und der
Ganzheit des Textes  Teile und Ganzes erhellen sich gegenseitig  Verständnis auf beiden
Ebenen
 Wechselseitige Modifikation: Zwischen Textverstehen und Selbstverständnis  eigene
Überzeugungen und Textaussagen erhellen sich gegenseitig
 Ein definitives Ende des Verstehens gibt es nicht
 Man kann nicht lesen ohne Sinnzusammenhänge zu bilden
 Kategorien wie Ganzheitlichkeit sind nicht wortwörtlich gemeint  viele Werke sind
heterogene Ensembles von Widersprüchen und Vieldeutigkeit. Doch diese sollen gar nicht
aufgelöst werden, sondern sie als Herausforderung des Deutungsprozesses deutlich machen

Rezeptionsästhetik

 Weitergeführte Ansätze der Hermeneutik seit 1960er Jahre
 Textsinn und Bedeutungen entstehen durch den Akt des Lesens
 Die gesellschaftlich-kulturell geprägten Einstellungen der Leser formen dabei den
Erwartungshorizont, mit dem man sich dem Text zuwendet
 Zentrale Rolle: Leerstellen
 Rezipienten versuchen auszufüllen was im Werk vage oder offenbleibt.
 Rezeptionsvorgänge untersuchen
 Wirkungspotential und Apellstrukturen der Texte analysieren  Profil des impliziten
Lesers

,  Textimmanente Interpretation

 Entstand aus der Kritik am literaturwissenschaftlichen Positivismus im späten 19. Jhd
 = Betrachtet das Kunstwerk als geschlossene Einheit, ein autonomes Gebilde, dessen
Bedeutung nicht aus sozialen oder kulturellen Kontexten abgeleitet, sondern nur aus sich
selbst erschlossen werden kann.
 Emil Staiger (1908-1987): individuelle Kontur eines Werkes als dessen spezifischen Stil. Die
Erfahrung des Lesers mit dem Text bildet den Ausgangspunkt der Interpretation
 Interpretation: Erfahrungen begründen und erklären

Strukturalismus
 Strenge Verwissenschaftlichung und Objektivierung im Umgang mit Literatur
 Wurzeln in der Bewegung des Russischen Formalismus
 Formalisten
 Untersuchung von Merkmalen durch die sich literarische Texte von nicht-literarischen
unterscheiden
 Phänomen der Literarizität in der Abweichung der Dichtkunst vom üblichen
Sprachgebrauch begründet
 Poesie bewirkt eine Verfremdung der Wahrnehmung, die über die festen Schemata der
alltäglichen Wirklichkeitsaneignung hinausführt
 Lyrische Sprache lenkt Aufmerksamkeit auf die eigene Struktur und Materialität
 Texte als bedeutungserzeugende Systeme, deren einzelne Elemente nur aus ihrer
Einbindung in die übergreifende Struktur an Funktion und Sinn gewinnen.
 Ziel der Analyse: tiefenstrukturelle Ordnung
 Beschreibung von Gemeinsamkeiten und Oppositionen
 Bevorzugte Texte haben ein stabiles Muster und Handlungsschema  Volksmärchen,
Detektivromane
 Jüngere Entwicklungen konzentrierten sich auf Beschreibungsmodelle und syst. Kategorien
 Gerard Genettes Beiträge zur Typologie narrativer Texte



2. Psychoanalytische Literaturwissenschaft
Franz Kafka – das Urteil, Gottfried Keller - Winternacht

Psychoanalyse Sigmund Freuds (1856-1939)
 Entstehung um 1900
 Erschütterte das aufgeklärte Bild und die bürgerlichen Anstandsregeln
 Hat das Schaffen vieler Autoren geprägt
 Freuds Theorie der Psyche schreibt dem Unterbewusstsein eine übertragene Rolle im
menschlichen Seelenleben zu
 Das ICH als Sitz der Ratio ist nicht „Herr in seinem eigenen Haus“
 Wird zumindest teilweise von inneren Kräften gesteuert
 Regungen des Unterbewussten  sexuelle Begierden, triebhafte Impulse, aggressive
Neigungen

 Existenz durch Interpretation der Indizien  Psychoanalyse als hermeneutische Disziplin
 Indizien sind Träume, Ängste, Neurosen oder Fehlleistungen im Alltag
 Modell der menschlichen Psyche

Dokument Information

Hochgeladen auf
23. märz 2021
Anzahl der Seiten
12
geschrieben in
2020/2021
Typ
Zusammenfassung
5,49 €

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