1. Einleitung ......................................................................................................... 3
2. Orientalismus .................................................................................................. 3
3. Schriftliche Ausarbeitung ............................................................................... 7
3.1 Das „Rucksack“ – Modell ........................................................................... 7
3.2 Kultursensibilität ......................................................................................... 9
3.3 Konsequenzen ............................................................................................ 11
4. Resümee ......................................................................................................... 13
5. Literaturverzeichnis ...................................................................................... 14
6. Eigenständigkeitserklärung ......................................................................... 16
, 1. Einleitung
Medien begleiten den modernen Menschen täglich bei der Bewältigung des Schul- oder Ar-
beitsalltags. Dank einer zunehmenden Technisierung sowie Modernisierung der Gesellschaft
tritt der Mensch bereits in seinen frühen Lebensjahren in Kontakt mit diversen Medien. Neben
ihrer Nutzung als Kommunikationsmittel werden sie häufig auch zur Informationsgewinnung
genutzt. Medien besitzen eine gewisse Macht, mit welcher sie das Denken und die Lebensstile
ihrer Benutzer_innen beeinflussen können. Im Laufe der Jahre hat sich mit der wachsenden
Pluralisierung der Gesellschaften sowie dem damit einhergehenden verstärkten Kontakt zwi-
schen Angehörigen diverser Kulturen die äußerst kontroverse Debatte um kulturelle Repräsen-
tationen in Medien entwickelt. Dies ist auf den Gegenstand zurückzuführen, dass zahlreiche
Kulturen mit wahrheitswidrigen Abbildungen ihrer Identität konfrontiert werden, welche trotz
einer steigenden Resistenz der betroffenen Gruppen nicht nur weiterhin medial vermittelt, son-
dern auch gefördert werden.
Der palästinensisch-amerikanische Literaturwissenschaftler Edward W. Said (1935-2003) wid-
met mit seinem 1978 erstmals erschienenen Werk Orientalismus einen Teil seiner Forschungen
der Untersuchung gesellschaftlicher Machtkonstellationen, welche sich im Zuge des Orienta-
lismus entwickelt und zur Realisierung westlicher Kolonialdominanz beigetragen haben. Im
Rahmen dieser schriftlichen Ausarbeitung werden ausgewählte Grundlagen zum Orientalismus
herangezogen, um ihre Relevanz für die gesellschaftliche Koexistenz von Angehörigen unter-
schiedlicher Kulturen herauszuarbeiten.
2. Orientalismus
Im Rahmen einer definitorischen Annäherung an den Begriff stellt Edward Said drei Erschei-
nungsformen des Orientalismus‘ vor. Seine erste Definition verweist auf das akademische Feld,
in welchem Forschungen zum Orient sowie zu ihren Kulturen und Gesellschaftssystemen be-
trieben werden. Diese Untersuchungen setzen professionsspezifische Kompetenzen voraus,
weshalb sie laut Said überwiegend an akademischen Institutionen geleitet werden. Weiter greift
er den Orientalismus als eine Art Einstellung auf, die darauf abzielt, die Differenz zwischen
westlichen und die dem Orient angehörenden Gesellschaften zu unterstreichen. Hierbei legt er
den Schwerpunkt auf arabische Kulturen. Mit der dritten Begriffsbestimmung beschreibt Said
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