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Zusammenfassung Literaturwissenschaft verstehen!

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Im Dokument geht es um die Grundlagen, die ins Fach Literaturwissenschaft einführen und dabei die wichtigsten Autor*innen in Blick nehmen.

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Welcher Aspekt der literarischen Kommunikation (Autor, Text, Kontext, Leser) in den Mittelpunkt
gestellt wird =>
1. Auf den Autor bezogene Methoden: Positivismus (mit Biographieforschung), Hermeneutik (mit
Untersuchung der Autorintention) oder die psychoanalytische Methode.
2. Auf den Text bezogene Methoden: Stilistik und Strukturalismus (Textphilologie oder
Textanalyse)
3. Auf den Kontext bezogene Methoden: literatursoziologische oder kulturwissenschaftliche
Methoden
4. Auf den Rezeption des Texts bezogene Methoden: Rezeptionsästhetik und poststrukturalistische
Ansätze

1) auf den Text und konkrete sprachliche Gestaltung des Texts bezogene Fragen > welche
Geschichte in einem Roman erzählt wird und welche Mittel der Erzähler sich dabei bedient
2) intertextueller Kontext: wie ordnet man einen text einer literarischen Gattung ein? Beziehung
des Textes zu anderen lit., auch nicht-lit. Texten.
3) extratextueller Kontext: die soziokulturellen Verhältnisse, in denen Texte verfasst werden und
deren Auswirkungen auf Inhalte und Forme von texten
4) Autor im Mittelpunkt: Bedeutung seiner Person für die Art des Werks

Positivismus = Theorie von Auguste Comte
- Gegenstand der Wissenschaft ist die Erkenntnis positiver beobachtbarer Phänomene
- Verzicht auf metaphysische Spekulation
- Ziel von Wissenschaft ist die Formulierung von Gesetzmäßigkeiten, die aus Beobachtungen
ableitbar sind
- Konzentration auf biographische Forschungen, Quellenstudium => um den Entstehungsprozess
der Werke nachzuvollziehen.

Positivismus: als eine produktionsorientierte Herangehensweise, die eine Objektivität anstrebt (wie
z.B. bei Naturwissenschaften).
Ein Text besitzt eine bestimmte Botschaft, ein Ziel, einen Textsinn => man soll sich auf den Autor
und sein Leben konzentrieren. Literarische Texte als Verweis auf Wirklichkeit (mimetisch) oder
Autorpersönlichkeit (expressiv)
> Auguste Comte: Erkenntnis- und Geschichtsmodell
Pragmatische Beschränkung auf “positive” d.h. beobachtbare Fakten.
Literatur lässt sich auf objektiv beschreibbare Determinanten (Faktoren wie Nationalcharakter,
geschichtlicher Zeitpunkt einer kulturellen Erscheinung, soziale Ursprungsumgebung)
zurückführen.
Quellenstudium = biographische Fakten zum Autor und seinem Umfeld, der Text und seine
Vorgänger => Ziel = Schaffung einer großen Basis belegbarer außertextueller Fakten, die den
Textsinn determinieren.
Seit den 1960er jähren Positivismus als Schimpfwort für theoretisch unkritische Faktensammlung
gebraucht wird.

,Strukturalismus =
Literatur als ein autonomes System, dessen Strukturgesetzte es zu erkunden gilt.
Interesse auf jene Phänomene, die das Allgemeine der Literatur ausmachen (nicht das Individuelle,
kein Autor, kein konkreter Einzeltext)
- Konzentration auf die sprachliche Verfasstheit der Texte und Fragen nach der Bedeutung dieser
Verfasstheit (Конституция)
- was die Eigenart literarischer Rede gegenüber praktischer Rede oder Alltagsrede ausmacht?
Literarizität
- Strukturen von verschiedenen Gattungen oder Textsorten. Nach welchen Regeln funktioniert das
Erzählen
- literarische Texte als ein Regelsystem von Zeichen; den Texten zugrundeliegenden
Gesetzmäßigkeiten. Text als eine strukturelle Einheit, die Zeichen werden innerhalb des Systems
untersucht und nicht als Repräsentanten einer externen Realität; der Text aus seinem Kontext
gelöst und zu einem autonomen und daher auch autonom zu behandelnden Objekt erklärt. Die
ästhetische Funktion und Dimension wird als von Raum, Zeit und urteilenden Personen
unabhängig gesehen. Werkimmanenz.
Strukturalismus: => neue Systematisierung der Textanalyse (überprüfbare Interpretation
ermöglicht)
Poetische Funktion der Sprache —-> Strukturierung der Ausdrucksseite.
Text als geordnetes System von Zeichen. Als selbstständiges Gebilde, dessen Bedeutung sich aus
den in ihm selbst stehenden Elementen (und wie diese Elemente zu einem System verknüpfet sind,
das eine Ganzheit formt) ergibt.
Ziel = Objekt zu rekonstruieren, um zu veranschaulichen wie es funktioniert (nach welchen
Regeln). Etwas Neues bildet sich aus stukturalistischer Tätigkeit. Man will etwas nicht kopieren,
sondern verständlich machen.
Barthes = Zergliederung und anschließende modellhafte Nachbildung eines Textes.
Beschreibung des Textes als eine in sich stabile Struktur.
Die Bedeutung eines Textes ist von den Intentionen des Autors und von der Komplexität und
Vielfalt der kulturellen Umgebung unabhängig.


Strukturanalyse:
Ziel der Strukturanalyse ist es, ein Modell herauszuarbeiten, das zeigt, wie der Text funktioniert,
mit welchen sprachlichen und formalen Mitteln er Bedeutung erzeugt. Nicht frei von Subjektivität
(was ist ein relevanter Bestandteil des Textes hinsichtlich der Gesamtbedeutung > wer stabilisiert
das?).
Man erreicht Objektivität wenn:
1. wenn die analyse textimmanent bleibt (abgesehen von allem Außertextuellen, wie Autor)
2. eine Mehrdeutigkeit oder Widersprüchlichkeit eines Texts in Rechnung stellen



Erzähler =

, 1. Heterodiegetischer Erzähler = der Erzähler ist nicht Teil der erzählten Welt. Das Geschehen in
dritter Person geschildert. Kann auch in der Ich-Form auftreten, aber gehört nicht zu derselben
Welt
2. Homodiegetischer Erzähler = der Erzähler ist Teil der erzählten Welt. (Nebenfigur oder
Hauptfigur an Geschehenen, unbeteiligter Beobachter).
3. Autodiegetischer Erzähler = der Erzähler ist der Protagonist

Freud: der künstlerische Schaffensprozess analog zur Fantasiebefriedigung im Traum
1. Ich (ego) > bewusst wahrnimmt und fühlt
2. Es > unbewusste Vorgänge, die manchen Handlungen des Ichs zugrundeliegen; physiologische
Bedürfnisse aka primitivster Teil des psychischen Apparats. Folgt allein dem Lustprinzip.
3. Über-ich (super-ego) > durch den Einfluss der sozialen Umgebung gebildet (durch Eltern), eine
innere Instanz der Normenkontrolle
Über-Ich und Es widersprechen einander.
Ich befriedigt die beiden (z.B. durch Sublimation von Trieben aka künstlerisches Schaffen)

Über-ich (Normen, Tabus)
^ (reversed)
Ich (Ausgleich der Anforderungen) <— Realität (Forderungen von außen)
^
Es (Triebe)

Alles, was auf Strukturalismus und Post-Strukturalismus beruht, kann der linguistischen Wende
zugeordnet werden. Strukturalismus = Versuch, linguistische Modelle auf lit. Texte anzuwenden =>
Intersexualität, Diskursanalyse, Dekonstruktion, Autor-Funktion.
* Strukturalismus > was und wie wird dargestellt?
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