lOMoARcPSD|16349605
Zusammenfassung Bodenkunde
Einführung
Was ist Boden?
Boden = Umwandlungsprodukt der Lithosphäre, das sich an Ort und Stelle
unter dem Einfluss von Atmosphäre und Organismen bildet oder gebildet hat
- physikalische Prozesse
- chemische Prozesse
- biologische Prozesse
Pedosphäre = schmaler Grenzbereich der Erdoberfläche, in der sich
Lithosphäre, Hydrosphäre und Atmosphäre überlagern
Wie entsteht Boden und woraus besteht er?
- Bodenbildung
- Verwitterung des Ausgangsgesteins – Zerkleinerung und chemische
Umwandlung
- Ansiedlung von Pflanzen —> Humusbildung
Lebewesen
Klima
Boden
Gestein
Zeit
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Die Pedosphäre
Kompartiment
Atmosphäre
Baum-
Strauch-
Kraut-
Moosschicht Biosphäre
Auflagehumus
Oberboden
Pedosphäre
Unterboden
Lithosphäre
Hydrosphäre
Spezifische Eigenschaften der Pedosphäre
Entwicklung zu dreidimensionalem, porösen Naturkörper mit einmaligen
Eigenschaften
Vernetzung von
- Festphase (Bodenmatrix aus mineralischer Phase und Humus)
- Gasphase (Bodenluft)
- Flüssigphase (Bodenwasser)
- Wechselwirkung kontaktierender Sphären
- zeitliche und örtliche Überlagerung der drei Phasen Luft, Wasser,
Festphase
- Grenzflächen als Ort der Bodenbildung
- poröser Körper mit spezifischer Verteilung von Luft / Wasser / Festphase
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- Grenzflächen als Ort der Bodenbildung
- große und vielfältige innere (spezifische) Oberfläche
intensiver Stoffaustausch intensive Besiedelung
- langsamer Stofftransport langsamer Ausgleich der Gradienten
Umweltbedingungen an der Grenzfläche
Atmosphäre/Böden
starke —> schwache Temperaturschwankungen
niedrige —> sehr hohe relative Luftfeuchtigkeit
Licht —> völlige Dunkelheit
Böden sind vielfältig
Alter der heutigen Böden in Mitteleuropa: etwa 10.000 Jahre Beginn der
Bodenentwicklung nach der letzten Eiszeit
- Böden in den Tropen sind viel tiefer, da sie nie die Eiszeit miterlebt haben
Pedosphäre als Lebensraum für Bodenorganismen
Böden sind selbständige Naturkörper mit spezifischen Eigenschaften und
Funktionen:
- nährstoffreich
- gepuffert
- kleinräumig sehr heterogen
- komplexes Substrat
- große spezifische Oberfläche
- —> ermöglicht vielfältiges Leben
Böden besitzen ein System von Poren mit unterschiedlichen Durchmessern
!
Lebensraum für Bodenorganismen (Edaphon)
- Feinporen < 0,2 µm unbesiedelt (Wasser)
- Mittelporen 0,2 – 10 µm
Bakterien, Pilze, Algen, Wurzelhaare, Protozoen
- Grobporen & Sekundärporen > 10 µm
Wurzeln, Nematoden, Milben, Collembolen und restliche Fauna
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Bodenfunktionen
Natürliche Funktion als Lebensgrundlage und Lebensraum für Lebewesen,
als Bestandteil des Naturhaushalts, als Filter und Puffer;
Der Boden ist ein wesentliches Glied im Stoffkreislauf der Landschaft
Starke Verzahnung mit Nachbarkompartimenten
- Funktion als Puffer und Filter
Atmosphäre
natürliche und künstliche Stoffzufuhr
(Wasser, Nährstoffe, Schwermetalle, Agrochemikalien, ...)
Gestein Boden Pflanze
Grundwasser
Bekanntes Beispiel für Pufferfunktion:
Belastung des Grundwassers mit Nitrat oder Pestiziden
Nitrattiefenverlagerung bei unterschiedlicher N-Düngung
Nutzungsfunktion als Rohstofflagerstätte, Fläche für Siedlung und Erholung,
Standort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung und als Standort für
sonstige wirtschaftliche und öffentliche Nutzungen, Verkehr, Ver- und
Entsorgung
- Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte
- landesweit/naturräumlich selten —> seltene Böden
- Böden mit historischer, naturhistorischer und geowissenschaftlicher
Bedeutung
- Realistischer Boden: Ehemalige Torfabbaustelle in Boswil (Kanton Aargau);
Lehmüberschüttung (aus Bünz-Überflutungen und anthropogen)
Reliktischer Torfhorizont
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Zusammenfassung Bodenkunde
Einführung
Was ist Boden?
Boden = Umwandlungsprodukt der Lithosphäre, das sich an Ort und Stelle
unter dem Einfluss von Atmosphäre und Organismen bildet oder gebildet hat
- physikalische Prozesse
- chemische Prozesse
- biologische Prozesse
Pedosphäre = schmaler Grenzbereich der Erdoberfläche, in der sich
Lithosphäre, Hydrosphäre und Atmosphäre überlagern
Wie entsteht Boden und woraus besteht er?
- Bodenbildung
- Verwitterung des Ausgangsgesteins – Zerkleinerung und chemische
Umwandlung
- Ansiedlung von Pflanzen —> Humusbildung
Lebewesen
Klima
Boden
Gestein
Zeit
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Die Pedosphäre
Kompartiment
Atmosphäre
Baum-
Strauch-
Kraut-
Moosschicht Biosphäre
Auflagehumus
Oberboden
Pedosphäre
Unterboden
Lithosphäre
Hydrosphäre
Spezifische Eigenschaften der Pedosphäre
Entwicklung zu dreidimensionalem, porösen Naturkörper mit einmaligen
Eigenschaften
Vernetzung von
- Festphase (Bodenmatrix aus mineralischer Phase und Humus)
- Gasphase (Bodenluft)
- Flüssigphase (Bodenwasser)
- Wechselwirkung kontaktierender Sphären
- zeitliche und örtliche Überlagerung der drei Phasen Luft, Wasser,
Festphase
- Grenzflächen als Ort der Bodenbildung
- poröser Körper mit spezifischer Verteilung von Luft / Wasser / Festphase
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- Grenzflächen als Ort der Bodenbildung
- große und vielfältige innere (spezifische) Oberfläche
intensiver Stoffaustausch intensive Besiedelung
- langsamer Stofftransport langsamer Ausgleich der Gradienten
Umweltbedingungen an der Grenzfläche
Atmosphäre/Böden
starke —> schwache Temperaturschwankungen
niedrige —> sehr hohe relative Luftfeuchtigkeit
Licht —> völlige Dunkelheit
Böden sind vielfältig
Alter der heutigen Böden in Mitteleuropa: etwa 10.000 Jahre Beginn der
Bodenentwicklung nach der letzten Eiszeit
- Böden in den Tropen sind viel tiefer, da sie nie die Eiszeit miterlebt haben
Pedosphäre als Lebensraum für Bodenorganismen
Böden sind selbständige Naturkörper mit spezifischen Eigenschaften und
Funktionen:
- nährstoffreich
- gepuffert
- kleinräumig sehr heterogen
- komplexes Substrat
- große spezifische Oberfläche
- —> ermöglicht vielfältiges Leben
Böden besitzen ein System von Poren mit unterschiedlichen Durchmessern
!
Lebensraum für Bodenorganismen (Edaphon)
- Feinporen < 0,2 µm unbesiedelt (Wasser)
- Mittelporen 0,2 – 10 µm
Bakterien, Pilze, Algen, Wurzelhaare, Protozoen
- Grobporen & Sekundärporen > 10 µm
Wurzeln, Nematoden, Milben, Collembolen und restliche Fauna
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Bodenfunktionen
Natürliche Funktion als Lebensgrundlage und Lebensraum für Lebewesen,
als Bestandteil des Naturhaushalts, als Filter und Puffer;
Der Boden ist ein wesentliches Glied im Stoffkreislauf der Landschaft
Starke Verzahnung mit Nachbarkompartimenten
- Funktion als Puffer und Filter
Atmosphäre
natürliche und künstliche Stoffzufuhr
(Wasser, Nährstoffe, Schwermetalle, Agrochemikalien, ...)
Gestein Boden Pflanze
Grundwasser
Bekanntes Beispiel für Pufferfunktion:
Belastung des Grundwassers mit Nitrat oder Pestiziden
Nitrattiefenverlagerung bei unterschiedlicher N-Düngung
Nutzungsfunktion als Rohstofflagerstätte, Fläche für Siedlung und Erholung,
Standort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung und als Standort für
sonstige wirtschaftliche und öffentliche Nutzungen, Verkehr, Ver- und
Entsorgung
- Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte
- landesweit/naturräumlich selten —> seltene Böden
- Böden mit historischer, naturhistorischer und geowissenschaftlicher
Bedeutung
- Realistischer Boden: Ehemalige Torfabbaustelle in Boswil (Kanton Aargau);
Lehmüberschüttung (aus Bünz-Überflutungen und anthropogen)
Reliktischer Torfhorizont
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