Faust I
Grundfragen
• Wohin führt ein Leben, mit dem man nie zufrieden ist und bei dem man immer
weiter strebt?
• Wohin führt eine Gesellschaft, in der alle Menschen dies verkörpern? Welche
Gefahren gibt es?
• → Faust soll eine Antwort auf diese Fragen und eine Warnung sein.
Eingangsmonolog Nacht (Faust’s anfängliche seelische Situation)
• Verlust der Lebensfreude (depressiv)
• Sitzt unruhig in seinem Zimmer, verzweifelt an seinen studierten Fakultäten
• Lebensziel scheint unerreichbar: zu sehen, was die Welt im Innersten
zusammenhält
(Metaphysik: Die Frage, über das, was hinter der Natur steckt und sie
möglich macht)
• Besitzt nichts
• Sieht ein, dass er durch das Studieren nicht sein Ziel erreichen kann
• Fausts Ziel: verschreibt sich der Magie, um die Welt endlich zu verstehen
(Nostradamus Buch)
➔ Faust strebt nach mehr, das Gelehrtenwissen kann man nicht
gebrauchen/anwenden, es ist nicht genug
➔ Goethe entwirft einen Typus Mensch in Form von Faust
Prolog im Himmel (Wette Mephisto & Gott)
• Der Herr glaubt, dass die Menschen allgemein dazu neigen, ihre Taten zur
Erreichung des Seelenheils einzustellen, weshalb er Mephistopheles
beauftragt, als Teufel zu wirken
• Bei Faust verhält sich die Sache etwas anders. Er strebt nach Erkenntnis und
bemüht sich gottgleich zu sein.
• Der Herr entschuldigt Faust deshalb: Es irrt der Mensch, solang er strebt.
(V.317) und “Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange/ Ist sich des
rechten Weges wohl bewusst.”
• Mephistopheles wettet dagegen und sagt, dass er Faust vom rechten Wege
abbringen kann.
Osterspaziergang (“Fausts innere Zerrissenheit”)
Stofftrieb Fromtrieb
• Sinnliche Empfindung • Gibt Stofftrieb Form
• Forderung zur Abspannung • Einschränkung des Stofftriebs durch
• Physischer Trieb/ Bedürfnis Sitten, Regeln, Moral, Gesetze
• (schlafen, essen, trinken, wärme, • Gibt eine Richtung vor
Sex etc.) • Man lernt den Stofftrieb richtig
einzusetzen
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Silke Redecker