01 Einführung und visuelle Grundlagen
Allgemeine Psychologie I/1
1. Einführung und visuelle Grundlagen
1. Allgemeine Verarbeitungsprinzipien
1.1 Grundlagen: Neuronen und Aktionspotenziale (AP)
Morphologie1
Unipolare Nervenzelle: kein Dendrit, ein Axon
Bipolare Nervenzelle: ein Dendrit, ein Axon
Pseudounipolare Nervenzelle: Axon und Dendrit sind verschmolzen, spalten sich dann wieder auf
Multipolare Nervenzelle: viele Dendriten, ein Axon
1.2 Konvergenz und Divergenz
Konvergenz: Multiple Rezeptoren innervieren eine Zelle
Divergenz: eine Zelle projiziert zu mehreren Zellen
innervieren: etwas mit Nervenreizen versorgen
projizieren: fortleiten
1.3 Spezifische Reizenergie
Alle Rezeptoren übertragen Reizenergie in Form einer Veränderung des Membranpotentials
Art und Ort der Rezeptoren bestimmen ihre spezifische Reizenergie
Rezeptorzelle: Sinneszelle, die Sinnesinformationen aufnimmt und weitergibt z.B. Photorezeptoren auf der Netzhaut
Sinneszellen reagieren auf spezielle Reize bereits bei geringer Reizintensität
Teilweise reagieren Sinneszellen auch auf unspezifische Reize bei einer starken Reizintensität
Transduktion: Umwandlung von Umweltreizen in elektrische Signale zur Weiterleitung und Verarbeitung
Transformation: Übersetzung von Reizeigenschaften in Frequenzen von Aktionspotentialen
1.4 Parallele Reizverarbeitung und „labeled lines“
Prinzip der „labeled lines“ (Kodierung von Ort und Reizart) folgt aus dem Prinzip der spezifischen Reizenergie
Beispiel: Somatosensorik
DRG: dorsal root ganglia
Blaue Linien: Tastsinn
Rote Linien: Schmerz
Multiple Abbildungen des Sinnesepithels
1.5 Nicht-isotope Abbildung
Ungleiche Verteilung der Rezeptoren entlang des Sinnesepithels
Rezeptordichte korreliert mit Sinnesauflösung z.B. Höhere Dichte im
zentralen (Fovea) statt im peripheren Gesichtsfeld
Kortikaler Vergrößerungsfaktor: Ausgedehntere kortikale
Repräsentation von Sinnesinformationen, die aus besonders
empfindlichen Bereichen des Rezeptororgans stammen
z.B. die Größe der Fovea ist im Kortex überrepräsentiert
Beispiel: Somatotope Abbildung der Körperoberfläche
Zentrum-Umfeld Organisation: Das Rezeptive Feld
1
Wissenschaft, Lehre von der äußeren Gestalt, Form der Lebewesen, der Organismen und ihrer Teile
Allgemeine Psychologie I/1
1. Einführung und visuelle Grundlagen
1. Allgemeine Verarbeitungsprinzipien
1.1 Grundlagen: Neuronen und Aktionspotenziale (AP)
Morphologie1
Unipolare Nervenzelle: kein Dendrit, ein Axon
Bipolare Nervenzelle: ein Dendrit, ein Axon
Pseudounipolare Nervenzelle: Axon und Dendrit sind verschmolzen, spalten sich dann wieder auf
Multipolare Nervenzelle: viele Dendriten, ein Axon
1.2 Konvergenz und Divergenz
Konvergenz: Multiple Rezeptoren innervieren eine Zelle
Divergenz: eine Zelle projiziert zu mehreren Zellen
innervieren: etwas mit Nervenreizen versorgen
projizieren: fortleiten
1.3 Spezifische Reizenergie
Alle Rezeptoren übertragen Reizenergie in Form einer Veränderung des Membranpotentials
Art und Ort der Rezeptoren bestimmen ihre spezifische Reizenergie
Rezeptorzelle: Sinneszelle, die Sinnesinformationen aufnimmt und weitergibt z.B. Photorezeptoren auf der Netzhaut
Sinneszellen reagieren auf spezielle Reize bereits bei geringer Reizintensität
Teilweise reagieren Sinneszellen auch auf unspezifische Reize bei einer starken Reizintensität
Transduktion: Umwandlung von Umweltreizen in elektrische Signale zur Weiterleitung und Verarbeitung
Transformation: Übersetzung von Reizeigenschaften in Frequenzen von Aktionspotentialen
1.4 Parallele Reizverarbeitung und „labeled lines“
Prinzip der „labeled lines“ (Kodierung von Ort und Reizart) folgt aus dem Prinzip der spezifischen Reizenergie
Beispiel: Somatosensorik
DRG: dorsal root ganglia
Blaue Linien: Tastsinn
Rote Linien: Schmerz
Multiple Abbildungen des Sinnesepithels
1.5 Nicht-isotope Abbildung
Ungleiche Verteilung der Rezeptoren entlang des Sinnesepithels
Rezeptordichte korreliert mit Sinnesauflösung z.B. Höhere Dichte im
zentralen (Fovea) statt im peripheren Gesichtsfeld
Kortikaler Vergrößerungsfaktor: Ausgedehntere kortikale
Repräsentation von Sinnesinformationen, die aus besonders
empfindlichen Bereichen des Rezeptororgans stammen
z.B. die Größe der Fovea ist im Kortex überrepräsentiert
Beispiel: Somatotope Abbildung der Körperoberfläche
Zentrum-Umfeld Organisation: Das Rezeptive Feld
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Wissenschaft, Lehre von der äußeren Gestalt, Form der Lebewesen, der Organismen und ihrer Teile