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Resumen

Zusammenfassung

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Páginas
36
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06-05-2026
Escrito en
2021/2022

Eine ausführliche Zusammenfassung für die Klausur im ersten Semester

Institución
Grado

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1. Vorlesung: Erziehungswissenschaft

1. Begriffsklärung Bildungswissenschaft
Erziehungswissenschaft = Bildungswissenschaft = Pädagogik?
-Pädagogik: Alltagssprachliche Begriff, meint Wissenschaft u. Praxis, wird oft gleichgesetzt mit
geisteswissenschaftlich-hermeneutischer Richtung der Erziehungswissenschaft.
-Erziehungswissenschaft: Begriff betont v.a. wissenschaftlichen Charakter der Disziplin, wird oft
gleichgesetzt mit empirischer Ausrichtung der Erziehungswissenschaft.
-Bildungswissenschaft: betont wissenschaftlichen Charakter der Disziplin über Begriff Erziehung
hinaus, wird oft für Bezugswissenschaften* erziehungswissenschaftlicher Studiengänge u.
Lehramtsausbildung verwendet.

Kurzer Blick in die Geschichte
17. Jh. Umbruch vom Mittelalter zur Moderne: Entwicklung der Naturwissenschaften. Johan Amos
Comenius (1592-1670)
18. Jh.: Aufklärung u. Pädagogische Sattelzeit: Grundgedanken der Aufklärung (Mündigkeit de
Menschen). Jean Jacques Rousseau (1712-1778), Wilhelm von Humboldt (1767-1835
19. Jh.: Sattelzeit des Bildungswesens: Institutionelle Ideen und Ausdifferenzierung des
Bildungswesens. Wilhelm von Humboldt (1767-1835), Johann Friedrich Herbart (1776-1841),
Friedrich Fröbel (1782-1852), Friedrich Adolph Diesterweg (1790-1866)
19-20. Jh.: reformpädagogische Bewegung: Pädagogik vom Kinde aus u. Schulreform (z.B. Maria
Montessori, Celestine Frenet usw.)
21. Jh.: Formierung der Erziehungswissenschaft als wissenschaftliche Disziplin.

2. Erziehungswissenschaft als Disziplin - Was ist eine Disziplin?
 Abgrenzbarer Wissens- sowie Forschungs- und Lehrgegenstand,
 Gemeinsames Fragen- und Methodenset
 Definierte Qualitätsstandards
 Strukturen für Forschung und wissenschaftliche Kommunikation
 Fachgemeinschaft mit disziplinärer Identität

2. Erziehungswissenschaft als Disziplin
-> Gemeinsames Fragen- und Methodenset
Grundbegriffe: Erziehung, Bildung, Sozialisation, Unterricht, lernen, Beratung
Institution: Kindergarten, Schule, Hochschule, Familie, Erwachsenenbildung, soziale Arbeit
gesellschaftliche Entwicklungen: sozialer Wandel, digitale Transformation, Heterogenität, Migration,
Pluralität
Drei Großrichtungen der Erziehungswissenschaft: Geisteswissenschaftliche Pädagogik, Empirische
Erziehungswissenschaft, Kritische Erziehungswissenschaft

Geisteswissenschaftliche Pädagogik
-Lange Zeit Hauptströmung der Pädagogik, begründet deren Wissenschaftlichkeit v.a. im 20.
Jahrhundert.
-Wichtig für die Entwicklung der qualitativen Methoden der Erziehungswissenschaft.
-Primat der Praxis vor der Theorie
-Hermeneutik als zentraler forschungsmethodischer Ansatz
-Relative Eigenständigkeit der Pädagogik
-Bildung u. pädagogischer Bezug als zentrale
-Fehlender empirischer Gehalt der Interpretationen (nicht überprüfbar, anfällig für normative
Aussagen.

Empirische Erziehungswissenschaft

,-Bildet sich in 1960er Jahren heraus, erhält Schub mit internationalen Leistungsstudien, wichtig für
die Entwicklung der quantitativen Methoden der Erziehungswissenschaft, Annäherung an
Sozialwissensschaften
-Anlehnung an den kritischen Realismus Poppers

-Aufstellung einer Hypothese und Versuch, Hypothese zu falsifizieren , Suche nach Bedingungen, in
denen Hypothese nicht zutrifft
-Kritik v.a. aus geisteswissen- schaftlicher Sicht, Vernach- lässigung des Verstehens, kaum
Gesellschaftsbezug, Frage nach Bedeutung des Wissens für Praxis
-Heute: starker interdisziplinärere Bezug, Forschungsstarke Richtung der EZW
-Blick auf das Bildungssystem und deren Steuerung

Kritische Erziehungswissenschaft
-Modernisiert pädagogisch hermeneutische Denkweisen, richtet Blick auf gesellschaftliche Verhält-
nisse (Anschluss an Sozialwissen- schaften), macht Symbolischen Interaktionismus fruchtbar für
qualitative Methoden, verwissen- schaftlicht Theorie-Praxis-Problem
-Beeinflusst durch die politischen Auseinandersetzungen der 1960er
-Anpassung des Erziehungsgedankens an die gesellschaftliche Realität ,
-Kritik am Bildungssystem auf Basis der Wissenschaft
-Erziehung aller Menschen zu Mündigkeit
-Zu optimistische Vorstellung der Möglichkeit der Veränderung von Strukturen des Bildungswesens,
Unsystematische Vermischung von Praxis und Empirie.


2. Vorlesung: Sozialer Wandel in Deutschland I: Bildungsexpansion u. die Relevanz von Wissen

Ziel: Begriffe„ Sozialer Wandel“ u. „Wissensgesellschaft“ beschreiben können, Rolle von Wissen in
Wissensgesellschaft verdeutlichen.

Familie: Unterschied lernen in Familie im Vergleich zum lernen in Bildungswesen,
Definition: Merkmale von Bildung, Erziehung u. Sozalisation vergleichen Bildungssystem, Definition
von sozialer Ungleichheit auswendig lernen, unterschiedliche Messungen, Prinzipien von Grafiken
verstehen
Was sind soziale disparitäten, grobe Linien kennen
Kindergarten: Traditionen
Kompetenzen, lernmodelle
Bei Helmke: verstanden haben
Definitionen in eigenen Worten
Grafiken nicht auswerten

1. Was meint „Sozialer Wandel“?
„Veränderung in Struktur eines sozialen Systems auf Makroebene der Sozialstruktur u. Kultur, auf
Mesoebene der Institutionen, korporativen Akteure u. Gemeinschaften, auf Mikroebene der
Personen u. ihrer Lebensläufe.“ Weymann 1998, S. 1
Makroebene der Sozialstruktur: Geschlecht, Generation, Migration, Bildung, Beruf, Status,
Gesundheit, Religion, Region
Mesoebene der Institutionen: Buldungsinstitutionen, Behörden, Familie
Mikroebene der Personen: Sie und Ich, Lebensentwürfe
Dinge miteinander interagieren

->komplex, sozialer Wandel dauerhaft

Sozialer Wandel und Bildungsexpansion

,„"Bildungsexpansion": Ausdehnung des Bildungswesens in vergangenen Jahrzehnten -> Ausbau der
Gymnasien, Universitäten ect ,mehr mittlere o. höhere Bildungsabschlüsse

1. Sozialer Wandel und Bildungsexpansion
Höheres Bildungsniveau-> Folgen der Bildungsexpanxion
• Wachstum von Wirtschaft und Wohlstand eng verbunden mit der "Ressource Mensch" ->
Bildungssektor hat Schlüsselfunktion für Wohlstand einer Gesellschaft
• Besser qualifizierte Menschen fordern Mitbestimmung -> Demokratisierungsdruck
Empirisch belegbar Zusammenhänge: Verändert Vorstellungen von Familie

1. Was meint „Sozialer Wandel“?
Gesellschaftliche Entwicklungstendenzen haben komplexe Ursachen.
3 theoretische Ansätze (Soziologie):
Sozialer Wandel = keinen linearer Verlauf, nicht vorhersagbar u. weder gut noch schlecht.
Modernisierungstheorien!: Folge von strukturellen Veränderungen in Wirtschaft, Politik u. Kultur,
Annahme endogene Entwicklung, Fortschrittsgedanke
Differenztheorien!: Konsequenz aus der Geschichte, den institutionellen Vorgaben sowie der Politik
u. Kultur von Ländern u. Regionen
Marxistische Theorien: Ergebnis privatwirtschaftlichen Organisationsform der Gesellschaft u. des
wirtschaftlichen Handelns
Wissensgesellschaft in Modernisierungstheorien und Differenztheorien

2. Zum Begriff der Wissensgesellschaft
Definitionsversuche: In Wissensgesellschaft werden verschmelzenden Informations- u.
Kommunikationstechniken zum Motor für technische u. gesellschaftliche Innovationen. Diese
Innovationen sind derzeit mit den Begriffen „Internet“ u. „Multimedia“ verknüpfte.
Verändern Infrastrukturen, Wirtschaftssysteme u. Lebensgewohnheiten radikal .“ BMBF 1997
 Technikorientierte Definition

2. Wissensgesellschaft nach Stehr * (beste Beschreibung)
Wissensgesellschaft ist eine
Gesellschaft,
... die an Entscheidungsfähigkeit des Individuums hohe Ansprüche stellt,
... in der Technik und Wissenschaft in allen Lebensbereichen präsent ist,
... die Experten benötigt, die Wissen vermitteln,
... in der die traditionellen Institutionen an Macht verlieren,
... die lernen muss, mit Unsicherheiten umzugehen.
Problem:
Teil der Bevölkerung könnte vom komplexen Wissen abgekoppelt sein, zu viel an Wissen könnte
handlungsunfähig machen

Folie: Grafiken lesen können

2. Wissensgesellschaft, die Experten benötigt, die Wissen vermitteln
 Wissenschaftliche Konzepte, die man verstehen muss, um eine Antwort geben zu können.

2. Begriff der Wissensgesellschaft
Beschreibende Funktion:
 Ökonomische u. gesellschaftliche Zeitdiagnose
Strategische Funktion:
 Forderung an Qualität des Bildungswesens

Forderungen an das Bildungswesen (Strategische Funktion):

, - müssen auf Bedarf der Wissensgesellschaft u. Notwendigkeit von mehr u. besserer Beschäftigung -
einstellen.
- Lern- u. Ausbildungsmöglichkeiten anbieten müssen

3. Wissen in der Wissensgesellschaft
 Forderung an Qualität des Bildungswesens
1. Wissen als Ursache für wirtschaftliches Wachstum, Innovationen als Normallfall, Neue Formen der
Wissensproduktion,
2. Wachstum wissensbasierter Dienstleistungen u. forschungsintensiver Produktionsprozesse
3. Bedeutung von Aus- u. Weiterbildungsprozessen
 technologische, wirtschaftsstrukturelle, organisatorische u. bildungsbezogene
Veränderungen der Gegenwartsgesellschaft

Was ist Wissen?
-„Gesamtheit der Kenntnisse u. Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen.
Wissen basiert auf Daten u. Informationen.“(Gabler Wirtschaftslexikon), am ehesten auf
Wissensgesellschaft
-> allgemeine Definitionen

 Unterscheidung von Wissen und Gesellschaft
Information:
Wissen: wichtig, Grundlagen der Aussagen belegen, nur geteiltes Wissen ist echtes Wissen
Wissen-> Kongnitiv erworben
Wissen ist mehr als Information, befähigt uns in
komplexen Gesellschaft Lösungen zu finden/ zu
entwickeln

Wissenschaftliches Wissen
Wissenschaftlicher Beweis-> Erde ist keine Scheibe
Methode zum Beweisen-> Experiment muss immer
zu gleichem Ergebnis kommen (jeder Mensch an
jedem Ort kann’s nachvollziehen)
Wissenschaftliche Wissen: immer wichtiger für
Entscheidungen in politischen Feldern ect.

„besondere Stellenwert des wissenschaftlichen u. technischen Wissens in moderner Gesellschaft->
darus dass diese Wissensform, mehr als jede andere permanent neue Handlungsmöglichkeiten
schafft.“ (Nico Stehr 2001)
Was bedeutet das?
- Wissen ist nie unstrittig,
- Wissen muss interpretiert werden
- Wissen ist revidierbar
 Ermöglicht adäquates Handeln

Zusammenfassung
-Bedeutung von sozialen Beziehungen, kommunikations- u. wissenbasierten u. wissensintensiven
Dienstleistungen steigt
-Kompetenzen wie Fähigkeit zu Abstraktem Denken, Systemdenken, experimentelle Haltung zur
Welt, Fähigkeit zur Lösung komplexer Probleme, Bereitschaft zur Zusammenarbeit sowie Fähigkeit,
sich technische Fertigkeiten in Praxis anzueignen, werden für (Arbeits-)Welt wichtiger
-Idee der Wissensgesellschaft: modernisierungstheoretisches Angebot zur Beschreibung der Welt
-Begriff wird in beschreibender u. strategischer Funktion verwendet -> hebt v.a. Bedeutung des
wissenschaftlichen Wissens für gesellschaftliche Entwicklung hervor

Escuela, estudio y materia

Institución
Estudio
Grado

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6 de mayo de 2026
Número de páginas
36
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2021/2022
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