Klinische Psychologie I
Somatoforme Störungen
WieWie
gehtgeht es Ihnen
es Ihnen heute?
heute?
1. Bitte füllen Sie den folgenden Fragebogen
aus (circa 2-3 Minuten)!
2. Zählen Sie Ihre Punkte wie folgt
zusammen und tragen Sie die Summe
unter RW ein:
– stark = 3
– mäßig= 2
– kaum = 1
– gar nicht = 0
3. Bitte schauen Sie mich fragend an.
Auswertung und Interpretation
Auswertung und Interpretation
Folie 2
Grundsätzlich gilt, dass hohe Testwerte auf ein hohes Maß an körperlichen und
Allgemeinbeschwerden und niedrige Testwerte auf ein geringes Ausmaß solcher
Beschwerden hindeuten.
Leicht erhöht T-Wert > 60 (PR ≥ 85; Stanine=7)
Deutlich erhöht T-Wert ≥ 63 (PR ≥ 90; Stanine=8)
Stark erhöht T-Wert ≥ 70 (PR ≥ 98; Stanine=9)
› auffallend niedrig:
T-Wert ≤ 44
(PR ≤ 27; Stanine=4)
Sozialer Vergleich
Folie 3
Sozialer Vergleich
› Durchschnittlicher Mittelwert in BL-R bei Frauen: 9,18 (SD 10,13)
› Durchschnittlicher Mittelwert in BL-R bei Männern: 6,78 (SD 8,77)
Welche Ursache haben
diese Beschwerden?
Folie 4
,Klinische Psychologie I
Organische Ursachen bei häufigen körperlichen Symptomen nach Kroenke & Mangelsdorff
(1988)
Nur 16% körperlicher Beschwerden haben eine klare organische Ursache!
Unser Gesundheitssystem ist überfordert!
• Nach Kroenke & Mangelsdorff (1988) ist eine organische Ursache der beste
Prädiktor für einen positiven Verlauf der Erkrankung oder sogar für eine Remission!
• Wird das gesamte Spektrum der im Gesundheitssystem geschilderten Symptome
berücksichtigt, gehen circa 20% der Arztbesuche auf Personen mit unklaren
körperlichen Beschwerden zurück
• Nach Grabe & Freyberger (2003) werden unklare körperliche Beschwerden
typischerweise in folgenden Settings geäußert:
o Allgemeinärztliche Praxis: 18%
o Internistische Praxis: 25%
o Chirurgische Praxis: 21%
o Orthopädische Praxis: 28%
, Klinische Psychologie I
Zweidimensionales
ZweidimensionalesModell von Befund
Modell und Befinden
von Befund und Befinden
nach Franke (2006)
Was fehlt diesen Menschen?
Die Behandlungskosten bei Personen mit multiplen körperlichen Beschwerden ohne
organische Ursache sind 9-mal höher als bei der Durchschnittsbevölkerung (Smith et al,
1986)
Erkrankungsdauer bis Besuch einer Psychosomatik: 12 Jahre! (Rief et al., 1992) oder länger,
z.B. 30 Jahre (Smith et al, 1986)
Erste Schlussfolgerungen
• Screening globaler körperlicher Beschwerden ermöglicht auch einen Hinweis auf die
Ausprägung psychischer Belastungen (v.a. Angst, Depressionen, somatoforme
Störungen) - Warum?
• Psychisches und körperliches Erleben sind untrennbar miteinander verbunden!
• Der Mensch erlebt sich und seine Umwelt über...
o Körperliche Veränderungen
o Gedanken
o Gefühle
o Verhalten
Leib-Seele-Dualismus
Leib-Seele-Dualismus vs.
vs. Monismus
Monismus
Gedanken
Verhalten Gefühle
Körper
Folie 8
Somatoforme Störungen
WieWie
gehtgeht es Ihnen
es Ihnen heute?
heute?
1. Bitte füllen Sie den folgenden Fragebogen
aus (circa 2-3 Minuten)!
2. Zählen Sie Ihre Punkte wie folgt
zusammen und tragen Sie die Summe
unter RW ein:
– stark = 3
– mäßig= 2
– kaum = 1
– gar nicht = 0
3. Bitte schauen Sie mich fragend an.
Auswertung und Interpretation
Auswertung und Interpretation
Folie 2
Grundsätzlich gilt, dass hohe Testwerte auf ein hohes Maß an körperlichen und
Allgemeinbeschwerden und niedrige Testwerte auf ein geringes Ausmaß solcher
Beschwerden hindeuten.
Leicht erhöht T-Wert > 60 (PR ≥ 85; Stanine=7)
Deutlich erhöht T-Wert ≥ 63 (PR ≥ 90; Stanine=8)
Stark erhöht T-Wert ≥ 70 (PR ≥ 98; Stanine=9)
› auffallend niedrig:
T-Wert ≤ 44
(PR ≤ 27; Stanine=4)
Sozialer Vergleich
Folie 3
Sozialer Vergleich
› Durchschnittlicher Mittelwert in BL-R bei Frauen: 9,18 (SD 10,13)
› Durchschnittlicher Mittelwert in BL-R bei Männern: 6,78 (SD 8,77)
Welche Ursache haben
diese Beschwerden?
Folie 4
,Klinische Psychologie I
Organische Ursachen bei häufigen körperlichen Symptomen nach Kroenke & Mangelsdorff
(1988)
Nur 16% körperlicher Beschwerden haben eine klare organische Ursache!
Unser Gesundheitssystem ist überfordert!
• Nach Kroenke & Mangelsdorff (1988) ist eine organische Ursache der beste
Prädiktor für einen positiven Verlauf der Erkrankung oder sogar für eine Remission!
• Wird das gesamte Spektrum der im Gesundheitssystem geschilderten Symptome
berücksichtigt, gehen circa 20% der Arztbesuche auf Personen mit unklaren
körperlichen Beschwerden zurück
• Nach Grabe & Freyberger (2003) werden unklare körperliche Beschwerden
typischerweise in folgenden Settings geäußert:
o Allgemeinärztliche Praxis: 18%
o Internistische Praxis: 25%
o Chirurgische Praxis: 21%
o Orthopädische Praxis: 28%
, Klinische Psychologie I
Zweidimensionales
ZweidimensionalesModell von Befund
Modell und Befinden
von Befund und Befinden
nach Franke (2006)
Was fehlt diesen Menschen?
Die Behandlungskosten bei Personen mit multiplen körperlichen Beschwerden ohne
organische Ursache sind 9-mal höher als bei der Durchschnittsbevölkerung (Smith et al,
1986)
Erkrankungsdauer bis Besuch einer Psychosomatik: 12 Jahre! (Rief et al., 1992) oder länger,
z.B. 30 Jahre (Smith et al, 1986)
Erste Schlussfolgerungen
• Screening globaler körperlicher Beschwerden ermöglicht auch einen Hinweis auf die
Ausprägung psychischer Belastungen (v.a. Angst, Depressionen, somatoforme
Störungen) - Warum?
• Psychisches und körperliches Erleben sind untrennbar miteinander verbunden!
• Der Mensch erlebt sich und seine Umwelt über...
o Körperliche Veränderungen
o Gedanken
o Gefühle
o Verhalten
Leib-Seele-Dualismus
Leib-Seele-Dualismus vs.
vs. Monismus
Monismus
Gedanken
Verhalten Gefühle
Körper
Folie 8