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Resumen

Zusammenfassung Reader: Veränderungstendenzen zwischen Bildung, Arbeit und Beruf 1C

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Kompletten Reader zusammengefasst. Ausreichend zur Vorbereitung auf die Klausur.

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Reader: Veränderungstendenzen zwischen Bildung, Arbeit und Beruf
Analyse der aktuellen Tendenzen im deutschen Berufsbildungssystem

I. Übergangsbereich: Entwicklung, Strukturen und Erfolg der Bildungsgänge
am Übergang von der Schule in die Berufsausbildung

Lehrtext von Ursula Beicht und Regina Dionisius (2015)
1. Einleitung

— im Übergangsbereich befinden sich eine Vielfalt an teilqualifizierenden Bildungsgängen und Bildungsmaßnahmen

— starke Kritik am Übergangsbereich: keine sofortige Integration der Schulabgänger/-innen in berufliche Ausbildung;
wurden eher als sinnlose Warteschleifen und Sackgassen empfunden als dass es der Vorbereitung nützt


2. Entwicklung des Übergangsbereichs

aufgrund: starker Anstieg der trotzdem immer noch relativ hohe
Schulabgängerzahlen; Zahlen:
des rückläufigen 2005: Höchststand mit knapp im Jahr 2014 mit ca. 256 Tsd.
Ausbildungsstellenangebots und 418 Tsd. Anfänger*innen in (Statistisches Bundesamt 2015)
Mangel an Ausbildungsreife Übergangsmaßnahmen a
-




-
Ab der 1990er- Jahre wieder deutlicher Rückgang
gewannen Bildungsgänge seit dem Höchststand
des Übergangssystems an aufgrund verbesserter
⑤s Ausbildungsmarktlage und
Bedeutung A
demografischer Entwicklung



3. Arten der Übergangsmaßnahmen




=
Schulisches Berufs- Teilqualifizierende Berufsvorbereitende Betriebliche
Bildungsgänge in Berufsgrundbildungsjahr Maßnahmen der
vorbereitungsjahr (BGJ) Einstiegsqualifizierung
(BVJ) Berufsfachschulen (BFS) Bundesagentur für Arbeit (EQ)
(BvB)
einjähriger ein- oder zweijährige einjährige Dauer bis zu 10 Monate; 6- bis 12- monatiges
vollzeitschulischer vollzeitschulische vollzeitschulische ausbildungs-
Bildungsgang; Bildungsgänge; berufliche Grundbildung; für lernbeeinträchtigte, vorbereitendes
sozial benachteiligte Praktika im Betrieb;
man kann Erwerb mittleren nehmen Jugendliche und marktbenachteiligte
Hauptschulabschluss Schulabschlusses oder ohne Ausbildungsplatz neuestes
Jugendliche
erwerben Fachhochschulreife auf Maßnahmeangebot



4. Umfang der Teilnahme an Übergangsmaßnahmen und Teilnehmerstrukturen
Untersuchungsergebnisse zum Übergangsbereich, die auf den Daten der Übergangsstudie 2011 des BIBB basieren
(vgl. Beicht/Eberhard 2013a; Beicht/Eberhard 2013b)
Jugendliche mit maximal mittlerem Schulabschluss: Jugendliche mit maximal
Hauptschulabschluss:
10% teilqualifizierende Bildungsgänge an Berufsfachschulen (BFS)
6% schulisches Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) nehmen mit einem Anteil von 44%
5% berufvorbereitende Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BvB) wesentlich häufiger an Bildungsgängen
2-3% Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) und die Einstiegsqualifizierung (EQ) des Übergangsbereichs teil

BFS Anteil der Jugendlichen mit mittleren Schulabschluss
BVJ/BvB Anteil der Jugendlichen ohne Haupt-
und guten Noten höher; schulabschluss und schlechteren Noten höher

Teilnehmer*innen an Übergangsmaßnahmen also häufiger ohne Schulabschluss oder Hauptschulabschluss mit schlechten Noten!
Schlechte Schulleistungen hängen dabei auch mit ungünstiger sozialer Herkunft zusammen!

, Reader: Veränderungstendenzen zwischen Bildung, Arbeit und Beruf

I. Übergangsbereich: Entwicklung, Strukturen und Erfolg der Bildungsgänge
am Übergang von der Schule in die Berufsausbildung


5. Erfolg der Übergangsmaßnahmen

5.1 Erwerb eines (höherwertigen) Schulabschlusses

Erfolg im Übergangsbereich hat man dann, wenn man nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses
oder eines höherwertigen Schulabschlusses absolviert;

in der betrieblichen Einstiegsqualifizierung z.B ist der Erwerb eines Schulabschlusses jedoch nicht möglich!


teilqualifizierende Bildungsgänge
von Berufsfachschulen (BFS)

57% absolvieren höherwertigen
Schulabschluss


In BVJ/BvB kann im Normalfall
maximal der Hauptschulabschluss
erreicht werden

daher: nur 11% absolvieren
höherwertigen Schulabschluss



5.2 Einmündung in vollqualifizierende Ausbildung 5.3 Einflüsse auf den Übergang
in vollqualifizierende Ausbildung


Neben Schulabschluss bestimmen noch
weitere Einflussgrößen den
Einmündungserfolg zur beruflichen Ausbildung:

Ressourcentheoretischer Ansatz:
(Eberhard, 2012)

Soziale Ressourcen:
Vermittlung über Elternhaus; dabei spielt
Bildung und Berufsstatus der Eltern eine
wichtige Rolle, da Eltern mit guter Schulbildung
Dies kann mithilfe der
Kaplan - Meier - Methode bspw. besser unterstützen können bei
geschätzt werden Ausbildungssuche ihrer Kinder

personale Ressourcen:
Formale schulische Qualifikationen,
Kompetenzen und persönliche Eigenschaften

Institutionelle Ressourcen:
Situation des Ausbildungsmarktes in der
Insgesamt münden jeweiligen Wohnregion der Jugendlichen;
36% der Teilnehmer/-innen nach 2 Monaten, denn je aussichtsreicher die
54% nach 14 Monaten und Ausbildungsmarktlage, desto höhere
70% nach 38 Monaten Chancen auf Ausbildungsbeginn
in eine vollqualifizierende Ausbildung ein.

d.h. 30 % starten auch nach 3 Jahren keine berufliche Ausbildung Einmündungserfolg höher,
wenn Jugendliche Übergangsmaßnahme
es zeigt sich, dass es unterschiedliche Übergangsverläufe gibt, je nicht vorzeitig abbrechen
nach Schulabschluss nach Beendigung einer Übergangsmaßnahme

, Reader: Veränderungstendenzen zwischen Bildung, Arbeit und Beruf

I. Übergangsbereich: Entwicklung, Strukturen und Erfolg der Bildungsgänge
am Übergang von der Schule in die Berufsausbildung


6. Typische Verlaufsmuster nach Übergangsmaßnahmen (vgl. hierzu auch Beicht/Eberhard 2013a)




=
Verlaufstyp 1: sehr schneller Übergang in betriebliche Ausbildung Verlaufstyp 2: rascher Übergang in nichtbetriebliche Ausbildung
— direkter Einstieg in nicht-betriebliche Ausbildung,
— direkter Einstieg in betriebliche Ausbildung, d.h. außerbetriebliche duale Ausbildung,
die dauerhaft durchgeführt wird Schulberufsausbildung, Studium,
die dauerhaft durchgeführt wird
— hier befinden sich 32% aller Teilnehmer*innen
— hier befinden sich 22% aller Teilnehmer*innen
— haben meistens mittleren Schulabschluss oder
teilweise auch Studienberechtigung — meist Jugendliche ohne Hauptschulabschluss
— nur geringer Anteil der Frauen — großer Anteil der Frauen

Verlaufstyp 3: nicht glückender oder Verlaufstyp 4: verzögerter oder
nicht beabsichtigter Übergang in Ausbildung nicht dauerhafter Übergang in betriebliche Ausbildung
— innerhalb der ersten 2 Jahre kein Eintritt in voll-
qualifizierende Ausbildung; stattdessen Besuch weiterer — erst nach längerer Verzögerung Einstieg
Übergangsmaßnahmen; „Jobben“ oder Verbleib zu Hause in betriebliche Berufsausbildung

— das kann familiäre bzw. private Gründe haben — oder Personen, die nach raschem Übergang in
oder auch aufgrund erfolgloser Ausbildungssuche betriebliche Ausbildung wieder abgebrochen haben

— hier befinden sich 37% aller Teilnehmer*innen — hier befinden sich 10% aller Teilnehmer*innen
— meist Jugendliche ohne und mit Hauptschulabschluss — ist ähnlich wie Verlaufstyp I,
nur dass die Jugendlichen hier erfolgloser sind
— großer Anteil an Jugendlichen mit Migrationshintergrund


7. Fazit: Einschätzung des Übergangsbereichs und Reformbedarf
Übergangsbereich sollte dafür sorgen, dass alle Schulabgänger*innen in berufliche Ausbildung integriert werden:

Drei zentrale Funktion

1) Jugendliche sollen Ausbildungsreife erlangen

2) Jugendliche sollen nachträglichen Erwerb eines (höherwertigen) Schulabschlusses erhalten können

3) Jugendliche sollen Überbrückungsmöglichkeit bis zum Einstieg in berufliche Ausbildung bekommen


Beurteilung des Übergangsbereichs:

— Wenn Übergangsmaßnahme erfolgreich beendet wurde, sollte die Aufnahme in ein Beruf auch zügig erfolgen!
jedoch sieht es in der Realität anders aus und oftmals bleiben Jugendliche über längere Zeit ohne Berufsausbildung

— der Erwerb eines höherwertigen Schulabschlusses gilt als Chancenverbesserung und
wirkt sich positiv auf Übergang in Berufsausbildung aus

— Wenn Jugendliche nur wegen Mangel an Ausbildungsplätzen im Übergangsbereich festsitzen,
ist es für sie verlorene Zeit, denn eine Anrechnung der Übergangsmaßnahme geschieht nur selten


eine Verbesserung der Übergangsprozesse ist notwendig!

Daher Entstehung von Reforminitiativen wie z.B. Initiative „Abschluss und Anschluss - Bildungsketten bis zum
Ausbildungsabschluss“ oder Initiative „Übergänge mit System“ mit dem Ziel: Entwicklung eines erfolgreichen
Fördersystems und der Auflösung des Warteschleifencharakters
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