Glossar:
Internationale Beziehungen: dauerhafte grenzüberschreitende Transaktionen staatlicher und nichtstaatlicher Akteure.
Internationale Politik: jede Interaktion zwischen mehreren Akteuren innerhalb internationaler Umwelt.
Akteure in der internationalen Politik:
• Staaten:
- verfügen über Souveränität, ein Territorium und eine Bevölkerung.
- Durchsetzung von Eigeninteressen: handeln nach Prinzip des Realismus => Maximierung von Macht und
Sicherheit. Bsp: Machtpolitik, Sicherung der territorialen Integrität, wirtschaftliche Interessen.
- Einhaltung von Normen: unter dem Einfluss von Liberalismus oder Konstruktivismus halten Staaten
internationale Normen ein. -> Achtung von Menschenrechten, Umweltabkommen oder Abrüstungsverträge, um
Kooperation und Stabilität zu fördern.
• Internationale Organisationen (NATO, UNO, WTO):
- von Staaten gegründet, um multilaterale Zusammenarbeit zu fördern und kollektive Probleme zu lösen.
- Förderung kollektiver Güter: IOs fördern Frieden, Sicherheit, Handel oder Umweltschutz der Mitglieder.
- Normdurchsetzung: sie dienen der Entwicklung und Überwachung von Normen und Regeln.
• Transnationale Akteure: Nichtstaatliche Organisationen (NGOs); Unternehmen und wirtschaftliche Akteure.
- NGOs setzen sich für Menschenrechte, Umwelt- / Entwicklungsfragen => drängen Staaten zur Normeinhaltung.
- Transnationale Unternehmen (z. B. Apple, Shell) spielen durch Investitionen, Handel und technologische
Innovationen eine zentrale Rolle in der Weltwirtschaft.
=> Gewinnmaximierung und Marktanteilssteigerung.
=> beeinflussen globale Standards durch Lobbyarbeit oder nachhaltige Praktiken.
Anarchie: Ordnungsprinzip sozialer Systeme, bei dem es keine Herrschaft gibt.
≠ „Regellosigkeit“ -> freiwillige Vereinbarung und Befolgung von Regeln.
• Akteure stehen im gleichrangigen Verhältnis zueinander.
• Kernidee: Keine Weltregierung → Staaten sind souverän.
Sicherheitsdilemma: beschreibt die Sorge eines Staates um die physische Existenz => führt zum gegenseitigen
Misstrauen und dem Machtstreben, um Sicherheit zu gewährleisten. Dies führt zur Unsicherheit anderer Staaten und
dem Aufrüsten.
• Kernidee: Verteidigungsmaßnahmen eines Staates können andere Staaten unsicher machen.
• Konsequenzen: Potenzielle Rüstungswettläufe (z. B. Kalter Krieg).
Interdependenzen: bezeichnet gegenseitige Abhängigkeit zwischen Staaten, die durch Handel, politische
Beziehungen und globale Herausforderungen (z. B. Klimawandel, Pandemien) entsteht.
• Kernidee: Staaten sind in vielen Bereichen miteinander verbunden und voneinander abhängig.
• Konsequenzen: Förderung der Kooperation (z. B. durch gemeinsamen Nutzen); Vermeidung der Konflikten.
, Sachbereiche internationaler Politik:
1) Sicherheit:
- wird durch das Sicherheitsdilemma bestimmt => physische Existenz von Staaten.
- Staaten agieren nach Prinzip der Selbsthilfe (Aufrüstung, Bildung von Allianzen…).
- Kooperation durch Misstrauen gehemmt.
- offensive und defensive Maßnahmen sind nicht so einfach zu unterscheiden.
- Sicherheitsgewinne anderer Staaten werden als Bedrohung wahrgenommen.
- Bsp: Rüstungsbegrenzungen; Abkommen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen; Friedensmissionen.
2) Wohlfahrt:
- Wohlfahrtsdilemma: eigenen Wohlstand auf Kosten anderer zu vergrößern (unilateral handeln)
- Staaten definieren ihre Gewinne nicht so relativ zu anderen => zwischenstaatliche Kooperation
wahrscheinlicher.
- offensive und defensive Maßnahmen sind leichter zu unterscheiden (z.B. Strafzölle)
- Bsp: Handelsabkommen; Freihandelszonen; Binnenmarkt innerhalb der EU.
3) Freiheit:
- Freiheits- und Partizipationschancen der Menschen => Kooperation unwahrscheinlich; jeder Staat will
Innenpolitik selbst regeln.
- Ein Staat kann unabhängig von anderen Staaten Menschenrechte verwirklichen => keine gegenseitige
Abhängigkeit (Interdependenz).
- Annahme einer universal gültigen Moral macht den Sachbereich zum Problem internationaler Beziehungen =>
Kooperation zwischen Staaten, die die Menschenrechte akzeptieren und fördern.
- Bsp: Menschenrechtskommission der VN; Europarat.
Realismus => Macht, Sicherheit und Anarchie.
- Staaten handeln im Eigeninteresse und ihrer Maximierung.
- Anarchie zwingt die Staaten dazu, Macht aufzubauen, um eigene Existenz zu sichern.
- gegenseitiges Misstrauen: Machtkonkurrenz & Sicherheitsdilemma bestimmen Interaktion der Staaten.
- Kooperation: nur wenn eigenen Machtinteressen entspricht.
Kritik: Der Realismus ignoriert oft nichtstaatliche Akteure, interdependente Beziehungen und normative Aspekte.
Institutionalismus: internationale Institutionen und Kooperation
- Anarchie wird beibehalten, doch Kooperation ist möglich und vorteilhaft.
- Institutionen fördern Kooperation: schaffen Regeln, Transparenz und Anreize, um gemeinsame Probleme zu lösen.
- zunehmende Interdependenz (wechselseitige Abhängigkeit) verbindet Staaten durch Handel und gemeinsame Ziele.
- Transparenz und Vertrauen: Institutionen fördern Informationen und verringern das Risiko von Konflikten.
Kritik: Unterschätzung von Macht und Konflikten
Konstruktivismus: internationale Gemeinschaft
- Staaten haben gemeinsame Kultur, Normen und Werte.
- Kooperation ist sehr wahrscheinlich -> können einander vertrauen.
- Anarchie wird zwischen Staaten mit gemeinsamen Werten und Normen überwunden.
Kritik: begrenzte Fähigkeit, konkrete Vorhersagen zu treffen.
Internationale Beziehungen: dauerhafte grenzüberschreitende Transaktionen staatlicher und nichtstaatlicher Akteure.
Internationale Politik: jede Interaktion zwischen mehreren Akteuren innerhalb internationaler Umwelt.
Akteure in der internationalen Politik:
• Staaten:
- verfügen über Souveränität, ein Territorium und eine Bevölkerung.
- Durchsetzung von Eigeninteressen: handeln nach Prinzip des Realismus => Maximierung von Macht und
Sicherheit. Bsp: Machtpolitik, Sicherung der territorialen Integrität, wirtschaftliche Interessen.
- Einhaltung von Normen: unter dem Einfluss von Liberalismus oder Konstruktivismus halten Staaten
internationale Normen ein. -> Achtung von Menschenrechten, Umweltabkommen oder Abrüstungsverträge, um
Kooperation und Stabilität zu fördern.
• Internationale Organisationen (NATO, UNO, WTO):
- von Staaten gegründet, um multilaterale Zusammenarbeit zu fördern und kollektive Probleme zu lösen.
- Förderung kollektiver Güter: IOs fördern Frieden, Sicherheit, Handel oder Umweltschutz der Mitglieder.
- Normdurchsetzung: sie dienen der Entwicklung und Überwachung von Normen und Regeln.
• Transnationale Akteure: Nichtstaatliche Organisationen (NGOs); Unternehmen und wirtschaftliche Akteure.
- NGOs setzen sich für Menschenrechte, Umwelt- / Entwicklungsfragen => drängen Staaten zur Normeinhaltung.
- Transnationale Unternehmen (z. B. Apple, Shell) spielen durch Investitionen, Handel und technologische
Innovationen eine zentrale Rolle in der Weltwirtschaft.
=> Gewinnmaximierung und Marktanteilssteigerung.
=> beeinflussen globale Standards durch Lobbyarbeit oder nachhaltige Praktiken.
Anarchie: Ordnungsprinzip sozialer Systeme, bei dem es keine Herrschaft gibt.
≠ „Regellosigkeit“ -> freiwillige Vereinbarung und Befolgung von Regeln.
• Akteure stehen im gleichrangigen Verhältnis zueinander.
• Kernidee: Keine Weltregierung → Staaten sind souverän.
Sicherheitsdilemma: beschreibt die Sorge eines Staates um die physische Existenz => führt zum gegenseitigen
Misstrauen und dem Machtstreben, um Sicherheit zu gewährleisten. Dies führt zur Unsicherheit anderer Staaten und
dem Aufrüsten.
• Kernidee: Verteidigungsmaßnahmen eines Staates können andere Staaten unsicher machen.
• Konsequenzen: Potenzielle Rüstungswettläufe (z. B. Kalter Krieg).
Interdependenzen: bezeichnet gegenseitige Abhängigkeit zwischen Staaten, die durch Handel, politische
Beziehungen und globale Herausforderungen (z. B. Klimawandel, Pandemien) entsteht.
• Kernidee: Staaten sind in vielen Bereichen miteinander verbunden und voneinander abhängig.
• Konsequenzen: Förderung der Kooperation (z. B. durch gemeinsamen Nutzen); Vermeidung der Konflikten.
, Sachbereiche internationaler Politik:
1) Sicherheit:
- wird durch das Sicherheitsdilemma bestimmt => physische Existenz von Staaten.
- Staaten agieren nach Prinzip der Selbsthilfe (Aufrüstung, Bildung von Allianzen…).
- Kooperation durch Misstrauen gehemmt.
- offensive und defensive Maßnahmen sind nicht so einfach zu unterscheiden.
- Sicherheitsgewinne anderer Staaten werden als Bedrohung wahrgenommen.
- Bsp: Rüstungsbegrenzungen; Abkommen zur Nichtverbreitung von Atomwaffen; Friedensmissionen.
2) Wohlfahrt:
- Wohlfahrtsdilemma: eigenen Wohlstand auf Kosten anderer zu vergrößern (unilateral handeln)
- Staaten definieren ihre Gewinne nicht so relativ zu anderen => zwischenstaatliche Kooperation
wahrscheinlicher.
- offensive und defensive Maßnahmen sind leichter zu unterscheiden (z.B. Strafzölle)
- Bsp: Handelsabkommen; Freihandelszonen; Binnenmarkt innerhalb der EU.
3) Freiheit:
- Freiheits- und Partizipationschancen der Menschen => Kooperation unwahrscheinlich; jeder Staat will
Innenpolitik selbst regeln.
- Ein Staat kann unabhängig von anderen Staaten Menschenrechte verwirklichen => keine gegenseitige
Abhängigkeit (Interdependenz).
- Annahme einer universal gültigen Moral macht den Sachbereich zum Problem internationaler Beziehungen =>
Kooperation zwischen Staaten, die die Menschenrechte akzeptieren und fördern.
- Bsp: Menschenrechtskommission der VN; Europarat.
Realismus => Macht, Sicherheit und Anarchie.
- Staaten handeln im Eigeninteresse und ihrer Maximierung.
- Anarchie zwingt die Staaten dazu, Macht aufzubauen, um eigene Existenz zu sichern.
- gegenseitiges Misstrauen: Machtkonkurrenz & Sicherheitsdilemma bestimmen Interaktion der Staaten.
- Kooperation: nur wenn eigenen Machtinteressen entspricht.
Kritik: Der Realismus ignoriert oft nichtstaatliche Akteure, interdependente Beziehungen und normative Aspekte.
Institutionalismus: internationale Institutionen und Kooperation
- Anarchie wird beibehalten, doch Kooperation ist möglich und vorteilhaft.
- Institutionen fördern Kooperation: schaffen Regeln, Transparenz und Anreize, um gemeinsame Probleme zu lösen.
- zunehmende Interdependenz (wechselseitige Abhängigkeit) verbindet Staaten durch Handel und gemeinsame Ziele.
- Transparenz und Vertrauen: Institutionen fördern Informationen und verringern das Risiko von Konflikten.
Kritik: Unterschätzung von Macht und Konflikten
Konstruktivismus: internationale Gemeinschaft
- Staaten haben gemeinsame Kultur, Normen und Werte.
- Kooperation ist sehr wahrscheinlich -> können einander vertrauen.
- Anarchie wird zwischen Staaten mit gemeinsamen Werten und Normen überwunden.
Kritik: begrenzte Fähigkeit, konkrete Vorhersagen zu treffen.