05 Organisationsmodelle
Studymag – Wie organisieren wir uns
1 BEGRIFFE, STRUKTUR, DIMENSIONEN UND ELEMENTE DER ORGANISATION 10
Was Organisation darstellt und woraus sie besteht
1.1 Organisationsbegriffe
Der Begriff der Organisation ist schillernd und lässt sich nicht eindeutig definieren. Abhängig von der
jeweils zugrunde gelegten Perspektive existieren unterschiedliche Begriffslegungen:
Nach Ansicht von Erwin Grochla ist Organisation „die Strukturierung von Systemen zur Erfüllung von
Daueraufgaben“ (Grochla, 1982). Diese Definition zielt vornehmlich auf die Aufbauorganisation in
Unternehmen.
Demgegenüber definiert Alfred Kieser Organisationen als „zweckgerichtete soziale Gebilde. Sie
verfügen über ein System von Regeln, dass das Verhalten der in ihnen tätigen und mit ihnen in
Berührung kommenden Menschen steuert“
Begriffe der Organisation:
1. Die Unternehmung ist eine Organisation (institutioneller Begriff).
Soziale Kollektive bzw. kollektive Handlungseinheiten
Verbände, Unternehmen, Bürokratien (und ähnliche Kollektive) Institutionen
Unternehmen = soziotechnische-institutionelle Systeme
Formale Struktur
Richten Verhalten MA auf Unternehmensziele aus
2. Die Unternehmung hat eine Organisation (instrumentaler Begriff).
Organisationsinstrumente wie Organigramme
beschreiben Struktur
Aufbau-, Ablauf-, Prozessorganisation
Resultat der Aufgabenanalyse und Aufgabensynthese
Ziel: Beschreibung von horizontaler und vertikaler Kommunikation durch Bildung von Stellen
und Abteilungen
Frage: Wie sollen die Aufgaben zeitlich, personell und lokal organisiert werden?
3. Die Unternehmung wird organisiert (funktionaler Begriff).
Funktion des Managements
Ausgelegt auf Gestaltung bzw. Veränderung der Strukturen
In der Aufbauorganisation werden Stellen und Abteilungen – die organisatorischen Grundelemente –
in einer Organisationsstruktur angeordnet und in einen Beziehungszusammenhang gestellt. Sie lässt
sich als dauerhafte Zuschreibung von Aufgaben zu Aufgabenträgern zusammenfassen.
Die Ablauforganisation hingegen ordnet die für die Aufgabenerfüllung notwendigen Arbeitsprozesse
und strukturiert diese räumlich und zeitlich. Sie beschäftigt sich mit Fragen der
Unternehmensstruktur, die Ablauforganisation dagegen mit den Arbeits- und Bewegungsabläufen
innerhalb dieser Struktur.
, Prozessorganisation Ausrichtung Unternehmen nach durchgängigen Geschäftsprozessen
Bleibende Prozessstrukturierung
Ziele: Kundenperspektive stärker einbeziehen, Prozesse effektiv wie möglich gestalten
Alle drei Begriffe beschreiben Organisationen formal
Informale Organisation finden Ausdruck durch/in:
Gruppen
Kommunikation
Normen
Informellen Führungspersonen
Gründet auf persönlichen Zielen und Vorlieben der MA, als auch Verhaltensweisen
Entsteht durch: Freundschaften, Sympathien, Beziehungen
nicht so gut zu erkennen, verborgen und affektiv
unterliegt sozialen, prozessualen und psychologischen Gesetzen
Ergänzung sowohl auch Überlagerung der formalen Organisation
dient als Unterstützung, kann aber auch Barrieren darstellen und formale Organisation
unterlaufen
Wichtig: Kompatibilität formale und informale Organisation
1.2 Strukturdimensionen der Organisation
Die Arbeitsteilung beinhaltet die Zuteilung von Aufgaben nach Art und Menge auf unterschiedliche
Aufgabenträger (Personen).
1.2.1 Spezialisierung
Arbeitsteilung nach organisatorischen und/oder fachlichen Gesichtspunkten
Die horizontale Spezialisierung regelt den Umfang der von einer Person zu realisierenden Aufgaben.
Bei der Vertikalen Spezialisierung findet eine Trennung der Realisierung der Aufgaben einerseits und
ihrer Planung und Kontrolle andererseits statt; sie befasst sich also auch mit den Entscheidungs- und
Kontrollkompetenzen. je komplexer Tätigkeit, desto geringer ist der Grad der vertikalen
Spezialisierung
Vorteile horizontale Spezialisierung Nachteile horizontale Spezialisierung
- Kurze Anlern- und Einarbeitungszeiten - Monotonie der Arbeitsinhalte
- Eignungsgerechter Einsatz niedrigqualifizierter (Unterforderung)
Mitarbeiter - Evtl. geringe Arbeitsqualität
- Erfahrungswerte mit Lernkurveneffekten - Absentismus/Fluktuation
- Vereinfachte Kontrolle - Eingeschränkte Einsetzbarkeit der Mitarbeiter
- Transparente Arbeitsplatzgestaltung - Hohe Koordinationskosten
- Anlern- und Einarbeitungszeiten
Studymag – Wie organisieren wir uns
1 BEGRIFFE, STRUKTUR, DIMENSIONEN UND ELEMENTE DER ORGANISATION 10
Was Organisation darstellt und woraus sie besteht
1.1 Organisationsbegriffe
Der Begriff der Organisation ist schillernd und lässt sich nicht eindeutig definieren. Abhängig von der
jeweils zugrunde gelegten Perspektive existieren unterschiedliche Begriffslegungen:
Nach Ansicht von Erwin Grochla ist Organisation „die Strukturierung von Systemen zur Erfüllung von
Daueraufgaben“ (Grochla, 1982). Diese Definition zielt vornehmlich auf die Aufbauorganisation in
Unternehmen.
Demgegenüber definiert Alfred Kieser Organisationen als „zweckgerichtete soziale Gebilde. Sie
verfügen über ein System von Regeln, dass das Verhalten der in ihnen tätigen und mit ihnen in
Berührung kommenden Menschen steuert“
Begriffe der Organisation:
1. Die Unternehmung ist eine Organisation (institutioneller Begriff).
Soziale Kollektive bzw. kollektive Handlungseinheiten
Verbände, Unternehmen, Bürokratien (und ähnliche Kollektive) Institutionen
Unternehmen = soziotechnische-institutionelle Systeme
Formale Struktur
Richten Verhalten MA auf Unternehmensziele aus
2. Die Unternehmung hat eine Organisation (instrumentaler Begriff).
Organisationsinstrumente wie Organigramme
beschreiben Struktur
Aufbau-, Ablauf-, Prozessorganisation
Resultat der Aufgabenanalyse und Aufgabensynthese
Ziel: Beschreibung von horizontaler und vertikaler Kommunikation durch Bildung von Stellen
und Abteilungen
Frage: Wie sollen die Aufgaben zeitlich, personell und lokal organisiert werden?
3. Die Unternehmung wird organisiert (funktionaler Begriff).
Funktion des Managements
Ausgelegt auf Gestaltung bzw. Veränderung der Strukturen
In der Aufbauorganisation werden Stellen und Abteilungen – die organisatorischen Grundelemente –
in einer Organisationsstruktur angeordnet und in einen Beziehungszusammenhang gestellt. Sie lässt
sich als dauerhafte Zuschreibung von Aufgaben zu Aufgabenträgern zusammenfassen.
Die Ablauforganisation hingegen ordnet die für die Aufgabenerfüllung notwendigen Arbeitsprozesse
und strukturiert diese räumlich und zeitlich. Sie beschäftigt sich mit Fragen der
Unternehmensstruktur, die Ablauforganisation dagegen mit den Arbeits- und Bewegungsabläufen
innerhalb dieser Struktur.
, Prozessorganisation Ausrichtung Unternehmen nach durchgängigen Geschäftsprozessen
Bleibende Prozessstrukturierung
Ziele: Kundenperspektive stärker einbeziehen, Prozesse effektiv wie möglich gestalten
Alle drei Begriffe beschreiben Organisationen formal
Informale Organisation finden Ausdruck durch/in:
Gruppen
Kommunikation
Normen
Informellen Führungspersonen
Gründet auf persönlichen Zielen und Vorlieben der MA, als auch Verhaltensweisen
Entsteht durch: Freundschaften, Sympathien, Beziehungen
nicht so gut zu erkennen, verborgen und affektiv
unterliegt sozialen, prozessualen und psychologischen Gesetzen
Ergänzung sowohl auch Überlagerung der formalen Organisation
dient als Unterstützung, kann aber auch Barrieren darstellen und formale Organisation
unterlaufen
Wichtig: Kompatibilität formale und informale Organisation
1.2 Strukturdimensionen der Organisation
Die Arbeitsteilung beinhaltet die Zuteilung von Aufgaben nach Art und Menge auf unterschiedliche
Aufgabenträger (Personen).
1.2.1 Spezialisierung
Arbeitsteilung nach organisatorischen und/oder fachlichen Gesichtspunkten
Die horizontale Spezialisierung regelt den Umfang der von einer Person zu realisierenden Aufgaben.
Bei der Vertikalen Spezialisierung findet eine Trennung der Realisierung der Aufgaben einerseits und
ihrer Planung und Kontrolle andererseits statt; sie befasst sich also auch mit den Entscheidungs- und
Kontrollkompetenzen. je komplexer Tätigkeit, desto geringer ist der Grad der vertikalen
Spezialisierung
Vorteile horizontale Spezialisierung Nachteile horizontale Spezialisierung
- Kurze Anlern- und Einarbeitungszeiten - Monotonie der Arbeitsinhalte
- Eignungsgerechter Einsatz niedrigqualifizierter (Unterforderung)
Mitarbeiter - Evtl. geringe Arbeitsqualität
- Erfahrungswerte mit Lernkurveneffekten - Absentismus/Fluktuation
- Vereinfachte Kontrolle - Eingeschränkte Einsetzbarkeit der Mitarbeiter
- Transparente Arbeitsplatzgestaltung - Hohe Koordinationskosten
- Anlern- und Einarbeitungszeiten