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Zusammenfassung Versuchsaufbau am MordTB des § 211 StGB

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Problemorientierteres Aufbauschema zum Versuch, beispielhaft an § 211 StGB. Sämtliche Definitionen zum Versuch, als auch zum Mord enthalten. Problemkreise sin angemerkt.

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Versuchter Mord nach §§ 211, 212, 22, 23 I, 12 I StGB

I. Vorprüfung

1. Nichtvollendung (idR vorher angeprüft)
2. Versuchsstrafbarkeit

II. Tatentschluss: Wille zur Verwirklichung eines StrafTB in Kenntnis all seiner obj TBMs

hier auf Tatentschluss hins. Mordmerkmale prüfen

Gruppe 1

- Mordlust: wer allein aus Freude an der Vernichtung eines Menschenlebens handelt

- zur Befriedigung des Geschlechtstriebes: im Tötungsakt wird sexuelle Befriedigung gesucht
(Lustmord) oder Befriedigung an der Leiche (Nekrophilie)
(sexuelle Befriedigung muss nicht erreicht werden = außertatbestandliches Ziel)

- Habgier: ungezügeltes, rücksichtsloses Streben nach Gewinn um jeden Preis
-> P1: Erlangung e. Rechtmäßigen Vorteils, hM (-)
-> P2: Ersparen von Aufwendungen, hM (+) da mittelbare Vermögensmehrung

- sonstige niedrige Beweggründe: Tatantriebe, die sittlich auf tiefster Stufe stehen und daher
besonders verachtenswert sind
-> Auffangtatbestand; bei Zweifeln eher ablehnen

Gruppe 2

- Heimtücke: bewusstes Ausnutzen der auf der Arglosigkeit beruhenden Wehrlosigkeit des
Opfers (in feindseliger Willensrichtung)

-> P1: Tötung Schlafender (grds wird Argwohn mit in den Schlaf genommen)/Bewusstloser
(keine Fähigkeit Argwohn zu entwickeln)

-> P2: Arglosigkeit des vorgewarnten Opfers
=> (+) wenn Zeitspanne zwischen Erkennen der Gefahr & Angriff so kurz ist, dass keine
Reaktionsmöglichkeit verbleibt
=> (-), wenn Opfer mit einem Angriff auf sein RG Leben rechnen muss

-> P3: Tötung v. Kleinkindern (Schutzbereite Dritte, übertragbar auf Tötung von
Schwesterpflegefällen in KH und Altenheimen)

-> P4: “Chantage” (Notwehr gegen Erpressung)
=> BGH (-), da Erpresser der eigentliche Angreifer sei

- Grausamkeit: wer dem Opfer Qualen oder Schmerzen körperlicher/seelischer Art zufügt, die
nach Stärke/Dauer über das für die Tötung erforderliche Maß hinausgehen & von einer rohen
und unbarmherzigen Gesinnung getragen sind

- Gemeingefährliche Mittel: Tatmittel, die mangels Beherrschbarkeit in der konkreten
Tatsituation geeignet sind, eine Mehrzahl von Menschen an Leib/Leben zu gefährden
-> nicht bloße Mehrfachtötung, d.h. Tötungsabsicht hins. Bestimmter Anzahl vom Täter
individualisierter Opfer

Document information

Study
Uploaded on
July 16, 2024
Number of pages
2
Written in
2023/2024
Type
Summary
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