viele Faktoren hemmten industrielles Wachstum
DEUTSCHLAND ALS NACHZÜGLER
− kein einheitlicher Binnenmarkt: Kleinstaaten nutzen verschiedene
Maßsysteme, Münzsysteme und Gewichtssysteme (territoriale Zersplitterung)
− viele Zollgrenzen und Mautgrenzen: Zollschranken zwischen Kleinstaaten
verteuern überregional gehandelte Waren
− keine Kolonialgebiete oder erschwinglicher Überseehandel
o Fehlen billiger Rohstoffquellen und günstiger Absatzmärkte
o schlecht ausgebildete Infrastruktur: erschwerter Transport über längere
Strecken durch Kleinstaaten
o ungünstige geographische Lage Deutschlands (Mittellage, wenig Küsten):
o viele Nachbarn mit hohem Konfliktpotenzial: Mittelpunkt zur Austragung von
Kriegen (30jähriger Krieg, 7jähriger Krieg)
− Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur
o Absolutismus: obrigkeits-staatlichen Denken mit Alleinherrscher
(Obrigkeitsstaat mit Untertanen) → kein selbstbewusstes Bürgertum mit
wirtschaftlicher Initiative
− Merkantilismus: Orientierung an fiskalischen Gesichtspunkten (Staat als
Verwalter des Staatsvermögens)
o Sicherung der Hofhaltung, Beamtenapparat und Herr des absolutistischen
Staates durch Steuern
o Schutz der einheimischen Produktion durch Zölle, Ein - und Ausfuhrverbote
sowie Zunftzwang
− starre feudale Gesellschaftsordnung (ständische Gesellschaft,
Agrargesellschaft): unflexibel aufgrund Ständeschranken und Zunftzwang
o gutsuntertanige Leibeigene (unfrei)
o freie Bauern zahlen Abgaben an Grundherren
o Adel ist wirtschaftlich nicht tätig
LÖSUNG DER PROBLEME DURCH MODERNISIERUNG
geografische − Gründung des deutschen Zollvereins (1834)
Voraussetzungen o Abschaffung der Binnenzölle
o Schaffung eines gemeinsamen Marktes mit
einheitlichem Außenzoll
o Möglichkeit der Konkurrenzfähigkeit
o freier Warenverkehr: allmählicher Beitritt aller deutscher
Staaten außer Österreich
DEUTSCHLAND ALS NACHZÜGLER
− kein einheitlicher Binnenmarkt: Kleinstaaten nutzen verschiedene
Maßsysteme, Münzsysteme und Gewichtssysteme (territoriale Zersplitterung)
− viele Zollgrenzen und Mautgrenzen: Zollschranken zwischen Kleinstaaten
verteuern überregional gehandelte Waren
− keine Kolonialgebiete oder erschwinglicher Überseehandel
o Fehlen billiger Rohstoffquellen und günstiger Absatzmärkte
o schlecht ausgebildete Infrastruktur: erschwerter Transport über längere
Strecken durch Kleinstaaten
o ungünstige geographische Lage Deutschlands (Mittellage, wenig Küsten):
o viele Nachbarn mit hohem Konfliktpotenzial: Mittelpunkt zur Austragung von
Kriegen (30jähriger Krieg, 7jähriger Krieg)
− Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur
o Absolutismus: obrigkeits-staatlichen Denken mit Alleinherrscher
(Obrigkeitsstaat mit Untertanen) → kein selbstbewusstes Bürgertum mit
wirtschaftlicher Initiative
− Merkantilismus: Orientierung an fiskalischen Gesichtspunkten (Staat als
Verwalter des Staatsvermögens)
o Sicherung der Hofhaltung, Beamtenapparat und Herr des absolutistischen
Staates durch Steuern
o Schutz der einheimischen Produktion durch Zölle, Ein - und Ausfuhrverbote
sowie Zunftzwang
− starre feudale Gesellschaftsordnung (ständische Gesellschaft,
Agrargesellschaft): unflexibel aufgrund Ständeschranken und Zunftzwang
o gutsuntertanige Leibeigene (unfrei)
o freie Bauern zahlen Abgaben an Grundherren
o Adel ist wirtschaftlich nicht tätig
LÖSUNG DER PROBLEME DURCH MODERNISIERUNG
geografische − Gründung des deutschen Zollvereins (1834)
Voraussetzungen o Abschaffung der Binnenzölle
o Schaffung eines gemeinsamen Marktes mit
einheitlichem Außenzoll
o Möglichkeit der Konkurrenzfähigkeit
o freier Warenverkehr: allmählicher Beitritt aller deutscher
Staaten außer Österreich