§ Unternehmen stehen heute vor einer Vielzahl von neuen Herausforderungen, die
Unternehmensführung hilft bei der Bewältigung:
o Globalisierung
o Technologieentwicklung
o Veränderung der Kundenanforderungen
o Fachkräftemangel
o Konkurrenz aus Niedriglohnländern
§ Unternehmen müssen auf den Wandel der Umwelt reagieren.
o Dynamic Capabilities
§ Unternehmen müssen dynamische Fähigkeiten entwickeln
• Sensing Opportunities
o Fähigkeit, Gelegenheiten zu erkennen
• Seizing Opportunities
o Fähigkeiten, diese Gelegenheiten zu ergreifen
• Managing Threats and Transformations
o Fähigkeiten der Unternehmen, mögliche Bedrohungen und
Unternehmenstransformationen zu managen
§ Beispiel: Musikindustrie
o Weitere Erfolgsfaktoren am Beispiel „Familienunternehmen“ sind:
§ Übereinstimmen der Werte der Unternehmensführung mit den der
Gesellschafter.
§ Einbeziehen der passiven Gesellschafter, welche nicht operativ tätig sind.
§ Epochengerechter Führungsstil
1.1 Begriff der Unternehmensführung
§ Unternehmensführung = Management
§ Führungsentscheidungen der Unternehmensführer:
o Festlegung der Unternehmenspolitik
o Koordination der Geschäftsbereiche
o Die Bearbeitung aktueller Probleme
§ Drohende Insolvenz
o Die Bearbeitung bedeutender Geschäftsvorfälle
o Die Besetzung der Führungsstellen im Unternehmen
§ Unternehmensführung als Institution
o Wer führt?
o Beschäftigt sich mit den Instanzen, die das Unternehmen führen.
§ Meister / Manager / Vorstand
§ Unternehmensführung als Funktion
o Wodurch wird geführt?
o Beschäftigt sich mit den Instrumenten, die das Unternehmen lenken.
§ Planung / Organisation / Kontrolle
• Steuern Sachfunktionen
o Einkauf / Produktion / Vertrieb
§ Aufgabe der Unternehmensführung
o Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens herstellen und beibehalten
§ Chancen erkennen
§ Risiken minimieren
§ Mitarbeiter motivieren
o Arten der Aufgaben können unterschieden werden
§ Normative Ebene
• Erstellung des Unternehmensleitbilds und Vision
o Was möchte das Unternehmen erreichen und welche Werte
spielen hierfür eine Rolle?
§ Strategische Ebene
• Schaffung und Weiterentwicklung neuer Erfolgspotenziale
1
, § Operative Ebene
• Ausführung der Strategien
1.2 Adressaten und Aufgaben der Unternehmensführung
§ Unterscheidung zwischen internen und externen Adressaten
o Interne Adressaten
§ Sind direkt betroffen
• Aufsichtsgremien
o Aufsichtsrat
§ Ernennt, kontrolliert die Unternehmensführung
§ Vorstand stimmt Ausrichtung des Unternehmens mit
ihm ab
§ Unternehmensführung muss Aufsichtsrat informieren
o Beirat
§ Häufig in GmbH
§ Beratend tätig
o Gesellschafterrat
§ Häufig in Familienunternehmen
§ Besteht aus mehreren Mitgliedern der
Gesellschafterfamilie
§ Unternehmensführung muss Gesellschafterrat
informieren
• Mitarbeiter
o Mitarbeiter müssen informiert und geführt werden
§ Transformationaler Führung
• Hier spielen weniger Ziele eine Rolle; der
Geführte wird über Werte und Einstellung zur
Leistungserreichung motiviert.
§ Transaktionale Führung
• Führungsstil, der auf einem
Austauschverhältnis im Sinne von Leistung und
Gegenleistung beruht.
• Gesellschafter
o Kontakt mit der Unternehmensführung hängt von den Anteilen
ab.
o Haben 1x mal im Jahr das Recht in der
Gesellschafterversammlung Fragen an die
Unternehmensführung zu stellen
• Betriebsrat
o Untergruppe der Mitarbeiter
o Wird von der Belegschafft gewählt und vertritt deren
Interessen
o Steht im Austausch mit der Unternehmensführung
o Externe Adressaten
§ Sind indirekt betroffen
• Konkurrenten
• Kunden
• Staat
• Banken
§ Wirken von außen auf das Unternehmen und werden informiert
2
, § Deutsche Corporate Governance Kodex
o Regelwerk für deutsche börsennotierte Unternehmen und enthält Empfehlungen.
§ Corporate Governance
o Rechtliches Grundgerüst für die Unternehmensleitung und Aufsicht von Unternehmen.
o Dient zum Wohl aller Anspruchsgruppen und geht über rechtliche Regelungen hinaus.
o Corporate Governance beschäftigt sich mit:
§ Schutz der Aktionärsrechte
§ Rechte aller Interessensgruppen
o Corporate Governance Insturmente:
§ Transparenz:
• Alle Anspruchsgruppen des Unternehmens (Anteilseigner,
Arbeitnehmer, Kunden etc.) sollen umfassend über die Risiken und
Chancen des Unternehmens informiert sein.
§ Kontrolle:
• Die Kontrolle des Unternehmens wird primär durch den Aufsichtsrat
sowie den Wirtschaftsprüfer sichergestellt.
§ Strukturen, Prozesse und Personen:
• Instrumente wie Verantwortungsbereiche, Anreizsysteme und
Kontrollsysteme tragen zur Regelung der Festlegung der
übergeordneten Zielsetzung des Unternehmens bei.
§ Gesetze, Empfehlungen, Anregungen:
• Neben gesetzlichen Regelungen gibt es eine Reihe nicht zwingend
vorgeschriebener Empfehlungen wie den Deutschen Corporate
Governance Kodex
o Beim Corporate Governance geht es darum:
§ Legitimationsfrage
• Welche Interessen sollen die Zielsetzung und Politik des Unternehmens
bestimmen?
§ Organisationsfrage
• Wie ist die formale Entscheidungsstruktur zu gestaltet?
§ Integrierter Corporate-Governance-Ansatz nach Hilb
o Basiert auf 4 Prinzipien / Sichtweisen:
§ Situational:
• Unterscheidet externe- und interne Sichtweise.
o Externe Sichtweise
§ Bezieht sich auf Unterschiede im Institutions-,
Landeskultur- oder Normenkontext
o Interne Sichtweise
§ Bezieht sich auf Unterschiede in den
Eigentumsverhältnissen oder der Größe und
Komplexität des Unternehmens.
§ Strategic:
• Beschäftigt sich mit der Zusammensetzung des Board-Teams und die
Vertrauenskultur innerhalb des Teams
§ Integrated:
• Selektion, Beurteilung und Entwicklung des Supervisory und
Management Boards.
§ Keep it controlled:
• Bezieht sich auf die Prüfung des Boards.
o Sieht diesen Ansatz als wirklichkeisnäher
3
Unternehmensführung hilft bei der Bewältigung:
o Globalisierung
o Technologieentwicklung
o Veränderung der Kundenanforderungen
o Fachkräftemangel
o Konkurrenz aus Niedriglohnländern
§ Unternehmen müssen auf den Wandel der Umwelt reagieren.
o Dynamic Capabilities
§ Unternehmen müssen dynamische Fähigkeiten entwickeln
• Sensing Opportunities
o Fähigkeit, Gelegenheiten zu erkennen
• Seizing Opportunities
o Fähigkeiten, diese Gelegenheiten zu ergreifen
• Managing Threats and Transformations
o Fähigkeiten der Unternehmen, mögliche Bedrohungen und
Unternehmenstransformationen zu managen
§ Beispiel: Musikindustrie
o Weitere Erfolgsfaktoren am Beispiel „Familienunternehmen“ sind:
§ Übereinstimmen der Werte der Unternehmensführung mit den der
Gesellschafter.
§ Einbeziehen der passiven Gesellschafter, welche nicht operativ tätig sind.
§ Epochengerechter Führungsstil
1.1 Begriff der Unternehmensführung
§ Unternehmensführung = Management
§ Führungsentscheidungen der Unternehmensführer:
o Festlegung der Unternehmenspolitik
o Koordination der Geschäftsbereiche
o Die Bearbeitung aktueller Probleme
§ Drohende Insolvenz
o Die Bearbeitung bedeutender Geschäftsvorfälle
o Die Besetzung der Führungsstellen im Unternehmen
§ Unternehmensführung als Institution
o Wer führt?
o Beschäftigt sich mit den Instanzen, die das Unternehmen führen.
§ Meister / Manager / Vorstand
§ Unternehmensführung als Funktion
o Wodurch wird geführt?
o Beschäftigt sich mit den Instrumenten, die das Unternehmen lenken.
§ Planung / Organisation / Kontrolle
• Steuern Sachfunktionen
o Einkauf / Produktion / Vertrieb
§ Aufgabe der Unternehmensführung
o Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens herstellen und beibehalten
§ Chancen erkennen
§ Risiken minimieren
§ Mitarbeiter motivieren
o Arten der Aufgaben können unterschieden werden
§ Normative Ebene
• Erstellung des Unternehmensleitbilds und Vision
o Was möchte das Unternehmen erreichen und welche Werte
spielen hierfür eine Rolle?
§ Strategische Ebene
• Schaffung und Weiterentwicklung neuer Erfolgspotenziale
1
, § Operative Ebene
• Ausführung der Strategien
1.2 Adressaten und Aufgaben der Unternehmensführung
§ Unterscheidung zwischen internen und externen Adressaten
o Interne Adressaten
§ Sind direkt betroffen
• Aufsichtsgremien
o Aufsichtsrat
§ Ernennt, kontrolliert die Unternehmensführung
§ Vorstand stimmt Ausrichtung des Unternehmens mit
ihm ab
§ Unternehmensführung muss Aufsichtsrat informieren
o Beirat
§ Häufig in GmbH
§ Beratend tätig
o Gesellschafterrat
§ Häufig in Familienunternehmen
§ Besteht aus mehreren Mitgliedern der
Gesellschafterfamilie
§ Unternehmensführung muss Gesellschafterrat
informieren
• Mitarbeiter
o Mitarbeiter müssen informiert und geführt werden
§ Transformationaler Führung
• Hier spielen weniger Ziele eine Rolle; der
Geführte wird über Werte und Einstellung zur
Leistungserreichung motiviert.
§ Transaktionale Führung
• Führungsstil, der auf einem
Austauschverhältnis im Sinne von Leistung und
Gegenleistung beruht.
• Gesellschafter
o Kontakt mit der Unternehmensführung hängt von den Anteilen
ab.
o Haben 1x mal im Jahr das Recht in der
Gesellschafterversammlung Fragen an die
Unternehmensführung zu stellen
• Betriebsrat
o Untergruppe der Mitarbeiter
o Wird von der Belegschafft gewählt und vertritt deren
Interessen
o Steht im Austausch mit der Unternehmensführung
o Externe Adressaten
§ Sind indirekt betroffen
• Konkurrenten
• Kunden
• Staat
• Banken
§ Wirken von außen auf das Unternehmen und werden informiert
2
, § Deutsche Corporate Governance Kodex
o Regelwerk für deutsche börsennotierte Unternehmen und enthält Empfehlungen.
§ Corporate Governance
o Rechtliches Grundgerüst für die Unternehmensleitung und Aufsicht von Unternehmen.
o Dient zum Wohl aller Anspruchsgruppen und geht über rechtliche Regelungen hinaus.
o Corporate Governance beschäftigt sich mit:
§ Schutz der Aktionärsrechte
§ Rechte aller Interessensgruppen
o Corporate Governance Insturmente:
§ Transparenz:
• Alle Anspruchsgruppen des Unternehmens (Anteilseigner,
Arbeitnehmer, Kunden etc.) sollen umfassend über die Risiken und
Chancen des Unternehmens informiert sein.
§ Kontrolle:
• Die Kontrolle des Unternehmens wird primär durch den Aufsichtsrat
sowie den Wirtschaftsprüfer sichergestellt.
§ Strukturen, Prozesse und Personen:
• Instrumente wie Verantwortungsbereiche, Anreizsysteme und
Kontrollsysteme tragen zur Regelung der Festlegung der
übergeordneten Zielsetzung des Unternehmens bei.
§ Gesetze, Empfehlungen, Anregungen:
• Neben gesetzlichen Regelungen gibt es eine Reihe nicht zwingend
vorgeschriebener Empfehlungen wie den Deutschen Corporate
Governance Kodex
o Beim Corporate Governance geht es darum:
§ Legitimationsfrage
• Welche Interessen sollen die Zielsetzung und Politik des Unternehmens
bestimmen?
§ Organisationsfrage
• Wie ist die formale Entscheidungsstruktur zu gestaltet?
§ Integrierter Corporate-Governance-Ansatz nach Hilb
o Basiert auf 4 Prinzipien / Sichtweisen:
§ Situational:
• Unterscheidet externe- und interne Sichtweise.
o Externe Sichtweise
§ Bezieht sich auf Unterschiede im Institutions-,
Landeskultur- oder Normenkontext
o Interne Sichtweise
§ Bezieht sich auf Unterschiede in den
Eigentumsverhältnissen oder der Größe und
Komplexität des Unternehmens.
§ Strategic:
• Beschäftigt sich mit der Zusammensetzung des Board-Teams und die
Vertrauenskultur innerhalb des Teams
§ Integrated:
• Selektion, Beurteilung und Entwicklung des Supervisory und
Management Boards.
§ Keep it controlled:
• Bezieht sich auf die Prüfung des Boards.
o Sieht diesen Ansatz als wirklichkeisnäher
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