Das Problem verschärft sich, wenn die Handlungsfolgen vieler Akteure
kumulieren und die persönliche Verantwortung des Einzelnen zu “verwässern”
droht.
Peter Singer: Gleichheit für Tiere und Menschen:
pathozentriscche Grundposition: Eigenwert haben empfindungsfähige,
schmerzempfindliche Wesen: “Können sie leiden ?”
- Das Gleichheitsprinzip bedeutet, dass alle Interessen gleich berücksichtigt
werden sollten, unabhängig von Rasse, Intelligenz oder Spezies.
-Voraussetzung für Interessen ist Leidensfähigkeit – nur empfindungsfähige
Wesen haben Überlebensinteressen, daher müssen sie gleich behandelt
werden.
Norbert Hoerster: Wann man Tiere töten und essen darf:
● Unterschied zwischen Mensch und Tier: Tiere haben kein
Ich-Bewusstsein und leben im “Jetzt”, ohne Pläne oder Absichten für
die Zukunft.
● Tiere erfahren ihre Vergangenheit und Zukunft nicht bewusst, also
können sie gar keine zukunftsbezogene Wünsche und
Überlebensintresesse haben (keine Vernunft)
● Oft wird fälschlicherweise das menschliche Bewusstsein in Tiere
projiziert (man überträgt nur seinen eigenen Mitleid)
● Ausnahmen sind ängste Verwandten wie große Menschenaffen
(gewisses Überlebensinteresse)
● Nur unter artgerechten und schmerzlosen Bedingungen kann die
Tötung von Tieren, wie etwa Hühnern, moralisch nicht verurteilt werden.
Evelyn B.Pluhar: Warum man Tiere nicht töten darf:
● Jedes Wesen, das (auch unbewusst) Ziele verfolgt und Interessen hat,
besitzt ein Recht auf Leben und Wohlbefinden
● Wir sind die einzigen Akteure und d.h. werden moralische Forderungen
nur an uns gerichtet
● Allen Wesen wird moralisches Recht zuerkannt
● Moralische Akteure sollten die Rechte anderer moralischer Wesen
respektieren
● Das Leiden von Tieren ist also nicht weniger relevant als das Leiden
von Menschen.