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Persönlichkeitsmanagement
Aufgabe 1
Erläutern Sie jeweils kurz die die wissenschaftstheoretischen Ansätze zur
Betrachtungsweise der „Persönlichkeit“ eines Menschen.
Zur Betrachtung der Persönlichkeit eines Menschen wurden diverse wissenschaftliche
Ansätze entwickelt.
So hat Friedemann Schulz von Thun 1981 ein Modell entwickelt, welches Nachrichten
jeweils in Form von vier Schnäbeln beim Sender und vier Ohren beim Empfänger einer
Nachricht darstellt. Dazwischen befinden sich vier verschiedene Ebenen, auf denen
Nachrichten übermittelt bzw. empfangen werden können:
- Auf der Sachebene geht es darum, Daten, Fakten und alle sachlichen Inhalte zu
übermitteln. Dabei gilt das Wahrheitskriterium, das Kriterium der Relevanz und das
Kriterium der Hinlänglichkeit.
- Die Ebene der Selbstkundgabe vermittelt Informationen darüber, wie sich der Sender
der Nachricht fühlt, was in ihm vorgeht und wofür er steht. Der Empfänger erfährt,
was die Nachricht über den Sender aussagt, was dieser für eine Person ist oder wie
dieser gelaunt ist.
- Die Beziehungsebene teilt mit, wie man zur anderen Person steht bzw. was man von
der anderen Person hält.
- Auf der Appellebene wird ausgedrückt, was der Sender einer Nachricht beim
Empfänger bewirken will. Hier geht es also um Wünsche, Appelle, Ratschläge oder
Handlungsanweisungen.
Ein weiterer Ansatz nach Hans Jürgen Eysenck untersucht die Unterschiede in der
Persönlichkeit der Menschen. Nach dieser Theorie ist die Persönlichkeit eines Menschen
genetisch bedingt und in der Physiologie verankert.
Eysenck bezeichnet die Persönlichkeit als „mehr oder weniger stabile und dauerhafte
Organisation des Charakters, Temperaments, Intellekts und Körperbaus eines Menschen,
die seine einzigartige Anpassung an die Umwelt bestimmt“. Dabei sieht er den Charakter als
das mehr oder weniger stabile und dauerhafte System des konativen Verhaltens, das
Temperament als das mehr oder weniger stabile und dauerhafte System des affektiven
Verhaltens, den Intellekt als das mehr oder weniger stabile System des kognitiven
Verhaltens und den Körperbau als das mehr oder weniger stabile System der physischen
, Gestalt und der neuroendokrinen Ausstattung.
Eysenck hat ein Konzept entwickelt, bei dem er die Persönlichkeit als Dimensionen von
Introvertiertheit, Extrovertiertheit und Neurotizismus darstellt. Durch verschiedene Stufen der
Erregung des Gehirns würde entweder die Intro- oder Extrovertiertheit ausgebildet. Wird
hingegen emotional auf Ereignisse reagiert, tritt die neurotische Dimension in den
Vordergrund. Die Dimensionen dieses Konzepts erklärt er folgendermaßen:
Extrovertiertheit
Bei der Extrovertiertheit ist das Gehirn weniger erregbar, weshalb eine extrovertierte Person
nach externen Stimulationen sucht und sich daher über den Kontakt zu anderen Menschen
wohlfühlt. Extrovertierte Menschen machen sich in diesem Zusammenhang weniger Sorgen
darüber, wie sie von der Umwelt wahrgenommen werden, wodurch sie offener auf Ereignisse
zugehen. Sie sind lebhafter und optimistischer, können aber auch negativ in Rastlosigkeit,
Risikofreude und Unzuverlässigkeit umschlagen.
Introvertiertheit
Das Gehirn eines Introvertierten ist erregbarer als das eines Extrovertierten, was ihn
anfälliger für Stimmungsschwankungen macht. Aus Sicherheitsgründen meidet dieser
Mensch zu viel sozialen Austausch. Die Umwelt wird intensiver wahrgenommen, was eine
stärkere und besorgtere Reaktion auf die äußeren Lebensumstände bewirkt.
Generell sind Introvertierte reservierter, ernster und pessimistischer als Extrovertierte, was
im negativen Fall zu mangelndem Selbstwertgefühl und Schuldgefühlen führen kann.
Neurotizismus
Neurotizismus ist ein Zeichen dafür, wie sehr ein Mensch dazu neigt, nervös, ängstlich,
besorgt oder gestresst zu sein. Solche Menschen reagieren oft überzogen auf äußere Reize.
Introvertierte Menschen mit dieser Anlage sind anfällig für Phobien und Panikattacken,
während Extrovertierte dazu neigen, die Wirkung von Ereignissen zu unterschätzen.
Später fügte Eysenck noch eine weitere Dimension zu seiner Theorie hinzu:
Psychotizismus
Psychotizismus dient dazu, die Wahrscheinlichkeit zu bestimmen, ob ein Mensch gegen ein
System rebellieren würde, leicht die Beherrschung verliert oder in bestimmten Situationen
ohne Rücksicht auf Verluste reagieren würde.
Persönlichkeitsmanagement
Aufgabe 1
Erläutern Sie jeweils kurz die die wissenschaftstheoretischen Ansätze zur
Betrachtungsweise der „Persönlichkeit“ eines Menschen.
Zur Betrachtung der Persönlichkeit eines Menschen wurden diverse wissenschaftliche
Ansätze entwickelt.
So hat Friedemann Schulz von Thun 1981 ein Modell entwickelt, welches Nachrichten
jeweils in Form von vier Schnäbeln beim Sender und vier Ohren beim Empfänger einer
Nachricht darstellt. Dazwischen befinden sich vier verschiedene Ebenen, auf denen
Nachrichten übermittelt bzw. empfangen werden können:
- Auf der Sachebene geht es darum, Daten, Fakten und alle sachlichen Inhalte zu
übermitteln. Dabei gilt das Wahrheitskriterium, das Kriterium der Relevanz und das
Kriterium der Hinlänglichkeit.
- Die Ebene der Selbstkundgabe vermittelt Informationen darüber, wie sich der Sender
der Nachricht fühlt, was in ihm vorgeht und wofür er steht. Der Empfänger erfährt,
was die Nachricht über den Sender aussagt, was dieser für eine Person ist oder wie
dieser gelaunt ist.
- Die Beziehungsebene teilt mit, wie man zur anderen Person steht bzw. was man von
der anderen Person hält.
- Auf der Appellebene wird ausgedrückt, was der Sender einer Nachricht beim
Empfänger bewirken will. Hier geht es also um Wünsche, Appelle, Ratschläge oder
Handlungsanweisungen.
Ein weiterer Ansatz nach Hans Jürgen Eysenck untersucht die Unterschiede in der
Persönlichkeit der Menschen. Nach dieser Theorie ist die Persönlichkeit eines Menschen
genetisch bedingt und in der Physiologie verankert.
Eysenck bezeichnet die Persönlichkeit als „mehr oder weniger stabile und dauerhafte
Organisation des Charakters, Temperaments, Intellekts und Körperbaus eines Menschen,
die seine einzigartige Anpassung an die Umwelt bestimmt“. Dabei sieht er den Charakter als
das mehr oder weniger stabile und dauerhafte System des konativen Verhaltens, das
Temperament als das mehr oder weniger stabile und dauerhafte System des affektiven
Verhaltens, den Intellekt als das mehr oder weniger stabile System des kognitiven
Verhaltens und den Körperbau als das mehr oder weniger stabile System der physischen
, Gestalt und der neuroendokrinen Ausstattung.
Eysenck hat ein Konzept entwickelt, bei dem er die Persönlichkeit als Dimensionen von
Introvertiertheit, Extrovertiertheit und Neurotizismus darstellt. Durch verschiedene Stufen der
Erregung des Gehirns würde entweder die Intro- oder Extrovertiertheit ausgebildet. Wird
hingegen emotional auf Ereignisse reagiert, tritt die neurotische Dimension in den
Vordergrund. Die Dimensionen dieses Konzepts erklärt er folgendermaßen:
Extrovertiertheit
Bei der Extrovertiertheit ist das Gehirn weniger erregbar, weshalb eine extrovertierte Person
nach externen Stimulationen sucht und sich daher über den Kontakt zu anderen Menschen
wohlfühlt. Extrovertierte Menschen machen sich in diesem Zusammenhang weniger Sorgen
darüber, wie sie von der Umwelt wahrgenommen werden, wodurch sie offener auf Ereignisse
zugehen. Sie sind lebhafter und optimistischer, können aber auch negativ in Rastlosigkeit,
Risikofreude und Unzuverlässigkeit umschlagen.
Introvertiertheit
Das Gehirn eines Introvertierten ist erregbarer als das eines Extrovertierten, was ihn
anfälliger für Stimmungsschwankungen macht. Aus Sicherheitsgründen meidet dieser
Mensch zu viel sozialen Austausch. Die Umwelt wird intensiver wahrgenommen, was eine
stärkere und besorgtere Reaktion auf die äußeren Lebensumstände bewirkt.
Generell sind Introvertierte reservierter, ernster und pessimistischer als Extrovertierte, was
im negativen Fall zu mangelndem Selbstwertgefühl und Schuldgefühlen führen kann.
Neurotizismus
Neurotizismus ist ein Zeichen dafür, wie sehr ein Mensch dazu neigt, nervös, ängstlich,
besorgt oder gestresst zu sein. Solche Menschen reagieren oft überzogen auf äußere Reize.
Introvertierte Menschen mit dieser Anlage sind anfällig für Phobien und Panikattacken,
während Extrovertierte dazu neigen, die Wirkung von Ereignissen zu unterschätzen.
Später fügte Eysenck noch eine weitere Dimension zu seiner Theorie hinzu:
Psychotizismus
Psychotizismus dient dazu, die Wahrscheinlichkeit zu bestimmen, ob ein Mensch gegen ein
System rebellieren würde, leicht die Beherrschung verliert oder in bestimmten Situationen
ohne Rücksicht auf Verluste reagieren würde.