Abitur Zusammenfassungen – Teil 2: Postmoderne
VII. Wege in die postindustrielle Zivilgesellschaft
A-1950er bis 1960er – ökonomische Dimension
1.Wirtschaftsordnungen
(siehe Übersicht)
(Grundprinzipien Soziale Marktwirtschaft: siehe Grafik)
2. Ära – Adenauer – Westdeutschland
2.1 Wirtschaftswunder (rasanter wirtschaftlicher Aufstieg)
Nachkriegsjahre: Ausgangslage: Armut, Arbeitslosigkeit, Trümmer,
Versorgungsengpässe, hohe Preise, keine Rohsto e, keine Produktion, keine
Luxuswaren, Schwarzmarkt, soziale Ungleichheit, einfache Lebensverhältnisse
Gründe:
o Unterstützung USA: Marshall Plan (ERP-European Recovery Programm)
o Währungsreform
o Festlegung auf soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung
o Heimkehrende Soldaten/Flüchtlinge aus dem Osten viele Arbeitskräfte, die
bereit waren für niedrigen Lohn zu arbeiten
o wirtschaftliche Integration in Westeuropa
Veränderungen/Verbesserungen:
Wirtschaftswachstum/ Produktion Arbeitsplätze/Vollbeschäftigung
genügend Essen
höhere Löhne; Relativierung der Preise für Grundbedürfnisse (Möglichkeit Geld
zu sparen) Konsumgüter/Luxuswaren: Autos; Benzin; Hausbau
Arbeitszeitverkürzung: Fünftagewoche; mehr Urlaubstage
neues Selbstbewusstsein
Anstieg Erwerbsquote der Frauen
Kultur & Kunst
Fortschritt durch technische Innovationen
Menschen spürten wirtschaftlichen Aufschwung
Konsumgesellschaft: Massenkonsum als Kennzeichen der Gesellschaft in den
1950/60er Jahren (nivellierte Mittelstandgesellschaft)
Gründe: Verdrängung nach langem Leid
Hintergrund zu Gastarbeitern: aufgrund von Arbeitskräftemangel; Anwerbeabkommen
mit europäischen Ländern; Imagegewinn; Beziehung stärken; Rückgang während wirt.
,Rezession 1966/67; viele blieben dauerhaft (keine guten Perspektiven in Heimat);
eigentlich als befristeter Aufenthalt/Rotationsprinzip gedacht (nach Bedarf)
1.2 Keynesianismus – Grundlage der Wirtschaftspolitik (Nachfragetheorie) (noch heute)
= Eingreifen des Staates in Krisenzeiten, indem er die Wirtschaft mit Investitionen
unterstützt
Annahme: keine Fähigkeit des Marktes sich selbst zu regulieren (nur durch
Angebot und Nachfrage kein gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht und keine
Vollbeschäftigung)
staatliche Beeinflussung des Wirtschaftskreislaufs um starke
Konjunkturschwankungen zu vermeiden
Ziel: Vollbeschäftigung erreichen
Aufgabe des Staates: Betreibung aktiver Konjunkturpolitik
schwache Konjunkturphasen: (wenn Nachfrage sinkt weniger Produktion
Entlassung von Arbeitern kein Einkommen sinken der Nachfrage)
o Erhöhung der Ausgaben/Nachfrage, um Unterbeschäftigung
entgegenzuwirken/ Einkommen erhöhen (expansive Geldpolitik mit
niedrigen Zinsen; Beschäftigungssteigerung durch sinkende Reallöhne)
o Überwindung der Depression durch Ankurbelung der Investitionen
(aber: Instabilität) Nachfrage mehr Arbeitsplätze
starken Konjunkturphasen (Aufschwung): Senkung der Ausgaben
2. Ära- Ulbricht – Ostdeutschland
2.1 ökonomische und soziale Entwicklung in der DDR
Kommunistische Diktatur: Ziel: klassenlose Gesellschaft; Herrschaft der Arbeiterklasse;
Entmachtung von Adel und Bürgertum
Regierende Partei: SED (alle Führungspositionen)
wirtschaftliche Ausgangslage: nicht ideal
Reparationen/ Besatzungskosten: Demontage von Industrieanlagen; Entnahme
aus der laufenden Produktion Verlust industrielle Produktionskapazität
Kapitalmangel (kein Marshall Plan)
Verlust Arbeitskräfte (Flucht in den Westen)
keine Handelsbeziehungen in den Westen
veraltete Infrastruktur/Produktionsanlagen
Ziel: Steigerung der Arbeitsleistung: Leistungsanreiz für Arbeiter (Geldprämien;
Propaganda: Arbeit wichtig für Entfaltung der sozialistischen Persönlichkeit)
, Zentralverwaltungswirtschaft:
Neuorganisation der gesamten Wirtschaft
Staat bestimmt/plant über Produktion, Verteilung von Gütern, Preise
Enteignung/Verstaatlichung von Grund/ Industrie kein Privateigentum
Kollektivierung der Landwirtschaft: Zusammenschluss von Bauern in
Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften
Förderung Schwerindustrie
steigende Militärausgaben
Ine izienz Mangelwirtschaft Versorgungsengpässe
Kein Wirtschaftswunder Rückstand zum Westen in allen Bereichen
5-Jahres Plan: Plan der Regierung zur Betreibung der Wirtschaft und Versorgung der
Bevölkerung; schätzt wie viel benötigt wird in diesem Zeitraum; gibt Preise und Löhne an
Recht auf Arbeit: in Verfassung festgelegt, garantiert einen Arbeitsplatz; aber:
eingeschränkte Möglichkeiten zur Ausbildungs-/Berufswahl
Probleme durch Zentralverwaltungswirtschaft:
keinen Gewinnanreiz/Wettbewerb Ine izienz
keine Innovationen wenig Modernisierung
Lebensstandard:
Soziale Ungleichheiten
Lebensmittelknappheit/Versorgungslücken
Mangel an Textilien
zwar ab Mitte der 1950er Jahr Geld zum Konsum: aber Mangelwirtschaft
Warenangebot/Produktion kann nicht mit Nachfrage mithalten
Propaganda: Versuch um Unmut zu beheben
westliche Konsumgesellschaft als schlecht darstellen/ kritisieren
Zentralverwaltungswirtschaft: zur Legitimierung der alleinigen Macht der SED;
Anschein von sozialer Gleichheit
Gleichberechtigung/Maßnahmen zur Förderung von Frauen
Gleichstellungskampagne: gesetzliche Forderung, dass ein Mann seiner Frau
eine berufliche Tätigkeit ermöglichen soll (laut Verfassung gleichberechtigt)
Frauen unterpräsentiert in der Politik
DFD: Propaganda zur Mobilisierung der Frauen für Arbeit in der Industrie
Arbeitskräftemangel: Einsatz in „typischen Männerberufen“ Doppelbelastung
Einrichtung von Horten/Kinderkrippen; familienergänzenden Dienstleistungen als
Unterstützung (z.B. Wäschereien)
VII. Wege in die postindustrielle Zivilgesellschaft
A-1950er bis 1960er – ökonomische Dimension
1.Wirtschaftsordnungen
(siehe Übersicht)
(Grundprinzipien Soziale Marktwirtschaft: siehe Grafik)
2. Ära – Adenauer – Westdeutschland
2.1 Wirtschaftswunder (rasanter wirtschaftlicher Aufstieg)
Nachkriegsjahre: Ausgangslage: Armut, Arbeitslosigkeit, Trümmer,
Versorgungsengpässe, hohe Preise, keine Rohsto e, keine Produktion, keine
Luxuswaren, Schwarzmarkt, soziale Ungleichheit, einfache Lebensverhältnisse
Gründe:
o Unterstützung USA: Marshall Plan (ERP-European Recovery Programm)
o Währungsreform
o Festlegung auf soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung
o Heimkehrende Soldaten/Flüchtlinge aus dem Osten viele Arbeitskräfte, die
bereit waren für niedrigen Lohn zu arbeiten
o wirtschaftliche Integration in Westeuropa
Veränderungen/Verbesserungen:
Wirtschaftswachstum/ Produktion Arbeitsplätze/Vollbeschäftigung
genügend Essen
höhere Löhne; Relativierung der Preise für Grundbedürfnisse (Möglichkeit Geld
zu sparen) Konsumgüter/Luxuswaren: Autos; Benzin; Hausbau
Arbeitszeitverkürzung: Fünftagewoche; mehr Urlaubstage
neues Selbstbewusstsein
Anstieg Erwerbsquote der Frauen
Kultur & Kunst
Fortschritt durch technische Innovationen
Menschen spürten wirtschaftlichen Aufschwung
Konsumgesellschaft: Massenkonsum als Kennzeichen der Gesellschaft in den
1950/60er Jahren (nivellierte Mittelstandgesellschaft)
Gründe: Verdrängung nach langem Leid
Hintergrund zu Gastarbeitern: aufgrund von Arbeitskräftemangel; Anwerbeabkommen
mit europäischen Ländern; Imagegewinn; Beziehung stärken; Rückgang während wirt.
,Rezession 1966/67; viele blieben dauerhaft (keine guten Perspektiven in Heimat);
eigentlich als befristeter Aufenthalt/Rotationsprinzip gedacht (nach Bedarf)
1.2 Keynesianismus – Grundlage der Wirtschaftspolitik (Nachfragetheorie) (noch heute)
= Eingreifen des Staates in Krisenzeiten, indem er die Wirtschaft mit Investitionen
unterstützt
Annahme: keine Fähigkeit des Marktes sich selbst zu regulieren (nur durch
Angebot und Nachfrage kein gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht und keine
Vollbeschäftigung)
staatliche Beeinflussung des Wirtschaftskreislaufs um starke
Konjunkturschwankungen zu vermeiden
Ziel: Vollbeschäftigung erreichen
Aufgabe des Staates: Betreibung aktiver Konjunkturpolitik
schwache Konjunkturphasen: (wenn Nachfrage sinkt weniger Produktion
Entlassung von Arbeitern kein Einkommen sinken der Nachfrage)
o Erhöhung der Ausgaben/Nachfrage, um Unterbeschäftigung
entgegenzuwirken/ Einkommen erhöhen (expansive Geldpolitik mit
niedrigen Zinsen; Beschäftigungssteigerung durch sinkende Reallöhne)
o Überwindung der Depression durch Ankurbelung der Investitionen
(aber: Instabilität) Nachfrage mehr Arbeitsplätze
starken Konjunkturphasen (Aufschwung): Senkung der Ausgaben
2. Ära- Ulbricht – Ostdeutschland
2.1 ökonomische und soziale Entwicklung in der DDR
Kommunistische Diktatur: Ziel: klassenlose Gesellschaft; Herrschaft der Arbeiterklasse;
Entmachtung von Adel und Bürgertum
Regierende Partei: SED (alle Führungspositionen)
wirtschaftliche Ausgangslage: nicht ideal
Reparationen/ Besatzungskosten: Demontage von Industrieanlagen; Entnahme
aus der laufenden Produktion Verlust industrielle Produktionskapazität
Kapitalmangel (kein Marshall Plan)
Verlust Arbeitskräfte (Flucht in den Westen)
keine Handelsbeziehungen in den Westen
veraltete Infrastruktur/Produktionsanlagen
Ziel: Steigerung der Arbeitsleistung: Leistungsanreiz für Arbeiter (Geldprämien;
Propaganda: Arbeit wichtig für Entfaltung der sozialistischen Persönlichkeit)
, Zentralverwaltungswirtschaft:
Neuorganisation der gesamten Wirtschaft
Staat bestimmt/plant über Produktion, Verteilung von Gütern, Preise
Enteignung/Verstaatlichung von Grund/ Industrie kein Privateigentum
Kollektivierung der Landwirtschaft: Zusammenschluss von Bauern in
Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften
Förderung Schwerindustrie
steigende Militärausgaben
Ine izienz Mangelwirtschaft Versorgungsengpässe
Kein Wirtschaftswunder Rückstand zum Westen in allen Bereichen
5-Jahres Plan: Plan der Regierung zur Betreibung der Wirtschaft und Versorgung der
Bevölkerung; schätzt wie viel benötigt wird in diesem Zeitraum; gibt Preise und Löhne an
Recht auf Arbeit: in Verfassung festgelegt, garantiert einen Arbeitsplatz; aber:
eingeschränkte Möglichkeiten zur Ausbildungs-/Berufswahl
Probleme durch Zentralverwaltungswirtschaft:
keinen Gewinnanreiz/Wettbewerb Ine izienz
keine Innovationen wenig Modernisierung
Lebensstandard:
Soziale Ungleichheiten
Lebensmittelknappheit/Versorgungslücken
Mangel an Textilien
zwar ab Mitte der 1950er Jahr Geld zum Konsum: aber Mangelwirtschaft
Warenangebot/Produktion kann nicht mit Nachfrage mithalten
Propaganda: Versuch um Unmut zu beheben
westliche Konsumgesellschaft als schlecht darstellen/ kritisieren
Zentralverwaltungswirtschaft: zur Legitimierung der alleinigen Macht der SED;
Anschein von sozialer Gleichheit
Gleichberechtigung/Maßnahmen zur Förderung von Frauen
Gleichstellungskampagne: gesetzliche Forderung, dass ein Mann seiner Frau
eine berufliche Tätigkeit ermöglichen soll (laut Verfassung gleichberechtigt)
Frauen unterpräsentiert in der Politik
DFD: Propaganda zur Mobilisierung der Frauen für Arbeit in der Industrie
Arbeitskräftemangel: Einsatz in „typischen Männerberufen“ Doppelbelastung
Einrichtung von Horten/Kinderkrippen; familienergänzenden Dienstleistungen als
Unterstützung (z.B. Wäschereien)