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Zusammenfassung Lernzettel Geschichte Leistungskurs Abitur

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87
Publié le
17-02-2022
Écrit en
2020/2021

Die Lernzettel beinhalten alle wichtigen Informationen, die im Geschichte Leistungskurs Abitur gefordert sind. Es gibt zudem Argumente zu den wichtigen kontroversen Fragen, die häufig in Abiturprüfungen gefragt werden. Themen: Wiener Kongress 1815, Vormärz (1815-48), Revolution 1848/49, Bismarks Politik, Polnische Geschichte, Gründungskriege, Reichsgründung 1871, Kolonialismus und Imperialismus, Gründe für den Ausbruch des ersten Weltkriegs, 1 Weltkrieg, Versailler Vertrag, Weimarer Republik (gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich), Wirtschaftliche Depression, Machtübernahme NSDAP, Gründe für den Ausbruch des 2. Weltkriegs, 2. Weltkrieg, Nachkriegszeit, Teilung Deutschland, Gründung BRD und DDR, Ost- West-Konflikt, Kalter Krieg (weltweit und innerhalb von Deutschland), Stellvertreterkriege/-konflikte, Ende des Kalten Kriegs, Zerfall der UdSSR

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17 février 2022
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87
Écrit en
2020/2021
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Abitur Lernzettel

Entstehung der liberal-nationalen Bewegung
 Napoleonische Herrschaft in Deutschland wurde mit Völkerschlacht bei Leipzig beendet
 Patriotische Begeisterung in Deutschland durch Napoleon sehr stark gestiegen
 Hoffnung nach nationaler Einheit (enttäuscht von Wiener Kongress Beschlüssen)

Wiener Kongress (1815)
 Politische und territoriale Neuordnung Europas nach Napoleon wurde beschlossen
 Restauration: Wiederherstellung des vorrevolutionären Regimes
 Legitimität: monarchisch-dynastische Staatsordnung
 Herrschaftsbefugnis durch Gottesgnadentum und Tradition der fürstlichen
Familien
 Solidarität: gemeinsamer Kampf der Fürsten gegen revolutionären Bestrebungen
 Teilnehmende Staaten:
 Russland: Zar Alexander I.
 GB: Lord Castlereagh
 Preußen: Staatskanzler Karl August
 Österreich: Fürst von Metternich
 Frankreich: Talleyrand
 Wollte Prinzipien der französischen Revolution zerstören
 Wiedereinsetzung der alten Herrschaftsfamilien der Bourbonen in Frankreich (Ludwig
XVIII)
 Territoriale Neuordnung:
 Frankreich: Grenzen von 1792
 Rheinbund: alles, was Napoleon erobert hat
 Preußen: Rheinprovinzen + polnisches Posen
 Russland: alte Grenzen + Herzogtum Warschau
 Sachsen: blieb bis auf nördlichen Teil (an Preußen abgegeben) bestehen
 Österreich: verlor deutschen Südwesten und bekam Venedig + Lombardei
 Heilige Allianz (Russland, Österreich, Preußen):
 Dynastische Traditionen wahren
 Legitimationsprinzip sichern
 Festigung der Bindung von Thron und Altar sichern (Adel und Klerus)
 Interventionsrecht bei revolutionären Bedrohungen
 Rheinbund + GB lehnten Beitritt ab
 Deutscher Bund (Staatenbündnis):
 34 Fürsten und 4 freie Staaten
 Kontrolle von Österreich  kein Oberhaupt
 Souveränität der Einzelstaaten blieb erhalten

Frühkonstitutionalismus

 Neue Verfassungen mit Elementen des liberalen Repräsentativsystems
 Es gibt zwar eine Verfassung, aber keine parlamentarische Regierungsweise
 Parlamente traten zusammen (in kleinen Staaten)
 Erste Verfassungen zwischen 1814 und 1820 (weite Teile Deutschlands)

,  Sollte Land vereinheitlichen
 Österreich und Preußen  weiter ohne Verfassung



Burschenschaften

 Bildungsbürgertum war enttäuscht von Wiener Kongress
 Professoren, Studenten, Publizisten, Schriftsteller
 Widerstand gegen restauratives Fürstenbündnis
 Kampf für politische Freiheit und nationale Einheit Deutschlands
 Farben: schwarz-rot-gold (nachher Farben der deutschen Nationalbewegung)

Wartburgfest (Thüringen)

 18.10.1817: 300-Jahr-Feier der Reformation und 4. Jahrestag des Völkerschlacht bei
Leipzig
 Ca. 500 Studenten
 Legten ein Bekenntnis zum deutschen Nationalstaat ab
 Grundsätze / Forderungen: Freiheit, Gleichheit, Verfassung, Pressfreiheit,
Bürgerrechte, Wahlrecht, frei gewählte Vertreter des Volkes

Karlsbader Beschlüsse (Sept. 1819)

 Wegen Ermordung Kotzebues
 Massive Unterdrückung liberaler und demokratischer Bestrebungen / Bewegungen
 Burschenschaften verboten
 Presse und Bücher zensiert
 „Demagogenverfolgung“ (Verfolgung von sogenannten „Volksverhetzern“)
 Zentraluntersuchungs-Kommission
 Sollte bei „revolutionären Umtrieben und demagogischen Verbindungen“
ermitteln
 Bis 1848
 „Ruhe und Ordnung“ sollte bewahrt werden (Sicht der Obrigkeit)
 Altes Regime versuchte die Entwicklung zur bürgerlich-liberalen Gesellschaft
aufzuhalten
 Strenge staatliche Aufsicht in Universitäten



Die Zeit des Vormärz (1815-1848)
 Idee eines Nationalstaates auf parlamentarischer Grundlage
 Solidarisierung mit national-revolutionären Bewegungen
 1830: Juli Revolution in Frankreich
 Karl X (König) wollte die Vorherrschaft des Adels wiederherstellen und
versuchte das Parlament aufzulösen
 Arbeiter, Studenten etc. erhoben sich gegen ihn und zwangen ihn zur
Abdankung
 Neuer liberaler König
 Folgen in Deutschland: liberale Oppositionsbewegung durch Juli-Revolution
beflügelt

,  Aufstände in einigen Teilen Deutschlands; teilweise Verfassungen genehmigt in
einigen deutschen Staaten



Hambacher Fest (1832)

 Volksfeste als Deckung für nicht zugelassene politische Veranstaltung genutzt
 27.05.32  30.000 liberale Bürger, Arbeiter und Bauern
 Größte politische Kundgebung im Vormärz
 Politische Massendemonstrationen
 Forderungen
 Gründung eines deutschen Nationalstaates
 Verfassung
 Anerkennung der Entscheidungen / Souveränität des Volkes
 Folge des Festes: Verschärfung der Repressionsmaßnahmen
 Verbot politischer Vereine, öffentlicher politischer Reden und kritischer
Zeitungen
 Verschärfung der Zensur
 Verbot der schwarz-rot-gold Fahne
 Verhaftung und Prozesse

Frankfurter Wachensturm (1833)

 Bewaffnete wollten die Hauptwache der Polizei stürmen und den Deutschen
Bundestag besetzen, um dort die deutsche Republik auszurufen
 Putschversuch schlug fehl
 Intensivierung der Repression und Welle von Verfolgungen

Protest von sieben Göttinger Professoren (1837)

 Verfassung durch den König von Hannover aufgelöst
 Professoren verweigerten Huldigungseid für den König
 Huldigung: Zeichen der Ehrerbietung vor einem höher gestellten Menschen
 Alle Professoren wurden ihrer Ämter enthoben und mussten teilweise das Land
verlassen

Literatur und Öffentlichkeit

 1840  50% der Bevölkerung konnte nicht lesen und schreiben  größeres
Lesepublikum und Macht der öffentlichen Meinung wuchs
 Mehr Forderungen nach politischer Partizipation und wirtschaftlicher Freiheit
 Literatur: gegenwartsbezogen und kritisch
 Behörden: verschärfte Zensur
 Revolutionärer Druck wuchs immer weiter
 Literarische Schriften trugen auch zur Veränderung des öffentlichen Bewusstseins
und der Verschärfung der revolutionären Stimmung bei

Der Deutsche Zollverein (/Zeit der Industrialisierung)

 1834 gegründet
 Forderten Aufhebung der Binnenzölle und einen deutschen Schutzzoll
 Ausländischer Wirtschaftsdruck erzwang eine Wirtschaftseinheit

,  Nachbarstaaten: eigener Markt mit Schutzzöllen, um ausländische Produkte
aus ihrem Markt fernzuhalten
 Deutsche Staaten: ausländische Produkte überschwemmten Markt, hinderten
Industrialisierung
 Wollten Entfaltung von Handel und Industrie
 Auch Kaufleute, Bankiers und industrielle Unternehmen wollten eine deutsche Einheit
und einen deutschen Markt
 Wirtschaftsbürgertum wuchs (durch Industrialisierung)
 Preußen hatte die Oberhand im Deutschen Zollverein

Politische Richtungen

Konservative

 Gegen die Revolution und ihre Gedanken (Gleichheit, Freiheit, Bürgerrechte etc.)
 Könige durch Gottesgnadentum
 Ständegesellschaft
 Alles soll so bleibe wie vorher
 Keine Volkssouveränität + kein Nationalstaat

Liberalismus

 Entfaltung des Individuums, Freiheitsrechte, Selbstbestimmung, bürgerliche
Freiheiten
 Beseitigung der Willkürherrschaft
 Wahlen und Gewaltenteilung
 Forderten Verfassung
 Lehnte Revolution ab
 Wollte Kompromiss mit Fürsten
 Grundlage: Gewaltenteilung + Rechtstaatlichkeit
 Widersprüche was Gleichheit anbelangte
 Fürsten wären immer noch höher gestellt und diejenigen, die sich durch
Bildung, Besitz etc. auswiesen auch
 Differenzen innerhalb der Liberalisten, weil es teilweise sehr Radikale gab, aber auch
Gemäßigte

Nationalismus

 Staat und Nation  eine Einheit
 Selbstbestimmungsanspruch der Völker
 Streben nach einer gesellschaftsrechtlichen Verfassung

Revolutionen im Vormärz

 Agrarrevolution
 Industrielle Revolution (Einsatz von Maschinen)
 Verkehrsrevolution (Kommunikation, Austausch von Gütern und Infos)
 Leserevolution (Aufbau des modernen Bildungssystems)

 führte zur Modernisierung

Pauperismus

 Massenarmut durch Volkszunahme, zu wenig Arbeit und steigende Preise
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