Religion Klausur
Ebenen der Sinnerfahrung
1. Ebene: Einzelerfahrungen, die „Sinn“ machen. Dazwischen Phasen der Langweile, Sinnleere oder gar von
Sinnwidrigkeit.
2. Ebene: Sinnstiftende Erfahrungen von größerer Dauerhaftigkeit und Intensität.
3. Ebene: Tiefenerfahrung, sinngebende Grundeinsichten, existenztragende, Leben und Tod umfassende
Überzeugung
Eine Antwort der Psychologie auf die Sinnfrage: Viktor Frankl: Logotherapie
Diagnose: verbreitet „existentielles Vakuum“ / „existentielle Frustration“
Ursachen: Instinktverlust; Traditionsverlust; spannungsloses Leben durch allgemeine Absicherung in der
Wohlstandgesellschaft
Folgen: noogene Neurosen! Erkrankungen auf Grund von Mangel an Lebenssinn; Totalitarismus;
Konformismus (Mitläufertum); Selbstbetäubung durch Tempobeschleunigung, Sex, Arbeitswut,
Machtwille. Prestigedenken
Überwindung des „existentillen Vakuums“ mit Hilfe der Logotherapie
Logotherapie heilt im Bereich des Denkens (= des Ichs)
Verfahren:
• paradoxe Intention: Man tut das, wovor man sich fürchtet: Dadurch wird das Urvertrauen
wiederhergestellt.
• Dereflexion: übersteigerte Aufmerksamkeit und Selbstbeobachtungszwang werden aufgelöst: Man
ignoriert sich selbst.
• Existenzanalyse: Suche nach Sinn, der nicht erzeugt, sondern gefunden werden kann.
Sinn findet sich letztlich weniger
• durch das unserer Arbeitsfähigkeit entsprechende Schaffen („schöpferische Werte“ / homo faber)
• durch das unserer Genussfähigkeit entsprechende Erleben, Begegnen und Lieben
(„Erlebniswerte“ / homo amans)
als vielmehr
• durch die unserer Entscheidungsfähigkeit entsprechenden entschiedenen Annahme unserer
Lebenssituation („Einstellungswerte“ / homo patiens).
Der Mensch findet sich selbst und den Sinn des Lebens nicht in der Selbstverwirklichung, sondern in
der Selbsttranszendenz und Selbstdistanzierung.
Die Antwort des Christentums auf die Sinnfrage
actio: Entfaltung der eigenen Fähigkeiten alle drei Prinzipien
passio: Annehmen der eigenen Grenzen gehören untrennbar
gratia: Unterstützung (Geschenk Gottes) zusammen
Frankl Christentum
Übereinstimmung
homo faber actio
homo amans gratia
homo patiens passio
Unterschiede Frankl – Christentum:
• Für Christen besteht Gewissheit, dass Gott ohne eigene Vor- und Gegenleistungen (gratia) zu ihm
steht → Gelassenheit & Motivation
• Für beide ist der Mensch ein transzendentes Wesen. Der Transzendenzbezug im Christentum wird
allerdings in der Gottesebenbildlichkeit konkret. (→ besondere Beziehung → Sinn)
Ebenen der Sinnerfahrung
1. Ebene: Einzelerfahrungen, die „Sinn“ machen. Dazwischen Phasen der Langweile, Sinnleere oder gar von
Sinnwidrigkeit.
2. Ebene: Sinnstiftende Erfahrungen von größerer Dauerhaftigkeit und Intensität.
3. Ebene: Tiefenerfahrung, sinngebende Grundeinsichten, existenztragende, Leben und Tod umfassende
Überzeugung
Eine Antwort der Psychologie auf die Sinnfrage: Viktor Frankl: Logotherapie
Diagnose: verbreitet „existentielles Vakuum“ / „existentielle Frustration“
Ursachen: Instinktverlust; Traditionsverlust; spannungsloses Leben durch allgemeine Absicherung in der
Wohlstandgesellschaft
Folgen: noogene Neurosen! Erkrankungen auf Grund von Mangel an Lebenssinn; Totalitarismus;
Konformismus (Mitläufertum); Selbstbetäubung durch Tempobeschleunigung, Sex, Arbeitswut,
Machtwille. Prestigedenken
Überwindung des „existentillen Vakuums“ mit Hilfe der Logotherapie
Logotherapie heilt im Bereich des Denkens (= des Ichs)
Verfahren:
• paradoxe Intention: Man tut das, wovor man sich fürchtet: Dadurch wird das Urvertrauen
wiederhergestellt.
• Dereflexion: übersteigerte Aufmerksamkeit und Selbstbeobachtungszwang werden aufgelöst: Man
ignoriert sich selbst.
• Existenzanalyse: Suche nach Sinn, der nicht erzeugt, sondern gefunden werden kann.
Sinn findet sich letztlich weniger
• durch das unserer Arbeitsfähigkeit entsprechende Schaffen („schöpferische Werte“ / homo faber)
• durch das unserer Genussfähigkeit entsprechende Erleben, Begegnen und Lieben
(„Erlebniswerte“ / homo amans)
als vielmehr
• durch die unserer Entscheidungsfähigkeit entsprechenden entschiedenen Annahme unserer
Lebenssituation („Einstellungswerte“ / homo patiens).
Der Mensch findet sich selbst und den Sinn des Lebens nicht in der Selbstverwirklichung, sondern in
der Selbsttranszendenz und Selbstdistanzierung.
Die Antwort des Christentums auf die Sinnfrage
actio: Entfaltung der eigenen Fähigkeiten alle drei Prinzipien
passio: Annehmen der eigenen Grenzen gehören untrennbar
gratia: Unterstützung (Geschenk Gottes) zusammen
Frankl Christentum
Übereinstimmung
homo faber actio
homo amans gratia
homo patiens passio
Unterschiede Frankl – Christentum:
• Für Christen besteht Gewissheit, dass Gott ohne eigene Vor- und Gegenleistungen (gratia) zu ihm
steht → Gelassenheit & Motivation
• Für beide ist der Mensch ein transzendentes Wesen. Der Transzendenzbezug im Christentum wird
allerdings in der Gottesebenbildlichkeit konkret. (→ besondere Beziehung → Sinn)